4K-Ultra-HD-Blu-ray: Das müssen Sie wissen

Voraussetzungen für die Ultra-HD-Blu-ray

Welches Abspielgerät braucht man?

Man braucht zwingend einen der neuen Ultra-HD-Blu-ray-Player. Herkömmliche Player werden die neuen Discs nicht abspielen können. Die ersten Geräte sind aber noch recht teuer, und es gibt davon bisher nur zwei, die demnächst erhältlich sein werden. Den DMP-UB900 von Panasonic listen schon viele Händler ab 780 Franken. Samsungs UBD-K8500 wird gemäss Shop-Angaben in ca. zwei Wochen ab ca. 500 Franken lieferbar sein. Zwar waren erste DVD-Player damals auch sehr teuer, aber für den hohen Kaufpreis fehlen beispielsweise noch Tasten und Front-Display-Anzeigen.
Samsungs UBD-K8500 wird um die 500 Franken kosten und kommt in ca. zwei Wochen in den Handel

Wo bleiben Sony, Yamaha & Co.?

Doch wo bleiben eigentlich die anderen Hersteller mit ihren Geräten? Hintergrund: Erst im Januar 2016 wurde an der Consumer Electronics Show von einer Herstellervereinigung der neue Standard Ultra HD Premium verabschiedet. Dieser soll die zukünftigen 4K-Spezifikationen mit einem neuen Label vereinheitlichen, sodass auch künftige TV-Geräte und UHD Blu-ray Player optimal aufeinander abgestimmt sind. Damit nahm auch der Druck auf die Hersteller schlagartig zu. Sony, Onkyo und Yamaha gerieten laut eines Warner-Brothers-Statements bereits in Produktionsengpässe, weil noch nicht ausreichend Chips verfügbar waren. 
Bei einem Strassenpreis ab 780 Franken ist Panasonics DMP-UB900 mit nativer 4K-/HDR-Unterstützung nicht ganz günstig

Was muss mein TV können?

Viele aktuelle Ultra-HD-Fernseher werden mit dem neuen Blu-ray-Format kompatibel sein. Sicher an Bord sein sollte ein HDMI-2.0-Anschluss. Nur dieser erlaubt 60 Bilder pro Sekunde und unterstützt den erweiterten Farbraum BT.2020. Auch mit dem Kopierschutz HDCP 2.2 muss der TV umgehen können. Das können so gut wie alle neueren 4K-Fernseher. Im Zweifelsfall geben Bedienungsanleitung und Herstellerinformationen Aufschluss darüber. Will man in den Bonusgenuss von HDR kommen, braucht man einen ziemlich aktuellen Fernseher. Beispiele dafür sind LGs neue OLED-Fernseher, Samsungs Top-SUHD-Modelle oder auch Sonys Bravia-Flaggschiffe der aktuellen Generation. Wichtig: Ein dazwischen geschalteter Receiver muss auch HDMI 2.0 und HDCP 2.2 unterstützen. Auch ans richtige HDMI-Kabel will gedacht sein, das die höhere Signalbandbreite richtig verarbeiten kann.
Nächste Seite: Die ersten UHD Blu-rays

Autor(in) Simon Gröflin


Kommentare

Es sind keine Kommentare vorhanden.