News 17.07.2015, 08:21 Uhr

Euroairport ohne Schweizer Handynetz

Am EuroAirport in Basel müssen Schweizer Handykunden künftig das französische Netz nutzen. Schweizer Telkos müssen ihre Antennen abstellen.
Die Schweizer Telkos müssen ihre Handyantennen, die am EuroAirport auf französischem Boden stehen, abstellen. Dies vermeldet die «TagesWoche» mit Verweis auf «Schweiz Aktuell», die Swisscom-Sprecher Sepp Huber wie folgt zitiert: «Am 29. Juni 2015 fand in Paris ein Treffen zwischen den Schweizer und französischen Regulatoren sowie den sieben betroffenen Providern statt. Trotz intensiver Bemühungen und diversen Gesprächen konnte bis heute keine gemeinsame Lösung gefunden werden. Wir bedauern dies sehr. Voraussichtlich in den kommenden Tagen erhalten alle Schweizer Anbieter, damit auch Swisscom, vom französische Regulator (ANFR) eine behördliche Verfügung mit den Angaben, bis wann das verbleibende 2G-Netz am EuroAirport abzuschalten ist.»
Die gescheiterten Verhandlungen bedeuten, dass Schweizer Handynutzer am Flughafen bei Basel künftig über das französische Netz telefonieren und damit Roaming nutzen müssen. Zwar spricht Huber noch von weiterführenden Gesprächen, besonders optimistisch scheint der Swisscom-Sprecher aber nicht sein: «Es ist sehr schwierig, eine Lösung zu finden, die technisch umsetzbar und rechtlich korrekt ist».

Fabian Vogt
Autor(in) Fabian Vogt


Kommentare

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Maxtech
17.07.2015
Jetzt können die Provider bald keine höheren Gebühren innerhalb der EU verlangen. Nehmen sie es dort wo noch etwas zu holen ist. Unsere Regierung wäre da gefordert.

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PC-John
17.07.2015
... Unsere Regierung wäre da gefordert. Hast du gesagt "Regierung"? Der ordentliche Duden gibt diese Wörter kaum her, an welche ich dabei denke. Zu unserer Schulzeit, ist schon lange her, wurden da gerade 4 Bundesräte an einem Morgen gewählt. Jean Bourgknecht aus Fribourg warf das Handtuch schon nach einem halben Jahr. Und der Rest? Bald schon kursierte die Frage an den Stammtischen: "Warum bringt der Bundesrat so wenig fertig?" "Ganz klar, es hätte eben 6 Hosensche....., und nur einen (Willi) Spühler!" Hat sich gar nichts geändert in all den Jahrzehnten, von ein paar Lichtblicken abgesehen. PC-John

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flacocuchento
19.07.2015
Fremdbestimmung Und schon wieder meinem die F, dass es nur sie gibt in Europa. Aber klar ich kann es verstehen. Wenn man gegen die grossen D nicht ankommt, dann müssen halt die kleinen CH hinhalten. Man könnte ja den Frontarliers verbieten Natel mit Schweizerchips zu benutzen.;-)

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Pagnol
19.07.2015
Und wären die Schweizer Roaminggebühren nicht rund doppelt so hoch, wie in Frankreich, wäre das Ganze auch nur halb so schlimm. Also bitte mal den Ball flach halten ...

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Maxtech
20.07.2015
Und wären die Schweizer Roaminggebühren nicht rund doppelt so hoch, wie in Frankreich, wäre das Ganze auch nur halb so schlimm. Also bitte mal den Ball flach halten ... Das liegt der Hund begraben. Wir haben sehr viele EU Gesetze übernommen. Wenn es ums zahlen geht, werden wir als Drittland behandelt. Die Mobilfunkbetreiber können auch nur die Preise weiter geben, die sie selber bekommen. Unsere Regierung sagt immer nur ja und übernimmt EU Recht, ohne Gegenleistung. Ausländische Anbieter nutzen das mit allem aus. Sie bestimmen Preise anhand der Kaufkraft. Kennen wir schon im Autohandel wenn grenznahe Garagen keine Neuwagen an Schweizer verkaufen dürfen, nur damit die Hochpreisinsel Schweiz bestehen bleibt. Das Kartel wird geschützt, niemand macht etwas.