News 17.10.2019, 09:05 Uhr

5G-Gegner starten Volksinitiative

Keine Erhöhung der Grenzwerte und mobilfunkfreie Plätze im Öffentlichen Verkehr - das und mehr fordern 5G-Gegner. Nun starten sie eine Volksinitiative.
Der Mobilfunkstandard 5G polarisiert und stösst auf Widerstand. Zwangsbestrahlung und «ein Verbrechen gegen Menschenrechte» wurde er anlässlich der Anti-5G-Demo in Bern genannt.
Nun hat sich das Bürgerkomitee «Mobilfunk-Initiative» gegründet, welches eine Initiative gegen 5G starten will. «Für einen gesundheitsverträglichen und stromsparenden Mobilfunk» nennt sich die Initiative, deren Initiativtext bereits von der Bundeskanzlei vorgeprüft und vergangenen Dienstag im Bundesblatt veröffentlicht hat. Damit ist der Weg zur Unterschriftensammlung frei.

Was fordert die Initiative?

Die Initiative umfasst mehrere Punkte, die einerseits mit Aufklärungsarbeit seitens des Bundes und eine unabhängige Beratungsstelle für elektrosensible Personen beinhalten, andererseits konkrete Massnahmen zur Eindämmung von 5G.
So will das Komitee eine Erhöhung der Anlagegrenzwerte für nichtionisierende Strahlung verhindern und die Mobilfunk- und Internetversorgung klar in Innen- und Aussenräume aufteilen. Heisst: Drahtlose Netzwerke und Mobilfunksender dürfen nicht durch Gebäudemauern gelangen können. Im Innern soll die Datenübertragung kabelgebunden stattfinden.
Private Strahlungsquellen dürfen dementsprechend nicht in benachbarte Räume dringen können dürfen. Auch Sendestationen, die nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen sind, sollen markiert werden müssen und bei Anlangen-Neubauten müssten schriftliche Einwilligungen der Anwohner um Umkreis von 400 Meter eingeholt werden.
Zudem sollen in öffentlichen Verkehrsmitteln Sitzplätze angeboten werden müssen, an welchen elektronische Geräte nicht benutzt werden dürfen. In öffentlichen Gebäuden sollen ausserdem Räume eingerichtet werden müssen, die frei von elektromagnetischer Strahlung sind.
Die für eine Abstimmung nötige Unterschriftenmenge von 100'000 muss bis zum 15. April 2021 gesammelt werden.

Kommentare

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Hilarius
17.10.2019
Handy wegnehmen Um die Gesundheit dieser ängstlichen Leute zu schützen, sollte man ihnen als erstes das Handy wegnehmen.

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trs
17.10.2019
die Initiative umfasst viel mehr als was sie vorgibt : Er [der Bund] erlässt Vorschriften über: den Schutz vor nichtionisierender Strahlung; das Gesetz regelt Folgendes in Bezug auf die Mobilfunk- respektive Mikrowellenstrahlung .... d.h. die Vorgaben sind so restriktive formuliert, dass es problemlos auf alle elektromagnetischen Aussendungen ausgedehnt werden kann, Rundfunk, Behördenfunk, Amateurfunk, um nur einige zu nennen. wer einmal in einem dicht verbauten Siedlung die möglichen WLAN Netze (SSID) angeschaut hat, weiss was da alles für Strahlung vorhanden ist .... z.B. UPC macht ja damit noch Werbung! die Initiative operiert mit kaum nachweisbaren Symptomen oder Untersuchungen, welche pauschal auf Elektrosmog zurückgeführt sind.... .... 4. )das Gesetz reglementiert auch die privaten hochfrequenten Strahlungsquellen im Gebäudeinneren mit dem Ziel, dass keinerlei Funkstrahlung in benachbarte Räume dringen kann zeigt ganz klar ein technisches Unverständnis über elektromagnische Strahlung.... eine sehr gute Abschirmung könnte höchstens in einem Faradayschen Käfig erfolgen .... wer zahlt sowas....!!! als Beispiel für Grenzwerte und deren Einhaltung/Ueberprüfung möchte ich noch in einem makaberen Vergleich aufzeigen wozu der Mensch fähig ist und zwar an der Anzahl vorzeitiger Todesfälle in Europa wegen Feinstaub (Dieselgate lässt grüssen) : https://www.eea.europa.eu/de/pressroom/newsreleases/zahlreiche-europaeer-sind-immer-noch/vorzeitige-todesfaelle-durch-luftverschmutzung Tausende Tote gegenüber NULL bei etwas Elektromagnetischer Immision ......

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Hilarius
17.10.2019
Vorschlag an die 5G-Gegner: Lebt doch mal strahlungsfreie Sonntage vor! Danke @trs für deine klaren Ergänzungen! Wer nichts weiss, muss alles glauben Passt auch zu diesem Thema: Soviel ich weiss gibt es in Basel-Stadt ein Gesetz, das auf Schulhäusern Handy-Antennen verbietet. Darum werden sie 50 Meter nebenan in die Kirchtürmer eingebaut, mit direkter Einstrahlung in die Schulzimmer ... !

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starfish
17.10.2019
wer schützt uns vor solchen ausgeflippten Zivilisationsaussteigern? Früher gingen die noch in die Pampa - so schön romantisch mit Lagerfeuer und so. Heute soll sich der Rest der Welt nach ihnen richten.

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atomar
18.10.2019
Wo ist mein Aluhut? Interessant, dass z.B. im 20min 1/3 der Kommentare GEGEN 5G von Smartphones gesendet werden. Man könnte auf die Idee kommen, dass viele Hirne bereits Strahlenschäden aufweisen. Nun soll alles verboten werden, von DECT-Telefon über WLAN wohl bis zu UKW und DAB+. Und natürlich alle bestehenden Antennen am besten gleich sprengen. NB. Hochspannungsfreileitungen sollte man wohl im selben Aufwasch gleich mit entsorgen. Zurück zu Ponyexpress, Pferdekutschen und Kerzenlicht.