News 27.03.2015, 11:53 Uhr

Unlimitierter Speicher: Amazon wird zum Cloud-Discounter

Der US-Versandhandel Amazon spendiert seinen Kunden unlimitierten Cloud-Speicher für 60 US-Dollar jährlich. Auch andere Abo-Modelle werden ausgebaut.
In der zunehmenden Masse von Cloud-Speicher-Diensten wird es immer schwieriger, herauszustechen. Amazon hat jetzt vorgelegt: Ab sofort bietet der Online-Versandhandel ein Cloud-Speicher-Abonnement mit unlimitiertem Speicher an. Dafür verlangt der Anbieter 59.99 US-Dollar im Jahr. Dies ist im Moment eines der günstigsten Angebote im Web. Zum Vergleich: Beim Speicherdienst Dropbox kostet 1 Terabyte Speicherplatz für Privatpersonen wahlweise 9.99 Dollar monatlich oder 99 Dollar im Jahr.
Für Foto-Enthusiasten bietet Amazon ein spezielles Abo nur für Fotos. Auch hier ist der Fotospeicher unlimitert und kostet jährlich 11.99 US-Dollar. Dazu gibt es noch 5 Gigabyte Speicher für andere Dateien. Beide Abo-Modelle sind auch für Nicht-Prime-Kunden erhältlich. Prime-Kunde wird man durch eine Anmeldung beim Amazon-Prime-Programm; das kostet zusätzlich 49 Euro im Jahr.
Für beide Abonnements gibt es eine kostenlose, drei Monate andauernde Probezeit. Danach kann per Klick gekündigt werden.

Fehlender File-Explorer

PCtipp hat das Unlimited-Angebot, sowohl das für Fotos als auch jenes für alle Dateitypen, einem Schnelltest unterzogen. Amazon bietet für Windows und OS X einen Client an, mit dem sich per Drag&Drop Dateien in die Cloud verschieben und auch wieder herunterladen lassen.
Der Pferdefuss: Ein File-Explorer ist nicht im Programm enthalten. Will man sich seine Dateien anzeigen lassen (ohne sie herunterzuladen), wird bei einem Klick auf den entsprechenden Button der Browser geöffnet und der Webclient wird angesurft.

App nur für Fotos

Leider existiert auch keine App, um beliebige Dateien mobil in die Cloud hochzuladen. Lediglich die App «Amazon Cloud Drive Photos» existiert für iOS und Android. Dort lassen sich Fotos hochladen, herunterladen oder aus der Cloud heraus per Nachrichten oder über gängige Social-Media-Dienste teilen.
Fazit: Das Angebot ist solide und der Desktop-Client hat im Schnelltest auch mit grösseren Datenmengen stabil funktioniert. Jetzt muss man nur noch darauf warten, dass die Schweizer Provider ihren Privatkunden schnellere Upload-Geschwindigkeiten zur Verfügung stellen.



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