News 23.05.2013, 10:06 Uhr

Twitter sorgt für mehr Sicherheit

Der Kurzmitteilungsdienst Twitter führt nach einer Welle von Hackerangriffen auf Profile einflussreicher Medien zusätzliche Sicherheitsmassnahmen ein. Derweil meldet sich Kim Dotcom mit einer Urheberrechtsverletzung zu Wort.
Twitter präsentiert die Zwei-Faktor-Authentifizierung
Nutzer bekommen die Möglichkeit einer Anmeldung in zwei Stufen («Two-factor Authentication»), wie Twitter am Mittwoch ankündigte. Ähnlich wie etwa beim Onlinebanking muss bei der Login-Verifizierung zusätzlich zum Passwort ein Code eingegeben werden, der bei jedem Anmelden neu per SMS verschickt wird. Experten hatten schon länger eine solche zusätzliche Sicherheitsebene vorgeschlagen.
In den vergangenen Wochen waren unter anderem die BBC, die Nachrichtenagentur AP und die «Financial Times» Opfer von Hackerangriffen geworden. Über Phishingmails wurden Passwörter ausspioniert und Twitter-Accounts gekapert. Zu den Attacken bekannte sich eine «Syrian Electronic Army», die westlichen Medien vorwirft, falsch über den Bürgerkrieg in Syrien zu informieren.
Der AP-Angriff war besonders schwerwiegend, weil die Hacker über das offizielle Twitter-Profil der Nachrichtenagentur Falschinformationen über Explosionen im Weissen Haus und eine Verletzung von Präsident Barack Obama verbreitet hatten. Der US-Aktienmarkt war daraufhin für kurze Zeit eingeknickt.
Kim Dotcom hält Patent für Authentifizierung
Kurz nach der Twitter-Ankündigung meldete sich der umstrittene Internetunternehmer Kim Dotcom zu Wort. Er behauptet einem Bericht des US-Technikblogs The Verge zufolge, dass Twitter (und auch andere Firmen wie Google, Facebook oder Citibank, die gleichfalls eine mehrstufige Anmeldung anbieten) gegen eines seiner Patente verstossen.
Kim Dotcom erwägt rechtliche Schritte
Das Patent mit der US-Nummer 6078908 A hatte sich Dotcom noch unter seinem Geburtsnamen Kim Schmitz mit Rückwirkung bis ins Jahr 1997 erteilen lassen. Bislang habe er noch niemanden verklagt, der gegen seine Rechte verstosse, schrieb Kim Dotcom bei Twitter. Nachdem, was ihm die USA zuletzt angetan hätten (Stichwort Megaupload), könnte er sich das aber auch anders überlegen, drohte er vage.


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