Kooperation Deutschland 08.04.2022, 10:45 Uhr

Gigaset und Breko bringen WLAN-Router auf den Markt

Die Einkaufsgemeinschaft des Breko und Gigaset bringen im Mai mit dem ONE X8100 ein erstes gemeinsames Router-Modell auf den Markt. Das Ziel: auch in Zeiten von Chipmangel und Router-Engpässen eine Alternative zum bisherigen Angebot zu schaffen.
Jürgen Magull, Geschäftsführer der Breko Einkaufsgemeinschaft (li.), und Ralf Lueb, Senior Vice President Global Sales bei Gigaset, mit dem ONE X8100
(Quelle: Gigaset)
Die Einkaufsgemeinschaft des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko) bringt mit dem deutschen TK-Hersteller Gigaset ein erstes gemeinsames Router-Modell auf den Markt.
Der Gigaset ONE X8100 wurde in Zusammenarbeit mit Breko-Netzbetreibern entwickelt und soll ab Mai 2022 dem kompletten Markt zur Verfügung stehen. Ob, wann und zu welchem Preis der WLAN-Router in die Schweiz kommt, ist derzeit nicht bekannt.
Das in weiss gehaltene Gerät mit seinem zentralen, runden Button und den dimmbaren LED-Statusanzeigen verfügt unter anderem über eine integrierte DECT-Basisstation sowie Antennen für WLAN-Empfang mit bis zu 2'533 Mbit/s. Beamforming soll dabei die Antennen des ONE X8100 gezielt auf die mit dem WLAN verbundenen Geräte ausrichten, anstatt unkoordiniert in alle Richtungen zu senden. Für Sicherheit sorgen die Standards WPA, WPA2, WPA Mixed, WPA-PSK.
Ziel der gemeinsamen Produktoffensive ist es, auch in Zeiten von Chipmangel und Router-Engpässen eine Alternative zum bisherigen Angebot zu schaffen, wie es hiess. Vor diesem Hintergrund formierte sich bereits Mitte 2021 eine gemeinsame Taskforce aus Breko und Gigaset sowie Vertretern der angeschlossenen Carrier, um Massnahmen zur Sicherung des Glasfaserausbaus zu diskutieren und voranzutreiben.

Gigaset betritt neues Terrain

Für Gigaset bedeutet die Partnerschaft mit dem Breko den Einstieg in einen gänzlich neuen Markt. Die Router-Entwicklung habe beim Hersteller hohe Priorität und wurde eigenen Angaben zufolge eng vom langjährigen CEO und Vorstandsvorsitzenden Klaus Wessing begleitet.
Dazu Jürgen Magull, Geschäftsführer der Breko Einkaufsgemeinschaft: «Mit Gigaset als Partner können wir den im Verband organisierten Netzbetreibern einen White-Label-Router für ihre Ausbauprojekte bereitstellen. Das sorgt dafür, dass Endkunden möglichst schnell angebunden werden und ihren Glasfaseranschluss auch nutzen können.»
Und Ralf Lueb, Senior Vice President Global Sales bei Gigaset, ergänzt: «Für Kunden der im Breko-Verbund organisierten Provider bedeutet dies Wahlfreiheit. Mit dem starken Breko-Netzwerk können Kunden weiterhin auf lokale Partner setzen und erhalten zudem mit Gigaset eine Grösse im Bereich Telekommunikation mit klarem ‹Made in Germany›-Qualitätsversprechen und zukunftsorientierten Cloud-Services.»
Gemeinsam mit den Breko-Netzbetreibern will Gigaset noch weitere Router-Modelle entwickeln, auch ein reiner Glasfaser-Router gehört zu den Plänen der langfristig angelegten Partnerschaft.
Im ersten Schritt wird die Hardware nur über die Breko-Mitglieder vermarktet, es wird also zum Start keinen Vertrieb über den Online-Handel, Retailer und den freien Handel geben – so Gigaset auf Nachfrage unserer Kollegen von Telecom Handel. Perspektivisch könnte Gigaset in Zukunft aber mit anderen Modellen den freien Verkauf der Router starten und somit die Produktpalette im B2C-Bereich ausbauen. Dies hängt laut Hersteller aber vom Verlauf des Pilotprojektes mit dem Breko ab.

Stephan  von Voithenberg
Autor(in) Stephan von Voithenberg


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