Tipps & Tricks 04.03.2001, 15:15 Uhr

Einmal Uni und zurück - Wechselplatten

Da ich sowohl zu Hause als auch an der Uni arbeite und meine Daten (Grafik) immer per CD hin- und herschleppe, habe ich mich für eine Wechselplatte entschieden. (Seagate Medalist, 3,5 GB, EIDE). Mein Heim-PC ist ein PIII 900 unter Windows 2000 mit einer EIDE 40 GB Harddisk. Der PC an der Uni ist ein PIII 500 unter Windows 98SE. Er hat eine 10 GB SCSI HD und bereits eine SCSI Wechselplatte. Die neue Wechselplatte muss meines Erachtens als «Slave» gejumpert werden. Erkennt der Uni-PC mit einem SCSI-Master und einem SCSI-Slave einen EIDE-Slave oder welche Möglichkeiten oder Tricks gibt es, die geschilderte Konfiguration umzusetzen?
Ein SCSI-Controller erkennt grundsätzlich keine IDE-Geräte, Sie können also keine IDE-Festplatten an SCSI-Controller anschliessen. Auch werden die SCSI-Geräte nicht nach Master/Slave angeordnet, sondern nach Nummern. Aber praktisch jeder Computer hat "von Haus aus" einen IDE-Controller auf dem Mainboard mit dabei. Jetzt könnten Sie eigentlich relativ einfach Ihre IDE-Platte an den Uni-Rechner anschliessen: Sie nehmen zusätzlich zur Harddisk ein IDE-Kabel mit (oder besorgen sich im Rechenzentrum der Uni eines), öffnen den PC, stecken das IDE-Kabel in einen der beiden IDE-Ports auf dem Mainboard und konfigurieren im BIOS des Computers die Harddisk. Wie Sie das machen, können Sie im PCtip-Archiv nachlesen [1] . Die Harddisk kann als "Slave" gejumpert werden, muss aber nicht. Doch die Sache hat einen grossen Haken: der Schreibende weiss aus eigener Erfahrung, dass unter normalen Umständen (falls das Informatiker-Team nicht völlig unfähig ist) Uni-PCs nicht so ohne weiteres umzukonfigurieren sind, wahrscheinlich ist bereits das BIOS durch ein Passwort geschützt...
Was bleiben für Alternativen? Sie könnten sich eine SCSI-HD mit Wechselrahmen besorgen und jeweils die SCSI-Wechsel-HD der Uni austauschen (falls sie nicht mechanisch gesichert ist). Dann fehlten aber natürlich die Daten auf der ausgetauschten Harddisk - was vor allem dann ungünstig ist, wenn auf der Wechselharddisk Programmdaten abgespeichert sind. Im dümmsten Fall würden dann gewisse Programme nicht mehr starten, auch wenn Windows läuft. Besitzt der Uni-PC USB-Anschlüsse, könnte eine USB-Lösung wie das Pocket-Drive von LaCie [2] das Problem beheben oder aber, falls die SCSI-Karte auch einen externen Anschluss hat, könnte ein Jaz-Drive von Iomega [3] oder ein ORB-Drive von Castlewood [4] Ihren Ansprüchen genügen.



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