News 15.01.2014, 14:08 Uhr

Registrar Alliance kämpft um .ch

Konkurrenz für Switch: Die Registrar Alliance will ab 2015 die Registry für .ch-Adressen betreiben. Der Zusammenschluss mehrerer Hostingfirmen will sich deshalb beim Bakom für den Betrieb des .ch-Registrys bewerben.
Per Ende März 2015 läuft der Vertrag zwischen Switch und dem Bakom betreffend der Tätigkeiten als Registerbetreiberin für .ch aus. Während SWITCH bisher sowohl die Aufgabe eines Registry als auch diejenige eines Registrars wahrnimmt, beabsichtigt das BAKOM nach heutigem Wissensstand, die beiden Tätigkeiten aufzusplitten und nur noch die Registry und gegebenenfalls einen Fall-Back-Registrar zu regulieren. Die Registrar Alliance beabsichtigt deshalb nach eigenen Angaben, sich für den Betrieb des Registry für .ch zu bewerben.
Die Registrar Alliance wurde letzten Herbst als Genossenschaft gegründet. Ihre Mitglieder sind mehrere Schweizer Hoster und Provider wie Hostpoint, GoEast, Infomaniak Network, mhs internet, ITF, Metanet und Webland.
Laut Registrar Alliance steht zwar noch nicht fest, wie hoch das Bakom die Regulierungstiefe ansetzen wird. Die neue Verordnung für Domain-Namen, welche sowohl .ch wie auch .swiss regelt, soll jedoch in naher Zukunft zur Stellungnahme für interessierte Kreise veröffentlicht werden. Die Registrar Alliance setze sich für eine tiefe Regulierungshöhe ein, heisst es. Einzig die von nationaler Bedeutung massgeblichen Sicherheitsthemen seien durch den Gesetzgeber abzusichern, da es sich bei Domain-Namen um eine kritische Infrastruktur handle, meint die Registrar Alliance.


Kommentare

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coceira
16.01.2014
Darf ich mich Dir anschliesen ? ...... Bei eine Interessengemeinschaft wie diese Alliance könnten da doch andere Vorstellungen zum tragen kommen. Bisher hat die Switch das Ganze eigentlich ganz gut udn serh zuverlässig gemeistert und auch betrieben. Das DNS System stellt eine zentrale Infrastruktur dar und solche Infrastrukturen sehe ich nicht in der Privatwirtschaft. Eigentlich bin ich gegen jede art von monopol, doch keine regel ohne ausnahme. IMHO funktioniert mit der Stiftung SWITCH alles bestens und sollte so belassen werden. Die registry-dienstleistung aus einer hand bietet aus meiner erfahrung doch einige vorteile, wenn ich bei problemen von pontius zu pilatus und zurueck ins hyperventilieren komme *¹, weil wie ueblich wieder mal keiner was gemacht oder veraendert hat ist mir doch mit dem "monopolisten" der alles im griff *² hat einiges wohler. Und klar auch eine stiftung wie switch darf kostendeckend muss aber nicht gewinnorientiert arbeiten. *¹ gekommen bin :p *² Das heissst nun nicht, dass ich nie probleme bei/mit .ch hatte, doch der fast unbezahlbare vorteil des "single point of entry" (auch bei problemen) vereinfacht, beschleunigt und es ist beruhigend zu wissen, das die dort in der regel wissen was sie tun.(ohne jetzt jemanden der alliance angehoerenden beleidigen zu wollen)