Tests 31.05.2017, 10:25 Uhr

Im Test: Acer Aspire V17 Nitro (Black Edition)

Wir haben uns Acers neues Gaming-Monster angesehen. Wie es bei uns ankam? Lesen Sie selbst.
Zu Beginn dieses Jahres überraschte Acer mit einer Neuauflage des V17 Nitro. Dieses Notebook, man traut sich kaum noch, es Notebook zu nennen, richtet sich an die Gamer-Fraktion unter den Acer-Kunden. Dass sich die Taiwanesen dafür ins Zeug gelegt haben, merkt man bereits beim Unboxing. Das 17-Zoll-Notebook ist ein über zwei Kilo schweres, massiv gefertigtes Gerät. Das ist in diesem Fall aber kein Nachteil, denn beim Spielen ist das Gerät ja auch einer anderen physischen Belastung ausgesetzt als beim Normalgebrauch. 
Im Scharnier ist der Eyetracker untergebracht
Das Chassis des ganz in Schwarz gehaltenen Gehäuses besteht aus stabilem Kunststoff. Die Rückseite des Bildschirms ist, wohl aus Designgründen, perforiert, während sich die Unterseite des Chassis leicht gummiert und mit vier massiven Gumminoppen versehen ist. Für den Grip während des Spielens ist also gesorgt. Rund um Keyboard und Trackpad ist die Oberfläche geschliffen, was auch schweissigen Händen ein «Klebenbleiben» erspart. 
Apropos sparen: Mit Anschlüssen tat Acer das definitiv nicht. Es befinden sich fünf USB-Ports (einer davon USB-C), ein Thunderbolt- sowie ein HDMI- und ein Netzwerk-Anschluss am Gerät. Darüber hinaus wurden zwei Klinken-Ports für Mic und Kopfhörer sowie ein Kartenleser eingebaut. Das Markenzeichen des Geräts befindet sich aber im Scharnierglied zwischen Full-HD-Screen und Chassis: der Tobii-Eyetracker. Dieser soll es möglich machen, Computerspiele nur mit den Augen zu steuern.  

Aussen hui, innen – nochmals hui!

Neben dem überzeugenden Eindruck des wertigen Gehäuses war Performance gefragt. Neben kleinen Überraschungen – wie etwa der beleuchteten Tastatur – überzeugt das Gerät auch im Gaming-Test. Die Tasten wirkten auf den ersten Blick etwas klein, das liegt zum einen daran, dass ein kompletter Nummernblock vorhanden ist und zum andern an den Funktionstasten in der obersten Reihe, die tatsächlich relativ klein ausgefallen sind. Ansonsten überzeugt die Tastatur auch beim Spielen mit einer guten Aufteilung auf der Oberfläche und einem gut spürbaren Druckpunkt. Die Wärmeentwicklung bei hoher Beanspruchung war spürbar, aber weit weg von unangenehmer Hitzeentwicklung.
Das Gerät ist gut ausgerüstet
Auch in der Paradedisziplin eines jeden Gaming-Devices, den Benchmarks, glänzte der Laptop: Im Cloudgate-Test von 3DMark erzielte er 13'396 Punkte und gehört damit zu den obersten 19 Prozent. Auch im Cinebench-GPU- (63,62 Bit/s) und CPU-Test (7,97) erzielte er Spitzenwerte. In diesen Ergebnissen spiegeln sich die verbauten Komponenten wider: Ein Intel Core i7-7700 HQ (2,8 GHz), 32 Gigabyte RAM, ein 512-Gigabyte-SSD sowie ein 1-Terabyte-HDD sind verbaut. So ist die Geschwindigkeit beim Aufstarten (2 Sekunden) fast nicht zu übertreffen, das «Aufwecken» aus dem Stand-by-Modus dauert nur einen Augenblick. In-Game zeigt sich das darin, dass selbst bei vollen Details ein Full-HD-Spieleerlebnis problemlos möglich ist und sich auch 4K-Titel anzocken lassen. Kein Wunder, denn Acer packt eine GeForce GTX 1060 in seinen Gamer-Boliden. Einziger Kritikpunkt: Die Lüftung macht bei hoher Belastung einen ziemlichen Lärm, der selbst die raumfüllenden Dolbyklänge übertönt. Okay ist auch die Akku-Leistung: Bei durchschnittlicher Nutzung (Browsing) und aktiviertem Wi-Fi hielt er 5:20 Stunden durch, im Stand-by waren es 7 Stunden. Für ein Gaming-Gerät ein akzeptabler Wert. Nicht vollständig überzeugend war die 720p-Webcam, die eher farbarme Resultate lieferte.
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Der Eyetracker und Fazit 

Der Eyetracker: mehr als ein Supplement?

Im Scharnier ist der Eyetracker untergebracht
Ein weiteres Augenmerk galt dem eingebauten Eyetracker des finnischen Unternehmens Tobii. Beim Start zeigte sich zunächst die von anderen Acer-Geräten bekannte Demo, die nach der Justierung des Scanners startet. In dieser Demo sitzt man in einem Space-Shuttle und bringt mit dem Blick Felsbrocken zum Explodieren. 
Ein Ausschnitt aus Spectrophobia
Tatsächlich gibt es aber für den Scanner schon einige Spiele, teilweise sogar kostenlos. Wir haben den Eyetracker mit dem Spiel Spectrophobia ausprobiert. Es ist in der Tat beeindruckend, wie genau die Bewegung der Augen (ohne den Kopf zu bewegen) verfolgt werden konnten. Ganz auf die Tastatur verzichten konnte man jedoch nicht. Fazit: Funktioniert gut, macht Laune, aber ob diese Art des Spielens die breite Masse der Gamer überzeugen kann, bleibt abzuwarten.  

Fazit

Am Gerät selbst gibt es nichts auszusetzen: Trotz den verschiedenen Materialen wirkt das Notebook wertig und aus einem Guss. Die Hardware bringt ihre Leistung. Lediglich der laute Lüfter und die zahlreich vorhandenen vorinstallierten Programme nerven. Insgesamt sind die 1500 Franken, die für den Acer V17 Nitro fällig werden, nicht zu viel. 

Testergebnis

Note
5
Performance, Verarbeitung
Lauter Lüfter, Bloatware

Details:  Intel Core i7-7700HQ (2,8 GHz), 32 GB RAM, Nvidia GeForce GTX 1060 (6 GB GDDR5), 512 GB SSD, 1 TB HDD, 2 x USB 3.0, 2 x USB 2.0, 1 x USB-C 3.1, HDMI, RJ-45, SD Card Reader

Preis:  ab Fr. 1744.35

Infos: 
acer.com

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