Oft gelesen und geteilt 05.04.2011, 08:27 Uhr

iPad 2: Fakten, Tipps, Empfehlungen

Apple-Experte Klaus Zellweger hat das iPad 2 unter die grosse Lupe genommen. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte und Tipps vor einem (möglichen) Kauf.
Zurzeit beträgt die Lieferfrist für das iPad 2 im besten Fall drei Wochen. Genug Zeit also, um sich mit den Details vertraut zu machen. Doch auch wer bereits zu den glücklichen Besitzern gehört, erfährt hier, welches Zubehör ein Muss ist und mit welchen Tipps das Potenzial des Apple-Tablets ausgeschöpft wird.
Auf den folgenden Seiten erfahren Sie die wichtigsten Neuerungen der zweiten Generation, unverzichtbares Zubehör und einige unabdingbare Apps. Und natürlich wird auch die Frage beantwortet, welches der sechs Modelle sich für wen empfiehlt.
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die neue Form

Die neue Form
Anders, aber nicht unbedingt besser: der neue Lautsprecher
Auf dem Papier betrachtet, sind die Unterschiede beim Gehäuse relativ gering und lassen sich in nüchterne Zahlen fassen: Das Gehäuse des iPad 2 wurde um ein Drittel auf 8,8 Millimeter reduziert, während das Gewicht um 80 g auf 601 g (nur Wi-Fi) respektive 613 g (3G) gesenkt wurde. Diese dezenten Abweichungen suggerieren nur unwesentliche Änderungen, doch tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall.Das neue iPad wirkt kleiner, schlanker und leichter – oder anders formuliert, das alte iPad wirkt im Vergleich zum Nachfolger fast schon fett. Das neue Gerät liegt besser in der Hand, und durch die neue Formgebung sind die teilweise harten Kanten verschwunden. Erst wenn man das iPad 2 in den eigenen Händen hält, wird offensichtlich, wie erfolgreich das Design überarbeitet worden ist.Der Lautsprecher ist nach hinten gewandert und gleichzeitig grösser geworden. Er klingt anders, heller, aber nicht unbedingt besser. So verbleibt auf der Unterseite gerade noch der Dock Connector: Er ist ein wenig nach hinten abgedriftet, funktioniert jedoch mit allen bestehenden Kabeln und garantiert damit die Kompatibilität mit unzähligen Zubehörteilen.
Neues Dock empfohlen
Das iPad 2 passt zwar mit Ach und Krach ins alte Dock, doch die Verbindung ist definitiv unsicher geworden. Eine leichte Berührung reicht bereits, damit der Kontakt zum angeschlossenen PC oder Mac abreisst. Wer auf Nummer sicher gehen will, muss notgedrungen auf das neue iPad-2-Dock wechseln (39 Franken).
Passt nicht wirklich: neues iPad im alten Dock
Wie schon beim Vorgänger befinden sich auf der rechten Stirnseite der Wippschalter für die Lautstärke sowie ein Umschalter, der wahlweise die automatische Bildschirmrotation unterbindet oder das Gerät stumm schaltet.
Steuerung über den Kopfhörer
Die obere Stirnseite des Geräts gehört dem Kopfhöreranschluss, wobei Apple keinen Kopfhörer mitliefert. Wer jedoch ein iPhone-Headset mit Mikrofonkapsel anschliesst (99 Franken), kann damit nicht nur Musik hören, sondern zum Beispiel auch über Skype telefonieren. Ausserdem lässt sich die Musikwiedergabe und die Lautstärke über die Tasten an der Mikrofonkapsel steuern, sodass das iPad während der Wiedergabe in der Tasche bleiben darf.
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das iPad 2, der Tempo-Teufel

