News 26.11.2004, 09:30 Uhr

EU vs. Microsoft: Entscheidung fallt im Dezember

Der zuständige EU-Richter will noch vor Weihnachten urteilen, ob die Sanktionen gegen Microsoft vorübergehend sistiert werden sollen.
Im März verknurrte die Europäische Kommission Microsoft zu einer Busse von insgesamt 497,2 Millionen Euro (ca. 772 Millionen Franken). Ausserdem verordnete sie, dass der Softwarekonzern verschiedene Schnittstellenspezifikationen offen legen und eine alternative Windows-Version ohne Media Player veröffentlichen muss. Microsoft legte gegen das Kartellrechtsurteil beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg Berufung ein. Zusätzlich verlangte das Unternehmen, dass die Sanktionen der EU bis zum endgültigen Urteil aufgehoben werden. Der zuständige Richter Bo Vesterdorf will nach eigenen Angaben am 18. oder 20. Dezember seinen Entscheid in der Sache verkünden. Würden die Sanktionen sistiert, könnte es Jahre dauern, bis Microsoft die geforderten Änderungen vornehmen muss.
Laut Richter Bo Vesterdorf wird die EU die im Berufungsprozess auch die Argumente von Novell und der CCIA (Computer ans Communications Industry Association) berücksichtigen. Dies war bislang nicht sicher, da sich die beiden vor wenigen Wochen aussergerichtlich mit Microsoft geeinigt haben [1].


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