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Lesedauer 4 Min.

DSL-Router AVM Fritz!Box 7690 im PCtipp-Test

Wenn Netzwerk-Profi AVM eine Fritz!Box lanciert, schauen wir gerne ganz genau hin. So geschehen beim neuen DSL-Spitzenmodell «7690». PCtipp hat es getestet.

AVM Fritz!Box 7690: Das neue DSL-WiFi-7-Spitzenmodell

© (Quelle: AVM)

Mit der Fritz!Box 7690 stellt Netzwerkspezialist AVM sein neues DSL-Router-Spitzenmodell (max. 300 Mbit/s), das der Hersteller für das Home Office respektive Small/Medium Business vorsieht. Im Vergleich zur Fritz!Box 7590AX (Wi-Fi 6E) ist diese Variante erstmals mit Wi-Fi 7 ausgestattet. Dadurch bietet der Router nicht nur höheres WLAN-Tempo mit bis zu 7’200 Mbit/s und zwar auf den beiden Frequenzbändern 2,4 GHz (1'440 Mbit/s), 5 GHz (5'760 Mbit/s). Das unter Wi-Fi-7 mögliche dritte 6-GHz-Frequnzband bleibt bei dieser Fritz!Box aussen vor.

Die Fritz!Box 7690 mit farbkodierten Ports

© Quelle: PCtipp

Das Design und die Masse der neuen Box fällt mit (25 19 x 6 cm, B x T x H) recht kompakt aus: Die Dualband-Box ist weiss/rot, kommt mit einer geschwungenen Form und Taster (WLAN, FON/DECT und CONNECT/WPS) an der Frontseite. Schön: Um möglichst weit und stabil zu funken, ist die Fritz!Box mit acht internen Antennen (4×4), und dem Wi-Fi-7-Feature MLO (Multi-Link-Operation) respektive einem 160 MHz breitem Kanal und 4K-Quam-Technologie ausgestattet. Tipp für Techies: In dem folgenden AVM-PCtipp-Webinar-Video finden Sie alle Features und Eigenheiten von WI-Fi 7 (auch für Fritz!Box-Modelle) erklärt.

Die Ausstattung: gewohnt viel drin

Die Anschlüsse der neuen Fritz!Box 7690

© Quelle: AVM

Ausstattungsseitig sind insgesamt drei 1-Gbit-LAN-Ports, eine weitere 2.5-Gbit-WAN/LAN-Variante sowie zwei analoge Telefonanschlüsse untergebracht. Ausserdem dabei ist die komplette Telefonanalage inklusive DECT-Basis, an der bis zu sechs Schnurlostelefone betrieben werden können. Ein seitlich angebrachter USB-2.0-Port komplettiert die grossen Anschlussmöglichkeiten. An diesem kann wahlweise ein Drucker, externe Festplatten oder auch ein kompatibler LTE-Stick andocken. Die Inbetriebnahme ist kinderleicht: Im ersten Schritt wird die Box mit dem mitgelieferten LAN-Kabel mit dem PC verbunden, die Konfiguration findet anschliessend im Browser statt. Nacheinander werden dabei der Provider (Internetzugang), WLAN sowie auch Telefonfunktionen abgefragt. Bei unserem Modell kam im Test die Firmware (7.62) zum Einsatz. Diese kommt im gewohnten Design und lehnt sich nahe an die Vorgänger-Version an. Demnächst wird aber auch für die Fritz!Box 7690 die 8er-Version ausgerollt.

Die Inbetriebnahme: einfach und schnell

Einfache Übertragung im Konfigurationsmenü: Direkt von alter zur neuen Fritz!Box

© Quelle: PCtipp

Beim ersten Start führt, wie gewohnt, ein einfach aufgebauter Schritt-für-Schritt-Assistent durchs Einrichten des Internetzugangs, Smart- und Telefonfunktionen. Die Inbetriebnahme der Fritz!Box 7690 ist einfach gehalten, und gerade für «Erstanwender» schnell erledigt. Zur edlen Feature-Liste gehören neu die ZigBee-Funktionalität, Mesh-Einbindung, eine Kindersicherung, ein Gastzugang für das WLAN sowie eine detaillierte Rufbehandlung (Rufsperren, Umleitung oder diverse Wahlregeln). Tipp: Wie das mit ZigBee im Detail funktioniert, steht in diesem Test beschrieben.

Im Fritz!Box-Menü lassen sich viele Schritt-für-Schritt-Assistenten aufrufen

© Quelle: PCtipp

Fürs Erstellen eines vielseitigen Mesh-Netzwerkverbundes haben wir mit Hilfe der AVM-Repeater (Modelle: 6000, 1200AX) ein Mesh-Verbund aufgespannt, damit war es uns nicht nur möglich, ein performantes, lückenloses (!) Netzwerk in einem dreistöckigen Haus (Wohnfläche 233 Quadratmeter, inklusive Keller) aufzubauen. Ausserdem deckte das Netzwerk auch um das Haus herum einen 8 Meter grossen Radius zufriedenstellend ab. Konkret konnten wir in der Distanz noch einen Full-HD-Stream flüssig übertragen.

Zur Vollständigkeit: Für Tablets und Smartphones bietet AVM zudem kostenlose Apps an, um an die Daten im Netzwerk heranzukommen. Schade, dass die Fritz!Box nur über ein USB-Port und das in der mageren 2.0-Version, verfügt.

Tempo und Fazit

Das neue DSL-Flaggschiff mit Wi-Fi-7-Tempo

© Quelle: AVM

Um die Reichweite und den Datendurchsatz der Fritzbox zu ermitteln, haben wir den Netzwerkknoten mithilfe unseres Test-Notebooks mit dem WiFi-7-Adapter Intel BE201 (im Notebook Lenovo Yoga Slim 7 verbaut) überprüft. Bei direktem Sichtkontakt (gleicher Raum, ohne Hindernisse) haben wir sehr gute 1450 Mbit/s gemessen. Bei einer Distanz von 25 Metern und einem dazwischen liegenden Stockwerk blieben noch durchschnittlich 681 Mbit/s übrig. Lagen zwischen Router und Laptop drei Etagen sackte das Tempo auf immer noch starke 164 Mbit/s ab. Auch das reicht locker für flüssiges Streamen von mehreren 4K-Videos, dazu noch seine Social-Media-Kanäle zu pflegen, zu chatten oder auch Smart-Home-Geräte zu steuern. Schön: AVM gewährt auf das Gerät eine Garantie von fünf Jahren.

Fazit: Die Fritz!Box 7690 von AVM ist ein Alleskönner. Als Netzwerkzentrale punkte der Wi-Fi-7-Spezialist bei der Ausstattung, Inbetriebnahme und Tempo.

Testergebnis

Pros + Cons

  • Bedienung
  • Ausstattung
  • Tempo
  • Garantie
  • Apps
  • Kein Triband
  • nur ein USB-2.0-Port

Details:  WiFi-7-Router mit Modem (IP, ADSL, VDSL), max. Speed: 7200 Gbit/s, Dualband (4×4), 2 × 1-Gbit-LAN, 2.5-Gbit-LAN, 1 x WAN (2.5 GBit), USB 2.0, WPS, dimmbare LEDs, NAS-Funktionen, Smart-Home-Basis, Mesh, ZigBee, Telefonanlage (analog, DECT, IP), VPN, Gastzugang, Kindersicherung, div. Apps, 5 Jahre Garantie

Preis:  ab Fr. 255.74

Infos: 

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