News 30.04.2012, 10:35 Uhr

Schwerer Stand für NFC?

Während die Bezahlung via NFC in den nächsten Jahren keinen grossen Einfluss auf die mobile Welt hat, sollen mobile Überwachungsanlagen der grosse Trend werden. Dies behauptet ein IEEE-Gefolgsmann.
NFC steht für Near Field Communications und ist ein relativ junger Standard für drahtlose Kommunikation über kurze Distanzen. Die Technik wird in diesem Jahr erstmals ein breiteres Publikum erreichen, denn immer mehr neue Smartphones unterstützen NFC wie etwa das Samsung Galaxy Nexus. Apple, Microsoft oder Google - diverse ICT-Schwergewichte setzen auf NFC, dementsprechend muss das ein Erfolg werden. Oder doch nicht?
Jack Winter, der beim IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) arbeitet, behauptet gegenüber Networkworld.com, dass NFC keinen so grossen Einfluss haben wird, wie die Unternehmen hoffen.
Er sagt, dass beispielsweise Zahlungen via NFC erst interessant werden, wenn die Technik eine kritische Masse erreicht und überall erreichbar ist. «NFC wird erst dann wirklich nützlich, wenn die Mehrheit der Telefone die Technik unterstützt.»
Stattdessen sieht Winter Applikationen, die mit Nutzern kommunizieren und via Wireless-Verbindungen Überwachungen durchführen können, als wichtigste kabellose Privatanwendertechnologien der nächsten Jahre. So sollen mittels Cloud-Services Benutzer einfacher und billiger Einblick in ihre Sicherheitskameras sowie in Licht- oder Heizsysteme erhalten. Um das auszuführen, sagt Winter: «Man sollte nicht jemanden zu Hause anrufen müssen, um zu wissen, ob die Lichter ausgeschaltet sind. Es sollte etwas geben, das alles überwacht, was in meinem Leben geschieht und mich warnt, wenn etwas ungewöhnlich ist.»

Fabian Vogt
Autor(in) Fabian Vogt


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