4K-Ultra-HD-Blu-ray: Das müssen Sie wissen

Die ersten UHD Blu-rays

Gibt es schon UHD-Blu-rays?

Die Discs scheinen im Handel angekommen zu sein und sind teilweise bei den Händlern schon an Lager. Neben Sony und Warner Bros. hat soeben auch Paramount offiziell sein UHD-Engagement mit zwei Star-Trek-Filmen bekundet. Zu ersten Filmen der Filmstudios gehören Titel wie «Mad Max: Fury Road», «The Amazing Spiderman» oder «Maze Runner». Die Scheiben kosten z.B. bei 1advd.ch um die 35 Franken. Es wird sich aber erst noch zeigen müssen, wie gut der Qualitätssprung von Full HD auf Ultra HD ist, denn noch sind vor allem Upscales vertreten und keine Filme, die nativ in 4K aufgezeichnet wurden.
Die ersten UHD-Blu-rays können schon bestellt werden. Das Angebot ist überschaubar

Was ist «Mastered in 4K»?

Die sogenannten «Mastered in 4K»-Blu-rays, die man schon länger in den Regalen vorfindet, haben übrigens nichts mit dem neuen Standard gemein. In der Regel wird eine Blu-ray bereits von einem hochwertigen Master angefertigt. Dabei wird lediglich im Studio von 8 Millionen (UHD) auf 2 Millionen Pixeln (Full HD) «runtergemastert». Dadurch ergibt sich eine bessere Kantenschärfe. Diese Filme beanspruchen in der Regel eine etwas höhere Bitrate und mehr Platz auf dem Medium. Aber im Endeffekt ist «Mastered in 4K» bestenfalls ein Werbeslogan, da es sich im Wesentlichen nur um Full HD mit besserer Kantenglättung handelt. Leider haben auch die Gerätehersteller mit diesem Slogan in letzter Zeit fleissig Marketing getrieben. Neuere Standard-Player sind natürlich keinesfalls 4K-fähig, sondern bestenfalls in der Lage, durch die stärkere Prozessorleistung ein flüssigeres Upscaling-Erlebnis zu bieten, das einem 4K-Erlebnis sehr authentisch nachempfunden ist.
Hat nichts mit den neuen UHD-Blu-rays zu tun: «Mastered in 4K»

Fazit

Es überrascht nicht, dass der Marktstart fast unbemerkt an uns vorbeizieht. Dem zuvor ging ein länger anhaltendes Chaos mit den finalen Spezifikationen. Bis es mehr und vor allem auch UHD-Blu-rays mit nativem 4K-Material gibt, werden noch einige Monate verstreichen. Ein Hauptproblem bleibt noch: Samsung und Panasonic produzieren ihre eigenen Chips, andere Hersteller müssen sie einkaufen. Somit wird es erst ab dem dritten Quartal mehr Abspielgeräte geben. Es würde nicht überraschen, wenn erst Sony mit einer gerüchteweise kolportierten PlayStation 4K das neue Blu-ray-Format unter eine breitere Nutzerschicht bringen wird und damit auch den Preis drückt. Schliesslich war das schon mit der Blu-ray und der DVD so.

Autor(in) Simon Gröflin


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