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MasterCard prüft Zahlung per Gesichtserkennung

MasterCard plant, dieses Jahr für die Verifizierung von Transaktionen auch Fingerabdruck- und Gesichtsscan zuzulassen.

von Fabian Vogt ,Florian Bodoky 02.07.2015

MasterCard plant gemäss «CNN Money», auf Biometrie zu setzen. Ab Herbst soll es Kunden möglich sein, ihre Identität per Gesichtsscan oder wahlweise per Fingerabdruck zu bestätigen. Bisher setzt die Firma beim Verifizieren auf «SecureCode», eine Passworteingabe. 

Via App sollen nun neue Möglichkeiten dazukommen. Beim Fingerabdruck wird ein Smartphone mit entsprechendem Scanner benötigt. Bei dieser Methode sollen alle biometrischen Informationen lokal auf dem Smartphone gespeichert werden, während das gescannte Gesicht an die MasterCard-Server übertragen werden soll. MasterCard arbeitet dafür laut eigener Aussage mit allen grösseren Smartphone-Herstellern zusammen, auch mit BlackBerry.

500 Mastercard-Kunden werden während einem noch nicht definierten Zeitraum nach Online-Käufen dazu aufgefordert, ein Selfie zu machen, einen Stimmtest zu absolvieren oder sich mittels Fingerabdruck-Scanner zu identifizieren. Erst danach kann der Kauf erfolgreich abgeschlossen werden. Diese Identifizierungsverfahren sollen per Smartphone erfolgen.

Das Selfie darf aber nicht lediglich ein Foto sein, da dies sehr einfach reproduziert werden könnte. Vielmehr werden die Kunden ad-hoc zu einer gewissen mimischen Aktion aufgefordert, z.B. ein Zwinkern. Eine Identifizierung ist auch dann möglich, ein Betrugsversuch wird aber erheblich schwieriger.

Datenschutz gewährleistet

Das Unternehmen betont, dass der Datenschutz gewährleistet bleibe. Weder Selfies noch Fingerabdrücke werden an das Unternehmen gesendet. Wird ein solcher als korrekt identifiziert, wird vor dem Versand ein Sicherheitstoken generiert.

Weiter sind allfällige Identifizierungstests mittels Herzschlag geplant. Mastercard hat sich Anteile an einem entsprechenden Unternehmen gesichert, welches an solchen Verfahren arbeitet. So soll es möglich sein, per Armband den Puls des Besitzers zu messen und ihn so zu identifizieren. Allerdings ist dort noch ein konkretes Test-Projekt bekannt.


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