Das iPad 2, der Tempo-Teufel
Apple verspricht im Vergleich zum Vorgänger nicht nur eine 2 × so hohe Prozessorleistung, sondern gleich eine 9 × schnellere Grafikarchitektur. Eigentlich hat sich ja kaum jemand darüber beklagt, dass das alte iPad zu langsam gewesen sei – trotzdem macht sich die Leistungssteigerung überdeutlich bemerkbar, zum Beispiel beim Starten von Apps. Hier die Ladezeiten einiger populärer Progrämmchen, verglichen zwischen dem iPad 1 und seinem Nachfolger:
WeatherPro: 7,0 zu 3,3 Sekunden
Fieldrunners: 7,8 zu 5,6 Sekunden
Numbers: 4,9 zu 2,5 Sekunden
Infinity Blade
Eine Verkürzung der Ladezeiten um rund fünfzig Prozent wirkt zwar bei einem Zeitfenster von wenigen Sekunden unspektakulär – das Leben ist schliesslich lang genug. Aber wenn man an einem gut gefüllten Sitzungstisch etwas nachschlagen möchte und alle Augen auf einen gerichtet sind, dann werden eben diese Sekunden zu Minuten.Die Grafikleistung kommt vor allem den Spieleprogrammierern zugute, und diese werden von den Möglichkeiten auch regen Gebrauch machen. Bereits jetzt unterstützt der Vorzeigetitel «Infinity Blade» die neue Grafikarchitektur. Wie sich das in der Praxis auswirkt, lesen Sie in diesem Artikel bei DigitalLiving. Dabei wird deutlich, dass es sich nicht um Kosmetik, sondern um eine völlig neue Leistungsklasse handelt.
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Grafik und Video

Grafik und Video
Natürlich hofften wir alle insgeheim, das iPad 2 würde dasselbe Retina-Display wie das iPhone 4 mitbringen, denn wer es einmal in Händen hatte, will eigentlich nichts anderes mehr. Diese Hoffnung hat sich zerschlagen; das iPad 2 liefert genau wie der Vorgänger eine Auflösung von 1024 x 768 Pixeln. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass ein Retina-Display in dieser Grösse etwa siebenmal mehr Pixel haben müsste als das aktuelle Display – und das springt zurzeit die Möglichkeiten. Schliesslich geht es nicht darum, ein solches Display für einen exklusiven Kreis zu produzieren, sondern in einer Auflage von mehreren Millionen Stück pro Jahr. Wir warten also auf die nächste Generation.Trotzdem kann das Display im direkten Vergleich mit Verbesserungen aufwarten. Die Schärfe wurde verbessert, die Farben wirken leuchtender und kräftiger. Die Unterschiede sind nicht überwältigend, aber sichtbar. Das Display selbst ist mit einer fettabweisenden Oberfläche ausgestattet und wird am besten gereinigt, indem man mit dem iPad kurz über die Brust rubbelt – allerdings nur, wenn niemand in der Nähe ist.
Ausgabe auf Fernseher und Beamer
Doch die Grafik beeinflusst nicht nur die Wiedergabe auf dem iPad, sondern auch die Ausgabe auf einem Beamer oder Fernseher. Für solche Zwecke bietet Apple den «Digital AV Adapter» an (49 Franken). Er verfügt über einen HDMI-Ausgang sowie einen Dock-Connector-Anschluss, damit das iPad noch während der Vorführung über ein Netzteil geladen werden kann.
Der Digital AV Adapter gehört in das Handgepäck eines jeden Handelsreisenden, doch für zu Hause bieten sich andere Lösungen an. So lassen sich Musik und Videos wesentlich komfortabler und einfacher auf den Fernseher oder zur Hifi-Anlage übertragen, indem ein Apple TV angeschlossen wird, das die Inhalte über WLAN entgegennimmt. (Unser Test zum Apple TV finden Sie hier.)
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die Kamera

