Huawei bringt dünnstes Smartphone der Welt

Schnörkellose Oberfläche

Schnörkellose Oberfläche
Der dritte Punkt, den Huawei hervorhob, ist das UI.  Emotion UI nennen die Chinesen ihre eigene Nutzeroberfläche, die über die aktuellste Android-Version 4.2 gestülpt wurde. Über 300 Verbesserungen sollen in die neue Oberfläche eingeflossen sein. Beispielsweise lassen sich verschiedene Widgets auf dem Homescreen gruppieren und als Ganzes verschieben. Uns hat vor allem das schlichte Design der Oberfläche gefallen. Weiss ist die dominierende Farbe in den übersichtlichen Menüs, die ohne grossen Schnickschnack daherkommen. Für einen individuellen Touch sorgen zahlreiche vorgefertigte Designs, die zur Wahl stehen. Online kann man gar aus über 1000 Designs auswählen – oder einfach seine eigene Oberfläche zusammenstellen.
Was die Software betrifft, hat sich Huawei auf das Wesentliche beschränkt, ausufernde Apps und Software-Features wie teils bei der Konkurrenz sucht man hier vergebens. Ein paar coole Tools sind aber schon mit dabei, beispielsweise der Permission Manager. Damit legen Sie ganz genau fest, welche Apps z.B. auf Ihre Kontakte zugreifen dürfen. Auch können Sie damit präzise regeln, welche Anwendungen via WLAN oder Mobilfunknetz kommunizieren dürfen.
Solide Hardware, aber kein LTE
Auf der Hardwareseite gibt es keine Überraschungen. Quad-Core-Prozessor mit 1,5 GHz und 2 GB RAM sind solide Oberklasse. Der interne Speicher beträgt 8 GB und lässt sich via Speicherkarte erweitern. Der 4,7-Zoll-Bildschirm hat zwar „nur“ eine Auflösung von 1280 x 720 und kann damit punkto Schärfe nicht mit den aktuellen Full-HD-Flaggschiffen wie dem HTC One oder dem Samsung Galaxy S4 mithalten, doch für die meisten dürfte diese Auflösung völlig ausreichen. Wie beim iPhone 5 hat Huawei zudem einen sogenannten In-Cell-Touchscreen verbaut, mit ein Grund für das äusserst dünne Gehäuse.
Der einzige wirkliche Kritikpunkt am Ascend P6: es beherrscht kein LTE. Wahrscheinlich hat der LTE-Chip einfach nicht auch noch in das superdünne Gehäuse gepasst. Immerhin: Im Herbst soll eine LTE-Version des Ascend P6 folgen, doch vorerst muss man mit 3G vorlieb nehmen.
Ab Ende Juli zum Schnäppchenpreis
Das ist schade, aber die Chinesen haben noch ein weiteres Argument für ihr neustes Spitzengerät: der Preis. Mit einem UVP von 449 Franken ist das Ascend P6, das sich vor den Topmodellen der Konkurrenz kaum zu verstecken braucht, fast schon ein Schnäppchen. Ende Juli kommt es in 18 Ländern auf den Markt – darunter auch die Schweiz.



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