News 18.05.2015, 09:06 Uhr

Zeitraffervideos: Microsoft veröffentlicht Hyperlapse

Microsoft hat ein Gratis-Zeitraffer-Tool veröffentlicht, das bereits auf Windows-PCs, Android und Windows Phone getestet werden kann. Wir habens ausprobiert.
Microsoft hat mit «Hyperlapse» ein Tool zum Download bereitgestellt, das aus Kurzfilmen Zeitraffervideos macht. Die Software ist ab heute für Windows-PCs, Windows Phone und Android kostenlos zum Download erhältlich. Das Programm hat jedoch nichts mit der funktional und namentlich ähnlichen Anwendung «Hyperlapse from Instagram» zu tun.

Aus Handy-Clips mach' Zeitraffer

Im Unterschied zur Lösung der bekannten Foto-Sharing-App muss zuvor nicht zwingend ein Clip aufgezeichnet werden. Wir haben vor allem die Android-App angetestet. Das Prinzip ist simpel: Man zeichnet einen Clip auf oder importiert einen bestehenden Kurzfilm, jedoch darf die Länge nur wenige Sekunden betragen. Sonst dauerts entsprechend mehrere Minuten bis unendlich lang. Ein kurzes Antippen des Save-Buttons jagt den Kurzfilm danach durch den «Hyperlapse»-Algorithmus. Anschliessend hat man die Wahl zwischen verschiedenen Geschwindigkeitsstufen. Der Zeitraffereffekt kann mit bis zu achtfachem Tempo eingestellt werden. Zum Schluss stehen dem Anwender so gut wie alle Sharing-Funktionen für YouTube, Facebook, WhatsApp, Google Drive etc. zur Wahl. 
Zum Schluss reicht ein kurzes Antippen auf die gewünschte Zeitraffergeschwindigkeit
Der resultierende Effekt und die Usability überzeugen. Die Windows-Anwendung stellt dieselben Grundfunktionen der mobilen Apps zur Verfügung. Anders als die mobilen Programme offeriert die Shareware-Pro-Version zusätzliche Hardware-Beschleunigung für geschmeidigere Zeitraffereffekte. Wann genau die umfassende Pro-Version erscheinen soll, wurde noch nicht angekündigt.  
Fazit: Die Resultate mit Microsofts Zeitraffer-Tool können sich durchaus sehen lassen. Auf dem Notebook haben wir es mit einem 30-sekündigen Full-HD-Clip mit 50 Hz im MP4-Format probiert. Bleibt zu hoffen, dass die Pro-Version der PC-Anwendung kostenlos bleibt oder nicht zu teuer wird. Auf dem Handy vermochte ein sechssekündiges Kurzvideo zu überzeugen. Das HTC One (M8) wurde aber während dem Rechnen schon in kurzer Zeit recht warm. Auch auf dem Handy ist die Ausgangsqualität recht erstaunlich.

Verfügbarkeit/Testprogramme

Wer die Android-App ausprobieren will, muss sich zunächst über die Android Community auf Google+ zum Testen anmelden und erhält danach den Link, um die App aus dem Google Play Store zu laden. Unterstützt werden aber bislang nur eine beschränkte Zahl an Android-Geräten. Dazu zählen das Samsung Galaxy S5, S6 (Edge), Google Nexus 5, 6 und 9  sowie das HTC One (M8), das HTC One (M9) und das Sony Xperia Z3. Es sollen laut Microsoft aber demnächst noch weitere Devices unterstützt werden.
Hyperlapse für Windows Phone kann hier heruntergeladen werden. Vorausgesetzt wird Windows Phone 8.0. Welche Lumia-Handys bislang unterstützt werden, kann ebenfalls unter angegebenem Link nachgeschaut werden.
Die Applikation für Windows-PCs lädt man sich über diesen Link übers Microsoft Research Center herunter.
Eine iOS-Version steht derweil noch aus.

Autor(in) Simon Gröflin


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