Die Kamera
Unmittelbar nach der Vorstellung des ersten iPads wurde die Frage laut, wo die Kamera geblieben ist. Wir werden die Gründe für die Absenz wohl nie erfahren, doch das spielt irgendwie auch keine Rolle mehr. Das neue iPad kommt gleich mit zwei Linsen, mit denen die Welt erfasst wird. Allerdings möchten diese nicht der altgedienten Knipse den Rang ablaufen, sondern verfolgen eigene Ziele. Die Kamera auf der Rückseite schiesst Fotos mit einer Auflösung von gerade mal 720 x 960 Pixeln – das ist weit weniger als 1 Megapixel und definitiv nicht die Auflösung, die man sich für knackige Ferienfotos wünscht. Im Vergleich zum iPhone 4 wirkt auch kein LED-Blitz erhellend. Immerhin filmt das iPad mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln, und das mit 30 Bildern pro Sekunde.
Wir haben kein Warenlager, aber Oliven!
Die schwache Auflösung der hinteren Kamera mag zwar schamfreie Ferienfotografen enttäuschen, doch für andere Einsatzgebiete ist sie ein gewaltiger Sprung nach vorn. Diese Kamera erlaubt es dem iPad, in Bereiche vorzustossen, die der ersten Generation verschlossen blieben.So eignet sich die Kamera perfekt für die Dokumentation und ermöglicht damit vertikale Anwendungen für Spitäler, Versicherungen und andere Branchen. Der Schadensinspektor fotografiert den Unfallwagen, der Arzt dokumentiert die Wundheilung etc. Überall dort, wo in Ermangelung einer Kamera dem klassischen Notebook der Vorzug gegeben wurde, ist das iPad nun im Rennen.Auch der Einsatz für Lagersysteme rückt in den Fokus. Die Kamera eignet sich ideal, um Strichcodes einzulesen. Wir testeten das iPad mit der kostenlosen App «Codecheck», die eigentlich fürs iPhone konzipiert worden ist. Und siehe da: Das Einlesen von Strichcodes funktioniert rasend schnell und zuverlässig – zumindest bei eingetüteten Oliven und Frühstücksflocken. Aber warum sollte das nicht auch für Lastwagen-Ersatzteile gelten?
Die App «Kamera» …
… ist iPhone-4-Besitzern bereits bestens bekannt. Ihr fehlt lediglich die Funktion für HDR-Bilder, um gleichzuziehen. Durch einen virtuellen Schalter wird zwischen Fotos und Videos gewechselt, die Fokussierung kann durch einen Tipp auf das Display auf einen bestimmten Punkt gelenkt werden. Das wars auch schon.
PhotoBooth
PhotoBooth
Wesentlich mehr Spass macht die App PhotoBooth, die seit Längerem zum Lieferumfang aller Macs gehört. Dabei wird die vordere Kamera verwendet, um Selbstporträts nicht nur aufzunehmen, sondern auf Wunsch durch neun verschiedene Effekt zu verfremden. In der Voransicht lässt das Tablet die Muskeln spielen und zeigt sämtliche Effekte fliessend und ohne jegliche Verzögerungen in Echtzeit an. Leider lassen sich nur Fotos, aber keine Filme aufzeichnen. Trotzdem werden nicht nur die Kinder ihren Spass daran haben.
Doch wenn es nur einen Aspekt gibt, der bei der Kamera besondere Aufmerksamkeit verdient, dann ist es die Videochat-Lösung FaceTime.
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FaceTime

