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PayPal: der Bezahldienst von A bis Z

PayPal ist neben der Kreditkarte eines der wichtigsten Zahlungsmittel im Internet. Grund genug, den Dienst ein wenig genauer zu betrachten.

von Klaus Zellweger 12.07.2019

Der Bezahldienst PayPal wird heute grossflächig im Internet akzeptiert. An vielen Orten, an denen Sie mit Kreditkarte bezahlen können, wird auch die Bezahlung über PayPal angeboten, zu erkennen am eingängigen Logo, Bild 1. Manchmal bieten kleinere Verkäufer sogar nur PayPal an, weil der administrative Aufwand relativ bescheiden ist. Bild 1: Es ist fast unmöglich, im Internet einzukaufen, ohne dabei dem PayPal-Logo über den Weg zu laufen Bild 1: Es ist fast unmöglich, im Internet einzukaufen, ohne dabei dem PayPal-Logo über den Weg zu laufen Zoom Das zeugt einerseits vom Vertrauen der Händler in PayPal – es führt auch die immense Bedeutung des Dienstes vor Augen.

Dabei ist PayPal kein Neuling in der Finanzbranche. Der Dienst entstand im Jahr 2000 durch den Zusammenschluss der Firmen Confinity und X.com; Letztere gehört dem Tesla-Gründer Elon Musk. Danach war PayPal von 2002 bis zu seiner Unabhängigkeit im Jahr 2015 ein fester Bestandteil der Handelsplattform eBay. Noch heute akzeptieren viele eBay-Händler nur PayPal als Zahlungsmittel.

Doch vor allem ist PayPal seit dem 2. Juli 2007 im Besitz einer luxemburgischen Banklizenz. Deshalb entspricht die Mitgliedschaft bei PayPal eigentlich einem virtuellen Bankkonto. Dieses trägt keine kryptische Nummer, stattdessen wird es mit Ihrer E-Mail-Adresse verknüpft. So getan, können Sie Geld einzahlen, ausgeben, überweisen oder von anderen Personen entgegennehmen. Zu den grössten Vorteilen gehört dabei die Geschwindigkeit des Dienstes, weil alle Transaktionen innerhalb von PayPal innert weniger Sekunden durchgeführt werden – und das sind natürlich beste Voraussetzungen für Onlineshops jeder Grössenordnung.

Die Kosten

Die Kosten für die Verwendung von PayPal sind sehr moderat – solange Sie kein Händler sind. Wenn Sie mit PayPal lediglich bezahlen möchten, sind das Konto und die meisten Transaktionen kostenlos. Wenn Sie hingegen Zahlungen empfangen, zwackt der Dienst seinen Teil ab, genauer: 3,4 Prozent des Betrags plus 55 Rappen. Bei höheren Umsätzen ab 4000 Franken sinken die Gebühren auf 2,9 Prozent und werden weiter gestaffelt. Bei einem Umsatz von über 160'000 Franken pro Jahr werden noch 1,9 Prozent fällig. Um von den Rabatten zu profitieren, muss jedoch bei PayPal ein Händlerstatus beantragt werden. Was in jedem Fall bleibt, sind die 55 Rappen pro Transaktion.

Überweisungen innerhalb der Schweiz mit PayPal-Guthaben sind kostenlos. Es wird jedoch eine Umrechnungsgebühr erhoben, wenn in einer anderen Währung bezahlt wird. Ausserdem werden weitere 3,4 Prozent fällig, wenn Sie über PayPal Geld ins Ausland schicken und dabei Ihre Kreditkarte belasten.

Der Kreislauf des Geldes

PayPal ist also ein Bankkonto. Deshalb unterscheiden sich die Dienstleistungen fundamental von einer Kreditkarte, die nur Zahlungen abwickelt und Ende Monat die Rechnung präsentiert. Bei PayPal haben Sie die Möglichkeit, als Verbraucher oder als Händler ein Guthaben zu äufnen. Tatsächlich verbleibt das Geld am einfachsten im PayPal-Kreislauf und wird bei Bedarf für Onlineeinkäufe eingesetzt – schliesslich kann man ein solches Polster immer gut brauchen. Dessen ungeachtet können Sie dieses Guthaben jederzeit auf ein Bankkonto Ihrer Wahl transferieren.

Die Kreditkarte im Rücken

Für Verbraucher ist jedoch noch eine weitere Form der Bezahlung besonders attraktiv, indem eine oder mehrere Kreditkarten bei PayPal hinterlegt werden, sodass kein Guthaben auf dem Konto nötig ist, Bild 2. Beim Einkauf bezahlen Sie vordergründig zwar mit PayPal, doch tatsächlich wird im Hintergrund die Kreditkarte belastet. Wenn diese nicht genügend Deckung aufweist, ist die nächste Karte an der Reihe und so weiter. In jedem Fall wird zuerst das Guthaben verbraucht, das sich auf dem Konto angesammelt hat – erst wenn das nicht reicht, wird die allfällige Differenz der Karte belastet. Doch ganz egal, welche Mischung angewendet wird: Ihnen entstehen dabei keine Kosten, denn diese werden vollständig auf den Händler abgewälzt.

Bild 2: Das PayPal-Konto dient auch dazu, die Angaben zur Kreditkarte zu maskieren Bild 2: Das PayPal-Konto dient auch dazu, die Angaben zur Kreditkarte zu maskieren Zoom© PCtipp

Bei dieser Form der Kreditkartenzahlung schiebt sich also PayPal zwischen Sie und den Händler – und das ist eine gute Sache, wenn Sie Ihre Kreditkartendaten so gut wie möglich unter Verschluss halten möchten. Denn der Empfänger der Zahlung sieht nur, dass die Zeche via PayPal beglichen wurde – aber er weiss nichts über ein eventuelles Guthaben oder welche Karte verwendet wurde. Hingegen gibt PayPal Ihre persönlichen Angaben wie Name oder Adresse an den Händler weiter, sodass es in vielen Onlineshops nicht nötig ist, bei der Bezahlung mit PayPal diese Felder zusätzlich auszufüllen.

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    Kommentare

    • markus58 12.07.2019, 15.30 Uhr

      Mein Rat: - Als gewöhnlicher Nutzer sollte man nur soviel Geld auf dem PayPal-Konto halten, dass man einen allfälligen Verlust ohne weiteres verschmerzen kann. - Soll einmal eine grössere Anschaffung per PayPal bezahlt werden, den entsprechenden Betrag auf das PayPal-Konto einzahlen und dann so schnell als möglich an den Verkäufer überweisen.

    • Amazonas 12.07.2019, 16.06 Uhr

      Guter Artikel. Die 2-stufige Verifizierung funktioniert auch in der Schweiz. Entweder können Sie den Code per SMS erhalten oder eine Authentifizierungs-App verwenden. Man kann mehrere Authentifizierungsmethoden hinterlegen. Z.B. wenn das SMS nicht zugestellt wird (Ausland, kein Mobile-Netz) kann man sich mit der Authentifizierungs-App (WIFI) verifizieren. Schade: Im Bericht wurden die ausgiebigen Möglichkeiten der Rechnungs-Erstellung und Verwaltung nicht aufgezeigt. Diese sind vor allem für Mi[...]

    • Opinion 13.07.2019, 10.49 Uhr

      Hallo Zusammen Ich nerve mich immer, wenn PayPal automatische Zahlungen an bestehende Lieferanten vornimmt (z.B. Evernote) ohne mich vorher zu fragen. Weiss jemand von euch, wie ich diesen Automatismus stoppen kann und wo? Freundlich grüsst Opinion

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