News 19.11.2010, 13:50 Uhr

Facebook: Du kommst hier nicht mehr rein

Facebook hat unabsichtlich vor allem weibliche Mitglieder gesperrt. Ein Fehler der Software, die fingierte Konten entdecken soll, war schuld.
Durch einen Fehler in einer Facebook-Software, die fingierte Nutzerkonten aussortieren soll, sind diese Woche etliche Nutzer(innnen) des sozialen Netzwerks ausgesperrt worden. Der Fehler ist zwar innerhalb weniger Stunden behoben worden, doch die Folgen dauern weitaus länger an.
Nach Angaben eines Facebook-Sprechers ist nicht klar, wie viele User-Konten betroffen sind, es sei jedoch jedenfalls nur ein ganz kleiner Prozentsatz. Allerdings entspricht jedes einzelne Prozent immerhin 5 Millionen Nutzern, da Facebook mit 500 Millionen Mitgliedern derzeit das weltweit grösste Social Network ist. Wenn das System zum Aufspüren fingierter Nutzerkonten ein verdächtiges Konto finde, werde der Nutzer unter Umständen aufgefordert, sich zu identifizieren, so Facebook-Sprecher Simon Axten weiter.
Die Betroffenen seien in diesem Fall jedoch fälschlich angeschrieben worden, um einen Identitätsnachweis zu liefern. Facebook werde die versehentlich gesperrten Konten wieder reaktivieren und die betroffenen Anwender(innen) informieren.
Graham Cluley vom britischen Antivirenhersteller Sophos schreibt im Blog des Unternehmens, frustrierte Facebook-Nutzer(innen) hätten via Twitter ihrem Ärger darüber Luft gemacht, dass sie sich nicht anmelden konnten. Cluley will beobachtet haben, dass offenbar praktisch nur Frauen betroffen waren. Die wenigen Männer, die per Twitter von diesem Problem berichteten, hätten dies im Namen ihrer Freundinnen getan.
Bleibt zu hoffen, dass die Betroffenen rechtzeitig von der Auflösung des Rätsels um ihre angeblich falsche Identität erfahren. Andernfalls könnten sie sich genötigt sehen, ihren Ausweis einzuscannen und an Facebook zu senden.


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