News 24.07.2015, 08:27 Uhr

Bluescreens als neue Betrugsmasche

Gerissene Betrüger versuchen mit gefälschten Bluescreens an Geld zu kommen - mit Erfolg.
Viele Windows-Nutzer haben das schon mal erlebt: Man surft, spielt oder schreibt einen Text - zack, der altbekannte Bluescreen erscheint.

Dies ist äusserst ärgerlich, weil das bezüglich dem «Gesundheitszustand» Ihres Rechners nichts Gutes verheisst. Aber Vorsicht: Vielleicht ist es auch nur ein Betrugsversuch. Das ist die neuste Masche: Man fängt sich Malware ein, die IP-Adressen, Betriebssystem-Infos und Standort erschnüffelt. Sind diese Infos gesichert, erscheint der fast perfekt nachgebaute Bluescreen von Windows, Tastatur und Maus werden blockiert. Selbst erfahrene Nutzer könnten auf die Idee kommen, dass es sich hierbei um eine Fehlermeldung handelt. 

Landesspezifische Support-Nummern

Ganz unten ist eine Support-Line angegeben, welche man in einem solchen Fall anrufen soll. Besonders Perfid: Weil die Malware den Standort des PCs kennt, werden Landesspezifische Telefonnummern simuliert, sodass der Eindruck entsteht, dass man bspw. in Zürich anrufe. 
Tatsächlich wird man aber nach Indien verbunden (zu einem horrenden Preis versteht sich), wo den ahnungslosen Nutzern völlig überteuerte Wartungsverträge aufgeschwatzt und die Kreditkarten-Details entlockt werden.
PCtipp gibt folgende Tipps:
- Wenn Sie in einem Unternehmen anrufen wollen, erkundigen Sie sich auf der Website des Unternehmens nach einer Telefonnummer. Nirgends sonst. 
- Microsoft oder andere Unternehmen rufen niemals ungefragt bei Nutzern zu Hause an. Dabei handelt es sich immer um Betrugsversuche.
- Geben Sie keine Kreditkarten-Details am Telefon bekannt.
- Wenn Sie Windows 8 oder neuer besitzen, KANN diese Fehlermeldung nur eine Fälschung sein, denn der Bluescreen wurde ab Windows 8 anders designed. 


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