FaceTime
FaceTime gehört zu den Highlights des iPhone 4, und dank der Frontkamera ist es nun auch auf dem iPad zu haben. Tatsächlich fühlt man sich fast ein wenig in einer Sciencefiction, wenn das Gegenüber formatfüllend auf dem Tablet auftaucht. Das eigene Konterfei wird zur Kontrolle in einer Ecke gezeigt, die sich durch Herumschieben des Mini-Bildchens frei wählen lässt. Anstelle des eigenen Gesichts kann auch das Bild der hinteren Kamera übermittelt werden, sodass zum Beispiel virtuelle Rundgänge durch das Hotelzimmer für die Daheimgebliebenen kein Problem sind.
Allerdings darf nicht verheimlicht werden, dass die Auflösung der Kamera gerade einmal bei 640 x 480 Pixeln liegt, oder anders formuliert: Die Videochats sehen nicht ganz so knackig scharf aus, wie es uns die hübschen Werbevideos von Apple weismachen wollen.Um über FaceTime erreichbar zu sein, muss sich das iPad mit einem Wi-Fi-Netz verbinden, anschliessend kann es über die E-Mail-Adresse des Besitzers gefunden werden. Wer jedoch FaceTime bereits am Mac benutzt, muss für Videochats am iPad eine andere E-Mail-Adresse angeben, damit die Geräte unterschieden werden können. Das ist aber auch schon alles – genau wie auf dem iPhone 4 überzeugt FaceTime auch auf dem iPad durch die problemlose Enrichtung.
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iMovie und seine Formate

iMovie
Für das iPhone 4 gibt es Apples Videoverarbeitung «iMovie» schon so lange wie das Smartphone selbst. Nun ist die App auch für das iPad 2 erhältlich, das die nötige Leistung mitbringt. Filme lassen sich schneiden, mit den mitgelieferten Vorlagen aufhübschen, mit Musik aus der Musiksammlung vertonen und dergleichen mehr. Alles läuft in Echtzeit ab, nichts ruckelt oder zwingt den Benutzer zu Pausen.
Doch wie kommen die Filme zu iMovie? Jeder Film, der verarbeitet werden soll, muss zuvor in der Mediensammlung des iPads abgespeichert sein und ausserdem in einem Format vorliegen, das iMovie versteht – wobei als Format praktisch nur MP4 (h.264) infrage kommt, weil das ebenfalls unterstützte Motion JPEG komplett veraltet ist.
So kommen die Filme ins iPad
Camera Connection Kit
Drei Wege führen zum Ziel:
Filmen mit dem iPad. Das ist natürlich die naheliegendste Variante. Filme werden direkt mit dem iPad aufgezeichnet und anschliessend in iMovie geschnitten. Der grosse Nachteil besteht jedoch darin, dass man sich ziemlich doof vorkommt, wenn man mit einem Tablet vor der Stirn den Motiven nachhechelt.Camera Connection Kit. Das Camera Connection Kit von Apple (39 Franken) besteht aus zwei Adaptern, die wahlweise ein USB-Kabel oder eine SD-Karte mit dem iPad verbinden. Damit lassen sich Fotos und Filme in den Speicher des Tablets transferieren und weiter bearbeiten. (Sehr viel mehr dazu erfahren Sie hier.) Praktischer Nebeneffekt: Mit dem Transfer ist man automatisch im Besitz einer Sicherheitskopie. Allerdings werden nur Filme unterstützt, die vom iPad ohne Konvertierung verstanden werden, zum Beispiel die Filme aus den Canon-PowerShot-Kameras.
Da kommen sie, die Filme aus dem iPhone
Filme aus dem iPhone. Die letzte Möglichkeit besteht darin, Filme aus dem iPhone auf das iPad zu transferieren. Dazu empfiehlt sich zum Beispiel die universelle «Photo Transfer App» (Fr. 3.30), die gleichermassen auf dem iPhone und dem iPad funktioniert. Sie übermittelt ausgewählte Filme schnell und unkompliziert über ein Wi-Fi-Netz.
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das Smart Cover

