Apple-Ecke 07.01.2026, 09:00 Uhr

Schnelle Tipps zu den AirPods Pro 3

Mit den richtigen Einstellungen kann man aus den AirPods Pro 3 noch viel mehr herauskitzeln. PCtipp zeigt, wie es geht.
(Quelle: Apple)
Bei Apples Ankündigungen stehen meistens das iPhone, das iPad oder die Macs im Rampenlicht, aber nie im gleichen Ausmass die AirPods Pro. Dabei bieten sie auf engstem Raum viele Hilfestellungen für den Alltag, die weit über den Musikgenuss hinausgehen.

Die richtige Einstellung

Weil die Möglichkeiten so umfassend sind, empfiehlt sich zuerst ein Blick auf die zahlreichen Einstellungen. Allerdings gibt es dafür keine App. Stattdessen tauchen sie auf der vordersten Seite der iPhone-Einstellungen auf – aber auch nur, wenn sie getragen werden, Bild 1.
Bild 1: Die Einstellungen zu den AirPods Pro werden sichtbar, sobald sie getragen werden
Quelle: PCtipp.ch
Den schnellsten Zugriff erhalten Sie jedoch über das Kontrollzentrum, Bild 2. Hier finden Sie die schnellen Einstellungen für die Lautstärke und – falls eingerichtet – die Hörhilfen. Letztere sind wiederum in verschiedene Kategorien unterteilt. Die wichtigsten Anpassungen werden mit einem Tippen auf Hörunterstützung sichtbar.

AirPods Pro als Hörgerät

Seit einigen Monaten sind die AirPods Pro der zweiten und dritten Generation zertifizierte Hörhilfen. Sie können also als Ersatz für ein konventionelles Hörgerät dienen – und das zu einem Bruchteil des Preises. Zielgruppe sind Personen, denen
Bild 2: Die Einstellungen lassen sich am schnellsten im Kontrollzentrum justieren
Quelle: PCtipp.ch
ein «leichter bis moderater» Hörverlust diagnostiziert wird, zum Beispiel durch den integrierten Test im iPhone: Um ihn zu durchlaufen, öffnen Sie die Einstellungen der AirPods Pro und tippen auf die Schaltfläche Hörtest machen.
Als direkt Betroffener bin ich von dieser Funktion restlos überzeugt. Nach der Einrichtung fühlte es sich fast so an, als könnte ich den Herzschlag der anderen Personen am Tisch hören. Durch die Funktion Konversationsverstärkung werden nicht nur Gespräche, sondern auch die Dialoge am TV wesentlich verständlicher, ohne dass die Lautstärke beim Gegenüber oder am TV sinnlos in die Höhe geschraubt wird.
Wir haben der Hörgerät-Funktion einen eigenen, detaillierten Beitrag im PCtipp 2/25 ab S. 40 gewidmet. Abonnenten erreichen den Beitrag ausserdem als PDF direkt unter go.pctipp.ch/3473.

Ruhe da draussen!

Das Gegenteil der Hörhilfe ist die aktive Geräuschunterdrückung, kurz ANC für die englische Active Noise Cancellation. Lärmige Orte, das hektische Büro, Reisen im ÖV und erst recht im Flugzeug: Ohne AirPods Pro werden solche Umgebungen ohne AirPods Pro zur Tortur.
Und hier fahren die AirPods Pro 3 zu Höchstleistungen auf: Gemäss Apple wurde die Dämpfung bei jeder neuen Generation verdoppelt. Das ist schwer nachzuprüfen. Tatsache ist, dass sich die Welt durch die AirPods Pro 3 fast schon surreal anfühlt, weil kaum ein Ton mehr durchdringt. Und der Lärm am Flughafen hört sich damit an, als wäre die Welt auf «Lautstärke 5» heruntergeregelt worden.
Dabei verfügen die AirPods Pro 3 über einen designtechnischen Vorteil. Zwar werden die Gehörgänge wie schon zuvor über verschiedene Silikonaufsätze abgedichtet. Doch in der neusten Version ist der Schaft der Aufsätze zusätzlich mit einem Schaumstoff gefüllt: Die AirPods Pro 3 imitieren also auch die Wirkung von Ohrstöpseln.

Schnell umgeschaltet

Um schnell zwischen der ANC und der Hörhilfe umzuschalten, wird einer der Stiele etwas länger gedrückt. Welcher Stiel dabei zwischen welchen Hörmodi umschaltet, lässt sich in den Einstellungen unter AirPod gedrückt halten definieren.

