Digitalisierung 13.06.2022, 08:55 Uhr

Bundesrat prüft zentrale Plattform für Geodaten

Der Bundesrat möchte ein nationales Georegister. Er hat das VBS beauftragt, bis 2025 die rechtlichen Grundlagen zu erarbeiten.
Luftbild des Gipfels Muottas Muragl im Engadin (Samedan) auf map.geo.admin
(Quelle: Screenshot/PCtipp.ch)
Der Bundesrat (BR) prüft ein nationales Georegister für die Schweiz. Er schlägt die Schaffung von nationalen Registern raumbezogener Daten (Georegistern) vor, wie es in einer Mitteilung heisst. 
Das nationale Georegister soll für Architekten, Ingenieure, Forschung und Wissenschaft sowie Privatpersonen öffentlich zugänglich sein. Zum Geodatenangebot gehören beispielsweise Landeskarten, Luftbilder, historische Karten, Landschaftsmodelle, aber auch geologische Vektordaten.
Momentan werden amtliche Geoinformationen auf allen Verwaltungsebenen produziert, sind aber nicht zentral gesammelt und zugänglich. 

Rechtliche Grundlagen bis 2025 vorlegen

Doch bis es bei den Nutzerinnen und Nutzern ankommt, wird es dauern. In seiner Sitzung vom 10. Juni 2022 hat der BR das VBS (Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) mit der Ausarbeitung der rechtlichen Grundlagen beauftragt. Doch das VBS hat bis Dezember 2025 Zeit, eine Vernehmlassungsvorlage vorzulegen. Für die Koordination und Umsetzung der Arbeiten ist das Bundesamt für Landestopografie Swisstopo zuständig.
Das nationale Georegister erfolgt im Rahmen der Strategie für offene Verwaltungsdaten in der Schweiz 2019–2023 sowie der im Dezember 2020 vom BR verabschiedeten «Strategie Geoinformation Schweiz». 
Bereits jetzt haben Sie Zugriff auf kostenlose Geobasisdaten (OGD) von Swisstopo. Diese sind seit 1. März 2021 über diesen Link verfügbar und kostenlos sowie frei nutzbar. Wer Geodaten nur anschauen möchte, findet auf map.geo.admin.ch über 850 Datensätze auf dem Kartenviewer des Bundes. Die Swisstopo-App finden Sie hier.



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