News 18.01.2016, 09:19 Uhr

Android-Malware bestraft Porno-Schauer

Die Trojaner-Familie SlemBunk hat es auf die Zugangsdaten von Banking-Apps auf Smartphones und Tablets abgesehen.
Wieder einmal versucht eine Malware, an die Banking-Daten von mobilen Nutzern zu gelangen und wieder einmal sind die betroffenen Nutzer nicht ganz unschuldig an der Misere: Die Trojaner-Familie SlemBunk treibt derzeit in Europa, Nordamerika sowie in der Region Asien/Pazifik ihr Unwesen. Wie die Sicherheitsfirma FireEye berichtet, sollen über 170 Varianten der Android-Malware im Umlauf sein, die es allesamt auf die Zugangsdaten von Banking-Apps abgesehen haben.
Schmuddel-Filmchen aus dritter Hand verbergen zum Teil Malware
Herkömmliche Nutzer dürften von SlemBunk allerdings kaum gefährdet sein, da sich die Malware vorwiegend über Schmuddel-Webseiten verbreitet und zudem auf ein äusserst fahrlässiges Nutzerverhalten angewiesen ist. So erhalten Android-Nutzer auf den bösartigen Webseiten eine Download-Aufforderung, die sich als Flash-Update tarnt. Ist diese APK-Datei erst einmal installiert, lädt sie weiteren Schadcode herunter, der dann zum Abgreifen der Zugangsdaten dient.
Dabei ist zu beachten, dass der Nutzer zur Installation der Malware in den Geräteeinstellungen die Verwendung von Apps aus unbekannter Herkunft erlauben muss. In Googles Play Store ist die Schadsoftware dagegen nicht im Umlauf.
Wer seine Android-Apps aus offiziellen Quellen bezieht und keine Inhalte von dubiosen Webseiten herunterlädt und sogar installiert, hat demnach nichts zu befürchten.



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