G Data: Bundestrojaner ist gefährlich

G Data bezieht Stellung zum geplanten Einsatz staatlicher Spionagesoftware.

von David Lee 25.07.2007

In Deutschland fordert Bundesminister Wolfgang Schäuble, dass der staatlichen Terror- und Verbrechensbekämpfung auch heimliche Online-Durchsuchungen ermöglicht werden. Dazu müsste das Grundgesetz geändert werden.

Seit Monaten wird das Vorhaben heiss diskutiert. Zur grundsätzlichen Befürchtung, es handle sich um einen Schritt in Richtung Schnüffelstaat, kommen auch Fragen zur technischen Umsetzung auf. Die Ausspionierung müsste mit einem «Bundestrojaner» durchgeführt werden. Dieser könnte aber von Antiviren-Programmen erkannt werden.

Heute nahm der Dirk Hochstrate vom Antivirenhersteller G Data zum Thema Stellung: Der Erfolg staatlicher Spionagesoftware sei nur dann gewährleistet, wenn Security-Hersteller diese von der Erkennung ausschliessen würden. Die fatale Folge wären Sicherheitslücken, die auch Kriminelle zur Einschleusung von Schadcode ausnutzen könnten. Solange der leiseste Verdacht bestünde, dass künstliche Sicherheitslücken für Bundestrojaner ebenso gut von Internetverbrechern und Cyberterroristen genutzt werden könnten, dürfe man nicht zwischen guten und bösen Spionagetools unterscheiden.

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