Smart Cover
Wenn Apple ein neues iPad vorstellt, erwartet man eigentlich nicht, dass ihm eine Hülle die Show stiehlt – doch genau das ist bei der Präsentation passiert. Oder andersrum: Ein iPad ohne Smart Cover ist eigentlich ein Unding. Warum das so ist, erklärt dieses Werbevideo von Apple. Tatsächlich stimmen die verkaufsfördernden Filme und die Realität überein, denn dieser Deckel ist genauso raffiniert, wie er angepriesen wird. Allein die Eigenschaft, das iPad beim Schliessen augenblicklich in den Ruhezustand zu versetzen und beim Aufklappen genauso schnell zu starten, rechtfertigt die Anschaffung.
Allerdings trägt das Smart Cover nicht dazu bei, die Rückseite des iPad zu schützen, im Gegenteil: Sein eigenwilliges Design lässt alle weiteren Schutzmassnahmen irgendwie deplatziert wirken, selbst die allseits beliebten Gelaskins.Dafür haben andere Drittanbieter keine Zeit verloren und bieten bereits Alternativen an, die auf demselben magnetischen Prinzip beruhen. Die Firma Miniot verkauft zum Beispiel Smart Cover aus Echtholz, das Stück ab 50 Euro. Auf Wunsch wird die Abdeckung sogar graviert, um den rustikalen Eindruck zu unterstreichen.
Miniot-Cover
Zurück zum Original. Die Smart Cover bestehen wahlweise aus Polyurethan (49 Franken) oder Leder (79 Franken) und sind in je 5 Farben erhältlich. Wer sich nicht entscheiden kann, welches Smart Cover denn nun am besten zu seinem iPad passt, spielt die zahlreichen Versionen am besten auf der Apple-Website durch. Und der eine oder andere wird dabei vielleicht zum Schluss kommen, das ein einziges Smart Cover nicht genug ist.
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Die Spiele mögen beginnen

Die Spiele mögen beginnen!
N.O.V.A. 2
Das iPad 2 ist nicht nur mit einem Beschleunigungssensor ausgestattet, sondern neu auch mit einem 3-Achsen-Gyrosensor, der die Position im Raum präzise bestimmt. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Spielehersteller, und bereits jetzt sind diverse Titel auf den Markt, die davon Gebrauch machen. Zu den beeindruckenden Modellen gehört «N.O.V.A. 2», das beweist, dass sich sogar eine komplexe Shooter-Steuerung auf dem iPad umsetzen lässt, indem einfach das Gerät einfach im Raum bewegt wird.
GarageBand
Allerdings demonstriert Apple, dass mit ein wenig Kreativität noch viel mehr möglich ist. Die Musik-Software GarageBand (Fr. 5.50 Franken) leistet an sich schon Unglaubliches auf einem Tablet, doch der Clou sind die anschlagsempfindlichen Tasten. Je nach Intensität, mit denen ein Instrument angeschlagen oder gezupft wird, verändert sich der Klang und die Lautstärke. Das funktioniert sogar auf einer harten Unterlage, wie zum Beispiel einer Tischplatte.
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Welches iPad passt zu mir?

Welches iPad passt zu mir?
So bleibt nur noch die Frage nach dem richtigen Tablet. Apple bietet sowohl ein weisses als auch ein schwarzes Gerät in je 6 verschiedenen Konfigurationen an. Diese verfügen wahlweise über 16, 32 oder 64 GB Speicher. Jedes davon ist wiederum nur mit einem Wi-Fi-Modul zu haben, oder mit einem zusätzlichen Zugang zum Mobilfunknetz – das Datenabonnement eines Providers vorausgesetzt.
3G oder Wi-Fi?
Ob es ein iPad in Weiss oder Schwarz sein soll, bleibt natürlich dem Geschmack des Anwenders überlassen. Nicht ganz so klar ist die Frage nach den Zugangsmöglichkeiten. Wer unterwegs ins Internet möchte (und wer will das nicht?), steht vor zwei Möglichkeiten: Entweder man kauft sich das iPad mit 3G, oder man greift zum Wi-Fi-Modell und schaltet einen mobilen Hotspot als Bindeglied zwischen Mobilfunknetz und Internet. Dazu eignen sich Android-Handys, das iPhone 4 oder ein mobiler Hotspot. Allerdings belasten solche Internetausflüge das Datenkontingent des jeweiligen Geräts, sodass zum Beispiel Pendler in den meisten Fällen besser wegkommen, wenn sie sich für das 3G-Modell mit einem eigenen Datentarif entscheiden.
GPS
Navigieren mit dem iPad
Das 3G-Modell unterscheidet sich noch in einem anderen Punkt vom Wi-Fi-Gerät: In ihm ist ein GPS-Modul verbaut, sodass das iPad auch für die Navigation verwendet werden kann. Zwar bietet auch das Wi-Fi-Modell eine Ortung, doch diese orientiert sich an den umliegenden Wi-Fi-Netzen, was wesentlich ungenauer ist. Wer Google Maps oder sogar eine Navigations-Software (wie die iPad-angepassten Apps von Navigon) nutzen will, sollte sich für das 3G-Modell entscheiden.
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der Speicher

