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Test: MacBook Air (Late 2018)

von Luca Diggelmann 16.01.2019

Kaufberatung

Das MacBook Air gibt es in zwei vorgefertigten Konfigurationen, wobei die teurere Variante einfach ein Speicher-Upgrade auf 256 GB darstellt. Wir gehen daher von der günstigeren Option aus und rechnen von dort.

Der Startpreis liegt bei 1399 Franken. Dafür bekommt man ein 128-GB-SSD und 8 GB RAM. Eine Konfiguration, die für enthusiastische Cloud-Nutzer keine schlechte Wahl ist, solange sich die Arbeit grösstenteils auf Dokumente und leichte Grafiken beschränkt. Anspruchsvollere Arbeiten wie Bildbearbeitung mit grossen Dateien oder Videoschnitt profitieren stark von einem RAM-Upgrade. Dieses gibt es für rund 220 Franken. Legt man dazu noch das Speicher-Upgrade auf 256 GB drauf, kommt man auf einen Gesamtpreis von etwa 1870 Franken.

Und genau hier liegt die Schwäche des MacBook Air. Die interne Konkurrenz von iPad Pro und MacBook Pro ist dem Lebensraum des Air gefährlich nahe gekommen. Ein 12,9-Zoll-iPad Pro mit 256 GB Speicherplatz kostet inklusive Tastaturfolio etwa 1540 Franken. Ist man also nicht zwingend auf mehr externen Speicher und Desktop-Applikationen angewiesen, fährt man mit einem iPad nicht nur günstiger, sondern auch noch leichter.

Zwei USB-C-Anschlüsse, einer davon zum Aufladen, und ein Kopfhörer-Port sind für den Preis etwas sehr knapp bemessen Zwei USB-C-Anschlüsse, einer davon zum Aufladen, und ein Kopfhörer-Port sind für den Preis etwas sehr knapp bemessen Zoom© Apple

Auf der anderen Seite bekommt man ein 13,3-Zoll-MacBook Pro mit 256 GB Speicherplatz und 16 GB RAM für rund 1945 Franken. Dafür gibt es aber eine schnellere CPU und GPU. Oder man spart noch ein wenig mehr und wählt das MacBook Pro mit Vierkernprozessor, noch besserer GPU und vier USB-Anschlüssen für rund 2220 Franken.

Das lässt dem MacBook Air eine etwas schmale potenzielle Nutzerbasis: Der Käufer benötigt ein möglichst günstiges und kompaktes Gerät mit Unterstützung für Desktop-Apps und externe Geräte per Kabel. Für diesen Nutzer ist das MacBook Air nahezu perfekt. Ist der Preis nicht ganz so prioritär, macht das MacBook Pro schnell mehr Sinn. Kann man auf Desktop-Apps verzichten, ist das iPad Pro die bessere Wahl.

Fazit

Das MacBook Air ist auch in seiner 2018er-Ausführung ein klassenführender Laptop. Allerdings ist die Klasse deutlich kleiner geworden. Der leichte Preisanstieg und die Einführung des iPad Pro machen es dem MacBook Air nicht einfach, einen Platz auf dem Markt zu finden. Eines ist aber sicher: Wer zur optimalen Nutzerbeschreibung des MacBook Air passt, wird damit sicher glücklich werden.

  • MacBook Air (Late 2018)

    Positiv:
    Design, Verarbeitung, Display
    Negativ:
    Preis, Speicherangebot
    Details:
    13,3 Zoll (2560 × 1600, 60 Hz, 100 % sRGB), Intel Core i5-8210Y (1,6 GHz), 8 GB LPDDR3-RAM (2133 MHz), 128 GB SSD, 1,25 kg
    Strassenpreis:
    Fr. 1399.–
    Info:
    apple.com
    PCtipp-Bewertung:
    4.5 Sterne

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