Gratis-Tool zur Autostart-Diagnose

Autostart-Programme belegen kostbare Systemressourcen und verlangsamen den Rechner. Bestimmen Sie, welche Programme Windows automatisch starten darf.

von Gaby Salvisberg 23.07.2010 (Letztes Update: 28.06.2019)
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Funktionalität: Das englischsprachige Sysinternals- bzw. Microsoft-Tool Autoruns verwaltet alle Autostart-Einträge in einem zentralen Einstelldialog. Dazu gehören Programme, die per Autostart-Gruppe, Windows-Registry oder INI-Dateien bei jedem Windows-Start automatisch ausgeführt werden. Über ein kleines Kästchen vor jedem Eintrag legt der Nutzer fest, ob das jeweilige Programm weiterhin automatisch starten oder ob es vorübergehend deaktiviert werden soll. Einträge lassen sich über das Kontextmenü auch dauerhaft aus den Autostart-Einstellungen entfernen.

Zudem lassen sich einzelne Dateien via Kontextmenü an Virustotal übermitteln oder einzelne Einträge direkt in der Registry aufsuchen.

Autoruns zeigt Autostartprogramme Autoruns zeigt Autostartprogramme Zoom

Installation: Das rund 840 Kilobyte grosse Programm muss nicht installiert werden. Der Anwender muss es lediglich aus der heruntergeladenen Zip-Datei entpacken und mit dem Aufruf von Autoruns.exe starten.

Bedienung: Autoruns kann ohne Installation nach dem Entpacken des Dateiarchivs gestartet werden und präsentiert sich in einer übersichtlichen Bedienerführung mit 16 Registerlaschen für die einzelnen Bereiche wie Windows-Dienste (Services), Explorer-Shellerweiterungen, Symbolleisten, Browserhilfsobjekte, Winlogon-Benachrichtigungen, Autostartdienste und vieles mehr. Zur Anzeige der Eigenschaften einer ausführbaren Datei markieren Sie diese und wählen im Menü Entry die Option Properties.

Mit Ctrl+M suchen Sie im Web nach unbekannten Einträgen. Autostart-Kommandos lassen sich vorübergehend abschalten oder löschen.

Schalten Sie in Autoruns bei Bedarf unter Option die Punkte Hide Signed Microsoft Entries ein, um nur die Autostart-Einträge von Drittanbietern anzuzeigen. Alle Windows-eigenen Einträge werden ausgeblendet. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Autostartabbilder für andere auf dem System konfigurierte Benutzer unter User zu betrachten und auszuwerten.

Fazit: Das Tool Autoruns erlaubt es, die Autostart-Einträge detailliert zu analysieren und zu verändern. Das kleine Tool kommt ohne Installation aus und steht auch als Kommandozeilenversion zur Verfügung. Die Bedienung ist intuitiv und einfach. Unerwünschte Einträge können einfach per Mausklick deaktiviert werden. Die Software richtet sich nicht nur an Administratoren, sondern auch an Heim-PC-Nutzer, die allerdings über entsprechendes Knowhow verfügen müssen.

Hier können Sie Autoruns downloaden.


    Kommentare

    • hackIT 24.07.2010, 16.34 Uhr

      Ist ein super Tool, für welche, die nichts installieren möchten: Windows hat ein eigenes Tool, welches ab Windows XP mitgeliefert wird: Start >> Ausführen oder Suchen >> msconfig.exe lässt sich unter dem Register "Systemstart" das gleiche regeln

    • almar 25.07.2010, 14.41 Uhr

      Die "kleine" Hilfe finde ich super aber, da ich ein Greenhorn bin, weiss ich nicht, welche Registeries etc. ich löschen soll, kann oder auf keinen Fall darf. Kann mir da jemand helfen? Danke für die Infos Alexandre

    • Lunerio 26.07.2010, 13.32 Uhr

      Es geht nicht um die Registry, almar. ^^ Da sollte man eigtl. gar nichts tun, da die Registry nicht entscheidend für die Geschwindigkeit ist. Löschen tut man mit deaktivieren von Autostarts nicht. Du kannst von mir aus bei Autostart alles wegkreuzen und schauen obs irgendwo Probleme gibt und diese Probleme wieder ankreuzen. :o Bei Dienste kann man, wenn man von msconfig.exe ausgeht auf "Alle Microsoft-Dienste ausblenden" und alle Dienste ausser Druckersoftwaredienste und Antivirendienste. Und[...]

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