News 27.05.2015, 08:24 Uhr

Microsoft bestätigt Cortana für Android und iOS

Jetzt ist es offiziell: Microsofts Sprachassistentin Cortana gibt es ab Juni für Android als eigenständige App; eine iOS-Version folgt später im Jahr.
Nun gibt es von Microsoft eine offizielle Bestätigung: Microsofts Sprachassistentin «Cortana», die schon in Windows 10 und dessen Smartphone-OS eingebaut ist, soll auch auf die Betriebssysteme der Konkurrenz kommen. Das teilte Microsoft-Manager Joe Belfiore in einem offiziellen Microsoft-Blogpost mit. Über die Apps bzw. übers Benachrichtigungszentrum von Windows 10 für Phones lassen sich dann per Sprachbefehl Reisedaten, Routen und Wetter abfragen, Erinnerungen anlegen oder E-Mails verfassen.
Anders als bei den mobilen Windows-Geräten wird Cortana bei den Konkurrenzsystem jedoch nicht so tief im Betriebssystem verankert sein. Aufrufe wie «Hey Cortana» sollen dort nicht möglich sein, schreibt Belfiore. Microsoft will Cortana für Android Ende Juni herausbringen. Eine iOS-Version soll im Laufe des Jahres folgen. Ob das mobile Cortana bis dahin auch in deutscher Sprache verfügbar gemacht wird, steht noch nicht fest.
Von Umsetzungsplänen hat Mitte März erstmals die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet:
Originalmeldung vom 16. März 2015:
Microsoft arbeite an einer verbesserten Cortana und greife dazu auf Grundlagenforschung aus einem KI-Projekt (Künstliche Intelligenz, im Englischen AI = Artificial Intelligence) namens «Einstein» zurück. Diese neue Version werde mit Erscheinen von Windows 10 auf Desktop-PCs Einzug halten und später dann in die Stand-alone-Apps für iOS und Android.

Mit Bing verzahnte deutsche Version 

Die bisherige Entwicklungsstufe von Cortana gibt es in englischer Sprache seit etwa einem Jahr auf Smartphones mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone. Die deutsche Cortana ist leider bislang nur eine Alpha. Das liegt unter anderem daran, dass die deutsche Sprache um einiges komplexer ist als das Englische – aber auch daran, dass Microsoft in die deutsche Version seiner Suchmaschine Bing deutlich weniger investiert hat als in das US-Pendant, und Cortana greift auf Funktionen und Ergebnisse aus Bing zurück.

Cortana hilft beim Lesen der E-Mails

Mit der Technik aus dem «Einstein»-Projekt solle Cortana unter anderem in die Lage versetzt werden, E-Mails zu lesen und zu verstehen, zitierte Reuters Eric Horvitz, Managing Director von Microsoft Research. Das Projekt und die Pläne für die Apps auf Nicht-Microsoft-Plattformen habe der Konzern bislang nicht kommuniziert. Das Vorhaben würde aber gut in das Bild des neuen Microsoft passen, das unter der Ägide von Satya Nadella versucht, seine Dienste auf möglichst vielen Geräten und Plattformen unterzubringen, statt wie in der Vergangenheit Nutzer zu Windows zu zwingen.

Autor(in) Simon Gröflin


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