Oft gelesen und geteilt 25.08.2011, 11:09 Uhr

Oha: Apple hat bei Windows abgeguckt

Kein Thema, Konkurrenzbeobachtung muss sein. Dieser Meinung ist auch Apple. Der Konzern hat sich bei dem ein oder anderen Feature auch von Windows inspirieren lassen.
Nicht immer hatte Apple zuerst die zündende Idee (die dann möglicherweise Microsoft kopierte). Denn so mache Neuerung fand man zuerst in Windows, bevor Apple sie für Mac OS übernommen hat. Hier finden Sie zehn solche Funktionen, bei denen Microsoft die Nase vorn hatte.
1. Anwendungsfenster auf Icon verkleinern
Mac OS X 10.6 Snow Leopard kam mit einer Option, mit der man ein geöffnetes Fenster verkleinern kann auf das Anwendungs-Icon. Windows kennt das schon lange.

2. Screen Sharing: Remote Desktop Connection

2. Screen Sharing: Remote Desktop Connection
In Mac OS X 10.5 Leopard fügte Apple Screen Sharing hinzu. Damit können Sie neben Ihrem eigenen Mac-OS-Desktop via Internet auch noch einen anderen Desktop sehen. Windows-Nutzer kennen dieses Feature unter der Bezeichnung Remote Desktop Connection seit Windows XP.

3. Time Machine: Backup und Restore

3. Time Machine: Backup und Restore
Apple übernahm für seine Time Machine die Idee von Windows, eine Backup-Funktion direkt in das Betriebssystem zu integrieren. Time Machine lässt sich aber deutlich einfacher bedienen als das Backup und Restore Utility/Systemwiederherstellung von Windows 7.

4. System Preferences: Control Panel

4. System Preferences: Control Panel
Vor Mac OS X befanden sich die System-Einstellungen eines Mac über viele verschiedene Dateien verstreut. Microsoft fasste dagegen alle Systemeinstellungen unter dem englischen Namen Control Panel (was im Deutschen der Systemsteuerung entspricht) zusammen. Für Mac OS X 10.0 Cheetah übernahm Apple diese Idee von Microsoft und nannte die neue Systemsteuerung System Preferences.

5. ActiveSync- und Exchange-2007-Support

5. ActiveSync- und Exchange-2007-Support
Mit Mac OS X 10.6 Snow Leopard bekam das Apple-Betriebssystem nativen Support für Exchange Server 2007.

6. Command-Tab: Alt+Tab

6. Command-Tab: Alt+Tab
Seit Windows-Urzeiten können Anwender mit Alt+Tab bequem zwischen den geöffneten Anwendungen hin- und herschalten. Apple fügte dieses Feature als Command-Tab in Mac OS X 10.3 Panther im Jahr 2003 hinzu.

7. Terminal: Command Prompt

7. Terminal: Command Prompt
Unter Windows hat sich die Kommandozeile seit uralten DOS-Zeiten bis heute erhalten, wenn auch mit stark geänderter Bedeutung und Funktionalität. Apple hat mit Terminal nach langer Zeit ein spezielles Kommandozeilenfenster hinzugefügt, mit dem die Anwender auf die leistungsfähigen Unix-Kommandos zugreifen können. Microsoft hielt aber dagegen und rüstete die nicht so leistungsfähige Kommandozeile von Windows auf zur Powershell, die als .net-Framework-Produkt umfangreiche Scripting-Funktionen bietet.

8. Finder Sidebar: Windows-Navigation

8. Finder Sidebar: Windows-Navigation
Genauso wie die Navigationsleiste bei Windows sitzt auch die Finder-Seitenleiste bei Mac OS am linken Rand. Sie zeigt die PC-Ordner in einer hierarchischen Struktur. Der Finder erschien erstmals mit Mac OS X 10.3 Panther – zwei Jahre, nachdem Microsoft diese Anzeige in Windows XP eingeführt hat.

9. Mac Pfadleiste: WIndows-Adresszeile

9. Mac Pfadleiste: WIndows-Adresszeile
Mac OS X 10.5 Leopard brachte eine neue Pfadleiste am unteren Ende des Verzeichnisfensters, das den genauen Pfad zu jeder ausgewählten Datei und zu jedem Ordner anzeigt. Diese Funktion erschien erstmals als Addresszeile in Windows Vista, ca. ein Jahr vor Leopard.

10. Vor- und Zurück-Navigations-Button

10. Vor- und Zurück-Navigations-Button
Microsoft führte die Vor- und Zurück-Button, die man bereits aus dem Webbrowser kannte, in Windows 2000 ein. Apple zog zunächst nur mit dem Zurück-Button in Mac OS X nach. Erst mit 10.2 Jaguar gab es auch einen Vorwärts-Button.
Dieser Beitrag stammt von unserer Schwesterpublikation Computerwoche.


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