Dossiers 06.08.2013, 11:15 Uhr

Test Groopic: Jetzt sind alle auf dem Bild

Die clevere App sorgt im Handumdrehen für gelungene Gruppenbilder. Sogar der Fotograf ist dabei.
Das Problem ist so alt wie die Fotografie selbst: Wer knipst, fehlt auf dem Bild. Natürlich könnte man die Kamera auf ein Stativ stellen und den Selbstauslöser verwenden – wenn man das Dreibein dabei hätte. Oder man drückt das iPhone einem Fremden in die Hände, doch die Vorstellung allein verursacht physische Schmerzen.
Zu den besten Lösungen gehört die App «Groopic». Sie kombiniert zwei Fotos in Windeseile zu einem neuen Ganzen. Dabei fotografieren die beiden Personen, die bei einer Gruppenaufnahme ganz aussen stehen. Die Person links knipst das erste Bild, übergibt die Kamera an die Person ganz rechts und schmeisst sich selbst in Pose. Nach der zweiten Aufnahme werden die beiden Fotografen links und rechts der Gruppe angetippt, damit innerhalb weniger Sekunden ein neues Bild entsteht – und dieses Mal mit allen Beteiligten.

Das Geisterbild hilft dem zweiten Fotografen, den richtigen Ausschnitt zu finden.

Die Resultate sind nicht weniger als beeindruckend. Ohne grossen Aufwand entstehen Bilder, denen man die kleine Schummelei nicht ansieht. Trotzdem gibt es einige wenige Regeln zu beachten. Die Personen in der Mitte sollten Ihre Position und Pose möglichst beibehalten; eine Schockstarre ist zwar nicht nötig, die Kooperation aller Beteiligten schon. Ausserdem dürfen die beiden Fotografen die Personen im Vordergrund weder berühren noch verdecken; den Ringelpiez mit Anfassen gibt es dann später. Wenn man sich daran hält, sind überzeugende Ergebnisse garantiert.
Wenn gezappelt wird, gibt es unschöne Verschiebungen, so wie beim Oberkörper (rechts die Montage)
Die erste Aufnahme verbleibt als Geisterbild auf dem Display, damit der zweite Fotograf weiss, wie er die Kamera halten muss. Und als ob die Handhabung nicht schon einfach genug wäre, kommt die App mit einem interaktiven Tutorial, das durch die Bedienung führt. Zu guter Letzt kann das Bild mit einigen Retro-Effekten aufgebretzelt werden; die hätte es wohl nicht unbedingt gebraucht, aber sie schaden auch nicht.
Der einzige kleine Makel betrifft die Haltung der Kamera. Wenn die Benutzeroberfläche richtig angezeigt wird, weisen die Lautstärke-Tasten des iPhone nach unten. Das ist erst recht ein Unding, weil eben diese Tasten bei den besseren Foto-Apps als Auslöser verwendet werden. Groopic löst hingegen nur über die virtuelle Taste auf dem Display aus.
Fazit: Groopic löst ein uraltes Problem auf souveräne Weise. Die kleine Macke mit der verdrehten Oberfläche verzeiht man ihr deshalb gerne. Die universelle App funktioniert auf allen iOS-Geräten und kostet gerade einmal 1 Franken.

Testergebnis

Note
5
Überzeugende Ergebnisse, einfache Handhabung
Oberfläche steht Kopf

Details:  Ab iPhone 3GS, ab iOS 6

Preis:  1 Franken (per 6. August 2013)

Infos: 
https://itunes.apple.com/ch/app/groopic/id584710005?mt=8

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