News 21.06.2012, 09:07 Uhr

Facebook-Zugang nur noch mit ID?

Eine Schweizer CVP-Politikerin hat einen Vorstoss eingereicht, wonach sich Facebook-Nutzer mit einer elektronischen Identitätskarte ausweisen sollen. Damit will sie den Zugang für Kinder einschränken.
Eigentlich dürfen sich erst Kinder ab 13 Jahren auf Facebook tummeln. Eine Richtlinie, die wohl kaum ein Kind einhält. Schliesslich ist es ein Leichtes, einfach ein falsches Geburtsdatum anzugeben. Die Schweizer CVP-Nationalrätin Viola Amherd findet dies problematisch, wie 20 Minuten Online schreibt. Sie will «Kinder vor den schädlichen Auswirkungen der Plattform schützen». Deshalb hat Amherd einen Vorstoss eingereicht: Facebook-Nutzer sollen sich zukünftig in der Schweiz mit einer elektronischen Identitätskarte ausweisen müssen.
Technisch soll dies mithilfe eines Lesegeräts realisiert werden, ähnlich wie beim elektronischen Ausweis SuisseID. Um sich bei Facebook anzumelden, müssten Nutzer dann nach der Vorstellung von Amherd die ID in das Lesegerät stecken und als zusätzliche Sicherheit einen persönlichen PIN eingeben. Auf diese Weise könne das effektive Alter des Nutzers verlässlich verifiziert werden.
Es ist allerdings nicht anzunehmen, dass Amherds Vorstoss auf politischer Ebene gute Chancen hat. Und bei Facebook selbst sowieso nicht. Ausserdem könnte sich die Diskussion um unter 13-jährige Facebook-Nutzer ohnehin bald erübrigen: Das soziale Netzwerk plant angeblich, das Alterslimit abzuschaffen und seine Tore damit auch für Kinder zu öffnen.



Kommentare

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Fischli1983
21.06.2012
SVP wieder weit daneben Also ID für Facebook, das hört sich eher an, die Kassen sind leer wir brauchen Geld, also wo könnte man was holen. Zudem ist das ganze völlig daneben, denn z.B. letzten war im Blick am Abend, was auch schon kleine Kinder im Zug bei anderen sehen usw., auf der Titel Seite, Nackt Fotos von der Basler Art, das ist dan schon ein wenig deftig für so 2, 3 Jährige Kinder. Dagegen sagt man nichts. Die Kinder sind in der heutigen Zeit sehr viel früher aufgeklärt über alles, zudem was bringen Verbote? Verbotenes macht viel mehr Spass aus Kinder-Sicht. Die lieben Kleinen kennen andere welche grössere Geschwister haben und schubs via daren Account das angebliche Problem ist wieder da, dazu gibt es noch Tanten, Onkel, Cousine, Cousin usw., also völliger Quatsch mit der Facebook ID. Man erreicht doch viel mehr wenn man es den Kinder einfach erklärt, die verstehen schon viel, wenn man es mit einfachen Worten macht. Kinder sollten sich ausprobieren, austesten sollen, die merken dan selber das will ich nicht. Man soll sie zur Selbständigkeit erziehen, nicht mit verboten verärgern. Mit reden bekommt man viel hin, einfach auf eine Art erklären wie man es den lieben Kleinen beibringen kann, somit die Eltern und Lehrer in die Pflicht nehmen, dass sie auch dafür da sind, da auch immer vermehrt in Schulen an Computern gearbeitet wird, einer aus Klassen drüber könnte sich auch angemeldet lassen, seine Daten liegen lassen. Also liebe SVP Politikerin wie wäre es wenn Sie den Kinder vertrauen, auf die Erziehung, auf die Eltern und Lehrer.

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Gaby Salvisberg
21.06.2012
Also liebe SVP Politikerin wie wäre es wenn Sie den Kinder vertrauen, auf die Erziehung, auf die Eltern und Lehrer. Da hast Du Dich offenbar verlesen. Es handelt sich um eine Walliser CVP-Politikerin. Herzliche Grüsse Gaby

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schmidicom
21.06.2012
Auf so eine Schnapsidee kann ja nur einer/eine von der CVP kommen. ;) Die Politiker sollten sich lieber mal um die Geschäftspraktiken einiger Monopolisten wie der Cablecom kümmern anstatt auf Firmen jagt zu machen die ausser Reichweite liegen.

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Emmure
21.06.2012
Ich hab echt selten so eine sinnlose und bescheuerte Idee gelesen. Vor allem muss man die Jugend bei den ganzen Pornsites genau vor Facebook schützen. -.-