Tests 10.05.2016, 09:15 Uhr

Im Test: So schlägt sich das Huawei P9

Neuer Anlauf auf den Handycam-Thron. Wie schlägt sich das neue Huawei-Smartphone?
Mit dem Huawei P9 will das chinesische Unternehmen den anderen Big Playern wie Samsung oder Apple weiter das Wasser abgraben. Augenfällig bereits beim Unboxing: Auf den ersten Blick glaubt man, ein iPhone in der Hand zu halten, wäre der Fingerprint-Reader nicht auf der Rückseite.
Das Design erinnert an Apple
Die Front-Kamera, das Display-Rand-Verhältnis, aber auch die abgerundeten Seiten, der Speaker und die Klinkenbuchse wirken sehr «apple-esk». Das komplett in Aluminium gehaltene Gehäuse fasst sich gut an und ist hochwertig verarbeitet. Trotz des Materials wiegt das Gerät nur 145 Gramm und rutscht nicht aus der Hand. Zudem ist es, im Vergleich zu einigen Konkurrenzprodukten, nicht besonders anfällig auf Fingerabdrücke, was uns dauerndes Putzen erspart – jedoch muss die Helligkeit bei starkem Sonneneinfall erheblich nach oben geschraubt werden, möchte man auf dem Display noch etwas erkennen.
Die Tasten an der Seite (auf der Front verzichtet Huawei auf Tasten) haben einen angenehmen und gut spürbaren Druckpunkt. Besonders auffällig: der Kamerabalken auf der Rückseite. Mit Doppelkamera und LED-Blitz sind sie das herausragende Merkmal, zumal Huawei eine Kooperation mit Kameradino Leica eingegangen ist. 

Grossartiges Handling, starker Akku

Das Gerät aus Fernost hat ein 5,2-Zoll-Display, das mit 1920 x 1080 Pixeln auflöst. Dazu wurden 3 Gigabyte RAM und 32 Gigabyte Nutzspeicher verbaut. Letzterer lässt sich mit einer Micro-SD-Karte auf bis zu 128 Gigabyte erweitern. Im gleichen Schacht wie die SD-Karte lässt sich auch die SIM-Karte unterbringen. Bei der CPU hat Huawei ziemlich reingehauen: Ein Octa-Core Prozessor, der mit 1,8 bzw. 2,5 GHz taktet – was uns zu den Benchmarks führt: Unter Miteinbezug des Arbeitsspeichers erreicht die Prozessorleistung einen Wert von 6128 Punkten (Geekbench 3 Multicore). Mit diesem Resultat lässt er jede Konkurrenz hinter sich, inklusive die beiden gleichzeitig erscheinenden Smartphones HTC 10 und G5 von LG.
Im Overall-Benchmark mit Antutu 6 hingegen lässt das P9 Federn: 99'071 Punkte reichen nicht für die vorderen Ränge. Vorne mit dabei, aber auch nicht ganz Spitze, ist das Gerät mit einer Akkulaufzeit von 9 Stunden 40 Minuten – der 3000-mAh-Akku (fest verbaut) verrichtet seinen Dienst anständig. Ist der Akku leer, lädt das Gerät auch schnell wieder auf, wenn man es an den USB-C-Stecker angeschlossen hat. Bei der Oberfläche liefert Huawei tolle Arbeit ab: Die Bedienung flutscht und Lags sind keine feststellbar, weder beim Screen-Wechsel noch beim Öffnen und Schliessen der Apps. 
Lesen Sie auf der nächsten Seite: Kamera und Fazit

Kamera und Fazit

Die Kamera leistet gute Arbeit

Starke Kamera, aber ...

Der USP, wie es auf Neudeutsch heisst, also das Alleinstellungsmerkmal des P9, ist die Kamera. Wobei hier der Plural angewendet werden muss: die Kameras. Die Rückseite ist mit zwei Cams à 12 Megapixel ausgerüstet und verfügt über eine f/2.2-Blende. Frontseitig sind es 8 Megapixel und eine f/2,4-Blende. Obwohl das in Sachen Specs keine Revolution darstellt, schiesst das P9 ansprechende Bilder (siehe Beispiele) – zumindest, solange die Lichtverhältnisse gut sind. Bei Lichtmangel lässt die Kamera aber etwas nach. Im Linsen-Setup finden sich dafür zahlreiche Einstellungsoptionen, die über die Möglichkeiten üblicher Handy-Kameras hinausgehen.

Fazit  

Das Huawei P9 kann problemlos bei den Grossen mitspielen – erst recht bei Preisunterschieden von bis zu 200 Franken (das P9 kostet 549 Franken). Das Design, die Verarbeitung, das Handling – Spitzenklasse. Auch in Sachen Hardware vermag das Gerät mitzuhalten, die Akkuleistung ist ebenfalls stark. Ein kleiner Wermutstropfen ist der Qualitätsabfall der Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen – hinsichtlich der Kooperation mit Leica hätte man da etwas mehr erwarten können. Allerdings ist das marginal. 

Testergebnis

Verarbeitung, Oberfläche, Akku
Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen

Details:  Smartphone, Octa-Core-CPU, 3 GB RAM, 32 GB (erweiterbar bis 128 GB)

Preis:  Fr. 549.-

Infos: 
www.huawei.com

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Kommentare
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maulauf
10.05.2016
Ich habe fertig gelesen... ...und weiss nun nicht, in welchem Sinne ich das Schlusswort "Makulatur" verstehen soll. :confused: Bezieht sich das auf den Artikel? Oder ist das irgendwie aus dem Fremdwortlexikon gerutscht und falsch gelandet? (Ma·ku·la·tu̱r Substantiv [die] Papier, das schlecht bedruckt worden ist und deshalb unbrauchbar und wertlos ist.)

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dbaechli
10.05.2016
OK, crossgelesen.. Sollte wohl marginal heissen oder so.. ,-) Apropos "Ein kleiner Wermutstropfen ist der Qualitätsabfall der Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen – hinsichtlich der Kooperation mit Leica hätte man da etwas mehr erwarten können" - ob der Kritik-Verfasser schon mit einer Leica fotografiert hat? Gerade rocken tun die bei schlechten Lichtverhältnissen ja nicht so wirklich..

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brosch
10.05.2016
Mieser Beitrag Der Redaktor bekundete in der Vergangenheit schon mehrere grammatikalische Fehler und sollte lieber die Finger von Fremdwörter lassen , die keinen Sinn ergeben.....

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Rudedog75
10.05.2016
Das Wichtigste fehlt... Hab ich da was übersehen oder hat der Autor das Handy gar nicht richtig angeschaut? Meines Wissens ist der Gag am P9 nämlich, dass die eine Linse nur schwarzweiss fotografiert. Die damit geschossenen sw-Bilder sollen deutlich ausdrucksstärker sein als nachträglich umgewandelte Fotos. Zudem lässt sich die Schärfeebene dank der zwei Linsen im Nachhinein verschieben. Je nach Gutdünken kann man so den Hinter- oder den Vordergrund scharfstellen.

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Florian Bodoky
11.05.2016
...und weiss nun nicht, in welchem Sinne ich das Schlusswort "Makulatur" verstehen soll. :confused: Bezieht sich das auf den Artikel? Oder ist das irgendwie aus dem Fremdwortlexikon gerutscht und falsch gelandet? (Ma·ku·la·tu̱r Substantiv [die] Papier, das schlecht bedruckt worden ist und deshalb unbrauchbar und wertlos ist.) Hallo Maulauf Das sollte natürlich "marginal" heissen, vielen Dank für den Hinweis. Viele Grüsse Florian Bodoky