Firmenlink

ESET

 

Mac-Tipp: Externes M.2-SSD

SSD-Laufwerke mit M.2-Schnittstelle sind der letzte Schrei. So funktionieren sie am Mac.

von Klaus Zellweger 15.06.2019

Faustregel: SSDs sind schnell, das ist hinreichend bekannt. Deshalb habe ich schon vor einiger Zeit am Mac ein SSD in einem externen Gehäuse angeschlossen, via USB 3.0 – man bemüht sich ja um eine gepflegte Infrastruktur.

Makel: Weniger zufrieden war ich mit dem Ethernet-Netzwerk, das bestenfalls 30 MB pro Sekunde auf den NAS schaufelte, was den Kopiervorgang eines Filmes beachtlich in die Länge zieht. Aber irgend etwas ist ja immer.

Erleuchtung: Nur weil ich bei der Verwendung von Blackmagics Disk Speed Test aus Versehen den falschen Massenspeicher anwählte, kam die Erkenntnis: Das vermeintlich schnelle externe SSD brachte es gerade einmal auf 30 MB pro Sekunde – und das reicht nicht einmal annähernd für das Gigabit-Ethernet, das den Mac mit dem NAS verbindet. (Vielleicht sollten Sie Ihre Laufwerke auch testen, die Software ist kostenlos.)

Es gab früher tatsächlich so langsame SSDs? Es gab früher tatsächlich so langsame SSDs? Zoom© Screenshot / ze

Erkenntnis: Das geht ja wohl gar nicht – ein neues SSD muss her!

M.2-SSDs

Die aktuellen SSDs zum Nachrüsten werden mit einer M.2-Schnittstelle angeboten. Sie sehen aus wie RAM-Riegel, aber sie speichern auch nicht-flüchtige Daten auf Teufel-komm-raus. In der PC-Welt lassen sich diese Speicher zum Teil direkt auf einem modernen Mainboard anbringen, ansonsten hilft ein Adapter. Auf dem Mac geht das nicht, aber das ist hier auch nicht das Thema. Stattdessen lassen sich diese Speicher extern anschliessen.

Ausrüstung und Installation

Meine Wahl fiel auf ein Samsung-SSD 970 EVO mit 1 TB Fassungsvermögen. Das Datenblatt verspricht einen maximalen Datendurchsatz von 3,4 GB pro Sekunde (lesen) respektive 2,5 GB pro Sekunde (schreiben). Der aktuelle Tagespreis beträgt bei digitec.ch zum Beispiel 229 Franken.

SSD mit M.2-Schnittstelle SSD mit M.2-Schnittstelle Zoom© Samsung

Das EVO-Plus-Modell wäre noch ein wenig schneller und teurer, aber das SSD wird in einem USB-C-Gehäuse untergebracht (USB 3.2 GEN 2). Weil die maximale Transferrate dieser Schnittstelle 1,25 GB pro Sekunde beträgt, wäre ein schnelleres SSD verschwendetes Geld.

Beim Gehäuse habe ich mich für ein Modell von Delock für Fr. 64.10 entschieden. Zum Lieferumfang gehört ein Kabel, das auf beiden Seiten mit einem USB-C-Stecker bestückt ist. Wenn Ihr Mac kein USB-C bietet, müssen Sie ein passendes Kabel separat erwerben.

Der Einbau des SSD in das Gehäuse ist fast schon trivial, wie diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt:

Nächste Seite: Initialisierung

Seite 1 von 3
       
       

    Kommentare

    Keine Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.