News 30.05.2006, 11:15 Uhr

Microsoft äussert sich zu Computerbild-Vorwürfen

Laut der PC-Zeitschrift Computerbild verlangt Microsoft für die Veröffentlichung der Vorabversion von Office 2007 von Verlagen eine Kontrolle über die Berichterstattung. Der Windows-Konzern weist dir Vorwürfe zurück.
"Die Pressefreiheit ist ein hohes und schützenswertes Gut. Wir greifen deshalb niemals und in keiner Weise in die redaktionelle Freiheit irgendeines Mediums ein. Wir haben dies in der Vergangenheit nicht getan und werden es auch in Zukunft nicht tun", so Jürgen Gallmann, Vorsitzender der Geschäftsführung Microsoft Deutschland in einer Pressemitteilung [1]. Die deutsche Fachzeitschrift Computerbild hat dem Softwarekonzern gestern vorgeworfen, dass er per Vertrag in die redaktionelle Berichterstattung über die Vorabversion von Office 2007 eingreifen wolle. Der PCtipp berichtete [2].
Microsoft möchte mit dem fraglichen Vertrag nach eigenen Angaben nur sicherstellen, dass die Fakten und Prozesse des neuen Office-Pakets korrekt dargestellt werden. Man wolle "in keiner Weise auf inhaltliche Berichterstattung, Bewertungen oder Meinungen Einfluss nehmen." Gemäss dem Redmonderkonzern hat Computerbild zudem die angeführten Vertragsbestandteile, "aus dem Kontext gerissen und verkürzt dargestellt."
Trotz dieser Erklärung von Microsoft hinterlässt die jüngste Aktion des Konzerns einen bitteren Nachgeschmack. So bleibt die Tatsache bestehen, dass sich das Redmonder Softwarehaus vertraglich eine Prüfung der Office-2007-Artikel zusichern wollte. Zudem erklärt die Firma in ihrem Statement auch nicht, wieso es der Vertrag verbietet, Open-Source-Programme und die Vorabversion von Office 2007 auf der gleichen CD/DVD zu veröffentlichen.


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