Partnerzone Kaspersky 14.12.2020, 07:30 Uhr

Ihre persönlichen Daten zum Schnäppchenpreis

Cyberkriminelle, welche an Ihre persönlichen Informationen gekommen sind, verschleudern diese auf «Doxing-Listen» im Internet zu Kleinstpreisen an andere Betrüger. Schützen Sie Ihre Daten und Ihre Integrität online – Kaspersky sagt Ihnen, wie.
(Quelle: Shutterstock)
Sagt Ihnen «Doxing» etwas? Hinter dem etwas kryptisch anmutenden Begriff versteckt sich die gezielte Rufschädigung im Internet, realisiert durch das Veröffentlichen persönlicher und teils auch sensitiver Informationen. An diese zu kommen, ist in Zeiten schneller und unbedachter Klicks, gewiefter Online-Betrügereien und hitziger Meinungsverschiedenheiten im Internet keine Schwierigkeit mehr. Im Darknet, dem verruchten und teilillegalen Pendant zum uns bekannten, über Google und normale Browser aufrufbaren Internet, findet man ganze Listen mit sensiblen Daten. Überraschend allerdings kommt für viele der Preis solcher «Services»: Je nachdem, wie tief und persönlich die Daten sind, kriegt man sie bereits ab einem halben US-Dollar. Dazu gehören üblicherweise Namen, Adressen, aber auch Kreditkarten- und sonstige Zahlungsdaten. Krankenakten erhält man für bis zu 30 US-Dollar, Führerscheinscans kosten ungefähr 25 US-Dollar und wer sogar einen Social-Media-Kanal hacken lassen will, muss dafür einige hundert bis tausend Dollar hinblättern.
Das klingt alles wie aus einem schlechten Cyberspionagethriller, ist aber tägliche Realität – gerade in einer Zeit, in welche unsere persönlichsten und intimsten Informationen bereits der digitalen Welt angehören. Dennoch glauben 37 Prozent aller Millennials – ihre Geburtsjahre liegen zwischen 1981 und 1996 – dass sie schlicht zu uninteressant und «normal» seien, als dass sich jemand für ihre Daten interessieren könnte. Doch sie liegen falsch, denn oft agieren die Informationsdiebe wie wahre Datenkraken, um so viele monetarisierbare und persönliche Infos wie möglich anbieten zu können. Jeder und jede von uns kann diesen Praktiken zum Opfer fallen.
Damit kommen wir zurück aufs eingangs besprochene «Doxing». Auch wer glaubt, online keine besonders kontroverse Position einzunehmen oder für Betrüger kein überaus interessantes finanzielles Ziel darzustellen, kann angegriffen werden – über Erpressungs- bis Bankbetrugsversuche ist alles möglich. Und sollte man auf jemandes Kieker geraten, ist es nicht unrealistisch, dass diese Person mit ein wenig Recherche und überaus kostengünstig an Informationen gerät, welche man niemals herausgeben würde.
Folgende Tipps sollte man also beim alltäglichen Gebrauch digitaler Daten im Internet ständig beachten:
  • Lassen Sie sich nicht phishen. Jegliche E-Mails, deren Absender Sie nicht verifizieren können, sollten Sie sofort löschen. Webseiten mit unbekannter URL lassen Sie am besten aus.
  • Überprüfen Sie regelmässig, welche Berechtigungen Ihre verschiedenen Anwendungen innehaben. Seien Sie strikt bei der Vergabe dieser Rechte: Wenn eine App nach Ihrem Gefühl keinen Zugriff auf Kamera, Kontakte, Geoposition, Daten und so weiter haben muss, geben Sie ihr diese Möglichkeit auch nicht.
  • Nutzen Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die meisten grösseren Apps und Online-Services wie soziale Netzwerke bieten dies bereits an: Für jedes Login sind sowohl ein Passwort als auch ein immer neu generierter Identifikationscode via Smartphone-App nötig. Alternativ können Sie sich meist eine SMS mit einem Code senden lassen. Wer noch einen Schritt weitergehen will, holt sich einen via USB angeschlossenen Hardware-2FA-Schlüssel.
  • Ein zuverlässiger Passwortmanager wie Kaspersky Password Manager ist ein Muss. Diese Software speichert alle Ihre Passwörter zentral, verschlüsselt sie und hilft Ihnen beim Generieren komplizierter Zeichenfolgen für Logins, damit Sie nie auf verschiedenen Webseiten dieselben Passwörter verwenden.
  • Darüber hinaus hilft Ihnen die Kaspersky Security Cloud herauszufinden, ob bestehende Passwörter bereits kompromittiert wurden, indem einschlägige Datenbanken abgefragt werden. Wird so ein Leck festgestellt, zeigt Ihnen die Software, welche Datenkategorien nun öffentlich zugänglich sein könnten. So können Sie sofort reagieren.
  • Zu guter Letzt: Überlegen Sie sich vor jedem Kommentar und jedem Post, vor jeder Datenübermittlung und Einsendung, ob das veröffentlichte Material Ihre Online-Integrität schädigen könnte. Falls ja: Klicken Sie «Abbrechen» statt «Senden».
Weitere Informationen erhalten Sie im Report «Dox, steal, reveal. Where does your personal data end up?»
Kaspersky Security Cloud
Quelle: Kaspersky
Damit Sie gar nicht erst gedoxed werden können: Kaspersky Security Cloud.


Autor(in) Kaspersky Schweiz


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