Billag-Nachfolger Serafe macht Adress-Puff!

Gleich zum Start ein Durcheinander: Serafe verschickt fehlerhafte Rechnungen – und Empfänger müssen selber aktiv werden.

von Florian Bodoky 15.01.2019

Seit dem 1. Januar ist neu die Serafe AG statt die Billag für die Konzessionsgebühren zuständig – und gleich beim ersten Versand von Rechnungen kommt es zu Pannen. Wie Blick berichtet, sind in der Stadt Zürich diverse Rechnungen falsch versendet worden. 

Dazu muss man vorgängig wissen: Auf der Rechnung werden sämtliche volljährigen Personen aufgelistet, die unter den entsprechenden Adressen und Haushalten gemeldet sind. Sie haften solidarisch für die Rechnung. Dort ist die erste Fehlerquelle zu verorten: Wie ein Leser dem Blick gemeldet hat, sei auf seiner Rechnung der Name einer jungen Frau gelistet, die in einer eigenen Wohnung wohnt, zwei Stockwerke über ihm. Wie der Tages-Anzeiger meldet, gibt Serafe die Schuld den Gemeinden, respektive den Einwohnerdiensten, welche die Adressdaten an das Unternehmen weiterleitet – dort entstünde das Problem. 

Ein weiterer Fehler entstehe ebenfalls bei der Datenlieferung: Diese werden nicht laufend an Serafe geliefert, sondern gestaffelt. Wenn jemand ausgerechnet zwischen Datenlieferung und Rechnungstellung umgezogen sei, kann es sein, dass die Rechnung an der alten Adresse landet. 

Ein drittes Problem entstand, weil Serafe auf den ausgestellten Rechnungen die jeweiligen Meldeämter als Beschwerdestelle angegeben hat. Diese können aber nicht immer helfen: Gerade im gemeldeten Fall des Blick-Lesers müsse er sich an den Rechnungsteller wenden – also Serafe. Gegenüber Tages-Anzeiger bestätigt Serafe das Problem und schätzt die Anzahl der Problemfälle auf «mehrere Hundert» ein.

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