Die neue Herzfrequenz-Messung

Mit der dritten Generation werden die AirPods Pro in die Lage versetzt, die Herzfrequenz zu messen – und das erstaunlich genau, wie verschiedene unabhängige Tests ergeben haben. Dabei messen zwei Infrarotsensoren den Blutfluss im Ohr. Auf der Basis von 250 Messungen pro Sekunde wird die aktuelle Herzfrequenz ermittelt.
Diese Messung funktioniert jedoch nur, wenn ein Fitness-Programm läuft: Man kann sich beim Rennen oder Fechten verausgaben oder durch das Trainingsprogramm Gehen outdoor einfach den nächsten Spaziergang aufzeichnen. Um eine Aktivität einzurichten, öffnen Sie am iPhone die App Fitness und tippen Sie ganz unten auf den Bereich Training. Dort werden auch die Messwerte angezeigt.

AirPods Pro und Apple Watch

Die Apple Watch ist ihrerseits eine Klasse für sich. Das Modell mit Mobilfunk agiert dabei wie ein mobiler Kleinstcomputer, der unabhängig vom iPhone telefonieren, navigieren, erinnern und vieles mehr kann. Dabei werden die AirPods zur perfekten Ergänzung für die Ein- und Ausgabe von Ton: Sei es beim Musik-Streaming, beim Telefonieren oder im Umgang mit Siri. Die Assistentin wird durch das Drücken eines Stiels geweckt oder indem einfach «Hey, Siri!» gerufen wird.
Wir haben dieser Kombo einen detaillierten Beitrag in der Apple-Ecke im PCtipp 5/25 gewidmet. Abonnenten erreichen den Beitrag direkt unter go.pctipp.ch/3474.

AirPods als Kamera-Auslöser

Seit iOS 26 taugen die AirPods auch als Kamera­auslöser, wobei die Funktion zuerst aktiviert werden muss: Öffnen Sie die Einstellungen und markieren Sie unter Kamerasteuerung die Kamerafernverbindung. So getan, reicht ein kurzer Druck auf den Stiel, um einen drei Sekunden langen Countdown zu starten, gefolgt von einer Serienaufnahme mit zehn Bildern. Dabei muss mindestens einer der beiden AirPods getragen werden; doch drei Sekunden sind mehr als genug, um ihn aus dem Ohr zu nehmen und sich in Pose zu werfen, falls er nicht mit auf das Bild soll.

Live-Übersetzungen

Und dann sind da noch die brandneuen «Live-Übersetzungen»: Sie werden aktiviert, indem beide Stiele gleichzeitig für etwa eine Sekunde gedrückt werden. Die ganze Arbeit schultert dabei das iPhone; die AirPods dienen lediglich der Spracheingabe und -ausgabe. Deshalb funktioniert diese Einrichtung auch mit den AirPods Pro 2 – selbst wenn sich zurzeit nicht verheimlichen lässt, dass diese Einrichtung noch in den Kinderschuhen steckt.
Bild 3: Die Konfiguration der Sprachen wird von einem Download begleitet
Quelle: PCtipp.ch
Die Konfiguration erfolgt über die App Übersetzen. Tippen Sie ganz unten auf den Bereich Live, Bild 3. Hier lassen sich die Sprachen herunterladen und die eigene Muttersprache auswählen. Mit einem Tippen auf die Schaltfläche Übersetzung starten geht es los. Während die Funktion aktiv ist, können Sie jederzeit sprechen, wobei das Gesprochen auf dem iPhone-Display für das Gegenüber angezeigt wird. Komfortabler ist es natürlich, wenn alle Gesprächspartner AirPods mit aktiver Live-Übersetzung tragen. Und nein, bei Schweizerdeutsch hört der Spass auf. Aber das war irgendwie nicht anders zu erwarten.
Als diese Zeilen geschrieben wurden, standen die Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Französisch zur Auswahl. Bis Ende Jahr will Apple ausserdem Italienisch, Japanisch, Koreanisch sowie Chinesisch nachliefern. Allerdings: Diese Funktion steht in der Schweiz und in grossen Teilen der Welt zur Verfügung, aber nicht in den Ländern der EU. Wenn also auch Italienisch verfügbar gemacht wird, funktioniert die Übersetzung in Italien trotzdem nicht; im Tessin hingegen schon.



Kommentare
Es sind keine Kommentare vorhanden.