News 12.08.2013, 10:22 Uhr

Denkfehler-App aus der Schweiz

Sind Sie in Ihren Denkstrukturen gefangen? Eine Oltener IT-Firma hat eine App entwickelt, die Abhilfe schaffen will.
Viele Menschen scheinen immer wieder die gleichen Fehler zu machen, wenn es darum geht, ein Problem zu analysieren. Dass sich die Menschen dessen bewusst sind, hat Rolf Dobellis Bucherfolg «Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen» gezeigt,  das wochenlang die Bestsellerliste im «Spiegel» anführte.
Die Oltener IT-Bude WiB Solutions möchte von diesem Hype profitieren und hat die App «Management Thinking Mistakes» entwickelt, der Name erklärt bereits den Zweck. Manager sollen diese App 10 Minuten vor ihrem nächsten grossen Meeting oder der nächsten grossen Entscheidung benutzen und werden keine Denkfehler machen, schreiben die Entwickler. «Wenn wir die häufigsten Täuschungen, Vorurteile, Voreingenommenheiten und Auswirkungen kennen, können wir diese Fehler in Meetings oder Entscheidungsprozessen vermeiden. Gleichzeitig können wir lernen, Denkfehler wahrzunehmen, wenn sie von anderen gemacht werden», heisst es in einer Medienmitteilung.
In der App sind mittlerweile bekannte und weniger bekannte Denkfehler aufgelistet, unterteilt in die drei Gruppen «Vorurteil» (beispielsweise das Bestätigungsvorurteil), «Täuschung» (das Schwarz-Weiss-Denken) und «Einfluss» (der Google-Einfluss). Die Denkfehler werden beschrieben und mit Studien oder Beispielen belegt.
Es lassen sich eigene Denkfehler einbauen, Shortlists erstellen und einiges mehr. Leider ist die App ganz in Englisch gehalten. Da sie gratis ist, ein nützliches Tool für Menschen, die Dobellis Buch nicht kennen oder Leute, die das Gefühl haben, in ihren Denkstrukturen gefangen zu sein.

Fabian Vogt
Autor(in) Fabian Vogt


Kommentare

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bueso20
12.08.2013
Denkfehler? Schön, dass die APP "bald in Deutsch" erhältlich ist... wie wäre es mit einer Version für Android (in Englisch und vorläufig gratis)? Meines Wissens erreichten sie damit ein wesentlich grösseres Publikum, das wohl nicht weniger anfällig ist für Denkfehler (zu denken, nur IPHONE-User dächten, ist wahrscheinlich auch einer.....) Mit Dank!

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mfleig
13.08.2013
sehen wir auch so ;-) Dies sehen wir auch so - Jedes System hat Vor- und Nachteile und somit Anhänger und weniger Begeisterte. Wir testen unseren Erfolg jetzt auf einer ersten Plattform und je nach Erfolg sind die anderen Apps dann schnell da. Der grosse Aufwand für uns ist die zur Verfügung stellen und Aufbereitung der Daten. Dies bleibt bei anderen unterstützen Plattformen gleich ... also cross your fingers :cool:

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swissmac
14.08.2013
Schön, dass die APP "bald in Deutsch" erhältlich ist... wie wäre es mit einer Version für Android (in Englisch und vorläufig gratis)? Meines Wissens erreichten sie damit ein wesentlich grösseres Publikum, das wohl nicht weniger anfällig ist für Denkfehler (zu denken, nur IPHONE-User dächten, ist wahrscheinlich auch einer.....) Mit Dank! Ja, klassischer Denkfehler der Schweizer iJünger. Haben noch nicht gemerkt, dass weltweit nur noch 13% iPhones benutzen, aber 80% Android ...