Tests 30.03.2012, 14:18 Uhr

Test: iSwifter bringt Flash aufs iPad

Die App iSwifter ermöglicht Flash-Spiele und -Videos auf Apples mobilem Tablet. Leider, möchte man hinzufügen.
Seit dem ersten iPhone werden die Apple-Geräte kritisiert, weil sie nichts von Adobe Flash wissen wollen. Damit würden iOS-Anwender von Videos und den allseits beliebten Spielen auf Facebook ausgeschlossen. Während sich die meisten iOS-Anwender längst damit abgefunden haben, suchen andere immer wieder nach Lösungen, um diese Einschränkung zu umgehen.
Aus dieser Gruppe möchten die Macher der iPad-App iSwifter Kapital schlagen. Angepriesen als «Flash-Browser», ist die App nicht wirklich Flash-fähig. Vielmehr werden die Flash-Inhalte auf den Servern des Anbieters abgespielt und anschliessend als Videostream auf das iPad übertragen.
Das führte in unserem Test zu einer Sicherheitswarnung, weil Facebook plötzlich einen Zugriff auf das Konto von Seattle aus registrierte! Mit anderen Worten: Der eigene Benutzername und das Kennwort von Facebook wird also über die Server von iSwifter übertragen, damit der Dienst überhaupt seine Arbeit aufnehmen kann. Kein gutes Gefühl!
Doch weiter. Wir schafften es nicht, die Anmeldung bei Facebook auch nur abzuschliessen, bevor wir bereits mit der Aufforderung konfrontiert wurden, die Vollversion von iSwifter zu erwerben. Dabei gibt es eine solche Version gar nicht, sondern zahlreiche In-App-Käufe, die jeden Dienst einzeln freischalten. Doch irgendwann wurde die Anmeldung gemeistert und ein Facebook-Spiel angewählt.
Das Facebook-Spiel «Zombie Lane», im Aufbau begriffen
Um es kurz zu machen: Die Flash-Darstellung von iSwifter ist nicht langsam, sondern wirkt wie eingefroren. Gesten werden teilweise mit einer Verzögerung von über 10 Sekunden ausgeführt. Die Bildschirmdarstellung ist mit Blockartefakten übersät und wird erst nach einigen Sekunden besser. So werden uns also die Segnungen von Flash auf dem iPad zugänglich gemacht? Eigentlich gehören Vektorgrafiken ja zu den Vorzügen von Flash, weil sie in jeder Auflösung gestochen scharf dargestellt werden. Nicht bei iSwifter, im Gegenteil.
Fazit: iSwifter stellt Flash-Inhalt dar, allerdings in unbrauchbarer Qualität. Die hastige Aufforderung, In-App-Käufe zu tätigen, ist nachvollziehbar – schliesslich braucht man nur wenige Minuten, um diesem Nepp auf die Schliche zu kommen.

Testergebnis

Note
2
Spielt Flash-Inhalte ab … irgendwie
Extrem langsam, Qualität, dubioses Geschäftsgebaren, nur WiFi

Details:  Für iPad ab iOS 4.3

Preis:  Kostenlos, mit zahlreichen In-App-Käufen

Infos: 
http://itunes.apple.com/ch/app/iswifter-flash-web-browser/id388857173?mt=8

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