News 11.10.2012, 08:32 Uhr

PC-Verkäufe: HP und Lenovo Kopf an Kopf

Die beiden Marktforschungsfirmen Gartner Group und IDC (International Data Corporation) haben die globalen PC-Verkaufszahlen für das dritte Quartal 2012 veröffentlicht. Sie kommen dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen betreffend den Marktführer.
Während Gartner in seiner Untersuchung den chinesischen PC-Bauer Lenovo aufs höchste Treppchen stellt, bleibt IDC dabei, dass Hewlett-Packard (HP) der grösste PC-Lieferant der Welt ist.
So rechnet Gartner vor, dass Lenovo im dritten Quartal 2012 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres seine globalen PC-Verkäufe um zehn Prozent steigern und 13,77 Millionen Rechner absetzen konnte. Damit erreichten die Chinesen einen Marktanteil von 15,7 Prozent und konnten auch die globale Marktführerschaft dem Konkurrenten HP entreissen. Denn der kalifornische IT-Riese musste laut Gartner ganz schön Federn lassen. Um 16,4 Prozent sanken die weltweiten PC-Verkaufszahlen und erreichten nur noch 13,55 Millionen Stück, was einem Marktanteil von 15,5 Prozent entspricht. Auf den dritten Rang mit einem Anteil von 10,5 Prozent kam Dell, deren Verkaufszahlen sanken ebenfalls, und zwar um 13,7 Prozent.
Zumindest was die Marktführerschaft anbelangt, kommt das Marktforschungsunternehmen IDC zu einem anderen Ergebnis. Deren Berechnungen zufolge kann sich HP an der Spitze behaupten. So soll HP im dritten Quartal 2012 13,95 Millionen PC verkauft haben, wenig mehr als Lenovo, die auf 13,82 Millionen Stück kommt.
Angesprochen auf die offensichtliche Diskrepanz zwischen den eigenen Zahlen und jenen von Gartner, meint IDC, dass die eigenen Werte «kompletter» seien, weil das Workstation-Segment mit eingerechnet werde.
Wie dem auch sei: Beide Marktforscher verzeichnen generell einen deutlichen Rückgang im PC-Geschäft. Laut Gartner schrumpfte der Markt um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichte ein Volumen von 87,5 Millionen Stück. Allerdings gibt es den Marktforschern zufolge auch einen Silberstreifen am Horizont. Die Ankunft von Windows 8 dürfte die Verkäufe wieder anziehen lassen, meint beispielsweise IDC-Analyst David Daoud.


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