Der Speicher
Bleibt noch die Frage nach der Speichergrösse. Bei vielen Anwendern macht die Musiksammlung einen grossen Teil der Datenmenge aus. Doch muss diese wirklich auf dem iPad abgelegt werden, wenn sie vielleicht bereits auf einem Smartphone oder einem iPod gespeichert ist? Trotzdem sollte man nicht zu tief stapeln. Ohne Musik scheint das 16-Gigabyte-Modell zwar ausreichend, doch die aufwendigen Spiele werden immer grösser und nähern sich schneller Gigabyte-Grenze. Und wer das iPad öfter als mobiles Unterhaltungszentrum nutzt (zum Beispiel auf Langstreckenflügen), wird den Speicher nur zu schnell mit Filmen füllen.16 GB sollten deshalb nur von Käufern gewählt werden, die genau wissen, was sie mit dem iPad anstellen wollen. Das 32-GB-Modell bietet einen ausgezeichneten Kompromiss zwischen Speichergrösse und Preis und dürfte für die meisten Interessenten die sinnvollste Wahl sein. Wenn das iPad jedoch tatsächlich zur tragbaren Medienschleuder wird, dann sind 64 GB die erste Wahl: Die umfangreiche Musiksammlung, zahlreiche Spiele, Filme und Tausende von Fotos finden darauf Platz. Diese Ausführung könnte man ausserdem als «iPad des guten Gewissens» bezeichnen, denn nichts ist ärgerlicher, als im Nachhinein festzustellen, dass man am falschen Ort gespart hat. Die Preise im Einzelnen:
Wi-Fi-Modelle
16 GB = Fr. 549.–
32 GB = Fr. 659.–
64 GB = Fr. 769.–
3G-Modelle
16 GB = Fr. 699.–
32 GB = Fr. 809.–
64 GB = Fr. 919.–
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Fazit & Empfehlungen

Fazit & Empfehlungen
Konsequente Verbesserungen und eine massive Leistungssteigerung halten das iPad an der Spitze der Tablet-Kategorie. Die Neuerungen sind nicht revolutionär, aber definitiv eine bemerkenswerte Verbesserung. FaceTime, die Kameras, das massiv gesteigerte Arbeitstempo, die neue Form und nicht zuletzt die Smart Cover lassen die Konkurrenz im Regen stehen. Dass der Preis sogar noch um rund 100 Franken gesenkt werden konnte, dürfte weitere potenzielle Käufer anlocken.
Das iPad für Einsteiger?
Wer noch kein iPad besitzt, kann mit diesem Gerät nichts falsch machen.
Das iPad für Aufsteiger?
Wer bereits ein iPad besitzt, wird sich vielleicht die Frage nach einem Update stellen. Lohnt sich der Aufstieg? Kommt darauf an.Wer das iPad bis jetzt intensiv nutzt, sollte sich die neue Version gönnen, denn die Vorzüge sind zahlreich. Wer das iPad 1 jedoch vor allem zu Hause zum Sofa-Surfen braucht, ist mit dem alten Gerät weiterhin gut bedient. In Familien mit Kindern ist jedoch immer Platz für ein weiteres iPad, und sei es nur, um zusammen im lokalen Netz zu spielen. In solchen Fällen sind bereits die besten Gründe gegeben, um die Anschaffung eines weiteren Tablets zu rechtfertigen.



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