News 04.01.2016, 09:19 Uhr

Oculus Rift: Warum nur so wenige PCs genug Leistung haben werden

Nur rund 1 Prozent aller PCs weltweit werden Virtual-Reality-fähig sein, sagt Nvidia. Im Vergleich zu Standard-PC-Game-Anforderungen müssen Grafikprozessoren siebenmal schneller sein.
Wer sich jetzt schon auf die erste Generation an Cyber-Brillen wie Oculus Rift und HTC Vive freut, muss leistungsmässig gut gesattelt sein. Zum Marktstart der Rift böten demnach weltweit nur 1 Prozent aller PCs die erforderliche Leistung, wie Jason Paul, Nvidias Manager, in einem Interview mit «Venture Beat» darlegte. Das wären gerade einmal 13 Millionen Geräte. Die Zahlen basieren auf Schätzungen des Marktforschungsinstituts Gartner. Ganz überraschend kommt diese Nachricht nicht. Auch HTC bestätigte uns in Zürich beim Anprobieren der HTC Vive, dass die ersten Core-Gamer, die sich das zum Start leisten möchten, über ein gutes Hardware-Equipment verfügen müssen. Mit der Gameworks VR-Software von Nvidia könnte die Zahl von 13 Millionen indes auf 25 Millionen Geräte verdoppelt werden, glaubt der Grafikkartenhersteller, der derzeit mit über 600 Software-Entwicklern und Start-ups in VR-Projekte involviert ist.
Konkret wird man nach derzeitigem Stand für die Oculus Rift mindestens eine solide Grafikkarte wie die Nvidia GeForce GTX 970 oder eine AMD Radeon 290 benötigen. Allerdings ist das nur die Mindestempfehlung von Oculus VR. Das heisst, PCs müssen wirklich sehr auf dem aktuellen Stand sein. Gegenüber Standard-PC-Game-Anforderungen wird die Mindestanforderung für die VR-Spielwiese laut Nvidia siebenmal höher ausfallen.
Prozessorseitig braucht es mindestens einen Intel Core i5-4590 mit 8 GB RAM. Man bedenke aber, dass zum finalen Release für den flüssigen und komfortablen Spielverlauf wahrscheinlich eine noch aktuellere Grafikkarte vonnöten ist. Ohne einen neuen HDMI-Standard dürfte das Betreten der virtuellen Realität zudem mit Stolperfallen verbunden sein, weil der aktuelle Standard noch nicht in der Lage ist, die hohe Auflösung drahtlos auf zwei VR-Displays zu übertragen. Zumindest beabsichtigt HTC in dieser Hinsicht, das finale Produkt kabelloser zu machen, wie der Konkurrent uns vor Ort zusicherte.
Gemäss Bloomberg werden an der CES in Las Vegas, die in den nächsten Tagen stattfindet, mehr als 40 Ausstellungen mit Virtual-Reality-Produkten vertreten sein.

Autor(in) Simon Gröflin


Kommentare

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HanFred
05.01.2016
HDMI 3.1? Von einem angeblichen HDMI 3.1 habe ich ja noch überhaupt nie etwas gehört. Vermutlich meinten sie USB 3.1? ;)

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Simon Gröflin
05.01.2016
Von einem angeblichen HDMI 3.1 habe ich ja noch überhaupt nie etwas gehört. Vermutlich meinten sie USB 3.1? ;) Besten Dank. Klar. Hätte ich besser zweimal geprüft. Die Source hat was verwechselt. HTC beispielsweise hat mir mal gesagt, sie warten einfach auf «einen nächsten HDMI-Standard», der drahtlos eine 4K-Auflösung übertragen kann. «HDMI 3.1» ist zumindest per se noch nicht spezifiziert;)