News 26.07.2013, 12:35 Uhr

Zyngas Schiff sinkt weiter

Der Facebook-Game-Entwickler Zynga steckt tief in der Krise. Rund ein Viertel der aktiven Nutzerbasis hat Zynga im letzten Quartal verlassen.
Der neue Zynga-CEO Don Mattrick soll das sinkende Schiff wieder auf Kurs bringen - bisher mit mässigem Erfolg
Als wäre der Nettoverlust von 15,8 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal nicht genug: Zynga laufen die Spieler in Scharen davon. Die Entwickler von Facebook-Games wie FarmVille oder ZyngaPoker vermelden einen Rückgang der aktiven Nutzerbasis um 25 Prozent auf rund 39 Millionen. Entsprechend reagiert auch die Börse. Die Zynga-Aktie verlor in wenigen Stunden nach Bekanntgabe der Quartalszahlen fast 15 Prozent.
Zynga hat es schon seit geraumer Zeit nicht leicht. Der einstig unbestrittene Leader der Facebook-Game-Entwickler steht seit über einem Jahr im stetig steigenden Wasser. Im Sommer 2012 verloren die Farmville-Entwickler gleich mehrere Top-Manager. Im Oktober stellte sich der Kauf von Draw-Something-Entwickler OMGPOP als Flop heraus und Zynga verlor stetig Spieler. Im Frühling dieses Jahres mussten über 500 Mitarbeiter entlassen werden. Erst vor kurzem wurde OMGPOP komplett geschlossen und CEO Mark Pincus durch den ehemaligen Microsoft Xbox-Chef Don Mattrick ersetzt. Mattrick, zuletzt durch die negative PR rund um die Xbox One in der Presse, soll nun das sinkende Schiff Zynga retten.
Eine Massnahme zur Rettung des Studios ist die Aufgabe der Echtgeldspiele in den USA. In einer Mitteilung an die Aktionäre schreibt Zynga: «Wir glauben, dass die grösste Chance für uns der Fokus auf Free-to-play-Games mit sozialen Aspekten ist.» Die Pläne für Echtgeldspiele im Vereinigten Königreich bleiben bestehen, für die USA werde aber keine Lizenz mehr besorgt.


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