Kinderdatenbank sorgt für Ärger

Grossbritannien hat eine Datenbank lanciert, in der sämtliche Informationen über Kinder und Teenager von 0 bis 18 Jahren gespeichert sind. Kinderschutz lautet das Argument der Regierung, Datenschutz das der Gegner.

von Sandra Adlesgruber 20.05.2009

Britischer Big Brother überwacht surfende Kinder Britischer Big Brother überwacht surfende Kinder Zoom ContactPoint – die längst geplante Kinderdatenbank Grossbritanniens – ist an den Start gegangen. Sie umfasst Informationen über elf Millionen britische Kinder und Jugendliche – darunter auch, was sie so im Internet treiben und mit welchen Diensten und Personen sie online in Kontakt getreten sind.

Bereits vor dem Start der Datenbank wurden heftige Proteste und Bedenken laut. Immer wieder wurde das System ContactPoint zudem von Mängeln und Pannen geplagt, sodass ihr Start bereits mehrfach verschoben werden musste.

Die Regierung argumentiert natürlich für die neue Überwachungsmethode. Sie sei unerlässlich für effizienten Jugendschutz und ermögliche es den verschiedenen Jugendschutzorganisationen, ihre Aktivitäten besser zu koordinieren. Vorerst stehen die Informationen 17 Behörden zur Verfügung. Letztendlich sollen dann aber 800 praktische Ärzte, Sozialarbeiter, Gesundheitsbedienstete und Schulleiter in die gespeicherten Daten der Kinder einsehen können.

Big Brother oder totale Sicherheit?
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Tags: Datenbank

    Kommentare

    • maedi100 20.05.2009, 16.27 Uhr

      in der sämtliche Informationen über Kinder und Teenager von 0 bis 18 Jahren gespeichert sind. haben die n+1 Speicherkapazität? was sie so im Internet treiben und mit welchen Diensten und Personen sie online in Kontakt getreten sind. Und von wo haben sie die Informationen?

    • Cetral_Scrutinizer 20.05.2009, 16.42 Uhr

      Der Artikel stellt nun wirklich ueberrissene Behauptungen auf. das ganze ist nur ein Verzeichnis von Kindern, die von einem Amt betreut werden. Es ist auch unfair, mit dem Finger auf Big Brother in anderen Laendern zu zeigen, statt die Missstaende im eigenen darzustellen. Und da dampft die Scheisse wohl schon laenger, oder woher kommt denn wohl das Rumoren unter der Oberflaeche, das nur noch klitzekleine Anlaesse braucht, um in Krawallen auszuarten?

    • economo 21.05.2009, 06.23 Uhr

      Der Kontrollwahn greift immer weiter um sich: selbstverständlich wird eine solche Datenbank keinem Kind helfen, aber die Behörden und die dienstfertig herbeigeeilten Experten haben das schöne Gefühl, "etwas" getan zu haben und ihr Name erhält für einen Moment etwas Glanz. Eigentlich ist nur eines sicher: solche Aktionen kosten die Steuerzahler immer eine Stange Geld, ohne dass diese etwas davon haben.

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