Kommentar 09.01.2004, 13:00 Uhr

Das Freitagsbit: Die Frauen wie die Männer

Die WWKolumne
Männer sind unvergleichlich weichlich: Nach dem Survival-Training mit jungen Frauen wenden sie sich wieder der älteren Generation zu. Dies ein Fazit von Match.com, dem weltweit grössten Online-Datingservice. Markforscher von comScore haben untersucht, wie Männlein und Weiblein Online-Datingdienste nutzen und festgestellt, dass die Emanzipation voll durchschlägt. Ältere Frauen suchen sich vermehrt jüngere Männer, während Männer ihre Präferenzen auf die eigene Generation justieren.
Vielleicht, weil das "harte Geschlecht" statt in funkelndes Geschmiede für glatte Hälse wieder vermehrt in Autos, High-Tech-Soundanlagen oder in die PC-Ausrüstung investiert? Mit der IT-Branche gehts auf jeden Fall wieder aufwärts. Gestandene Frauen zieren sich längst mit echter Bescheidenheit, Unabhängigkeit und dem Wissen, wo das Leben hockt: Unter ihrer Schädel- statt unter irgendwelchen Männerdecken.
Die Marktforscher notieren in ihrer Studie auch: Das Geschäft mit den Online-Dates stagniert in den USA. Konstant suchen 40 Millionen Amerikaner pro Monat ihr Liebesglück im Netz. Der Ansturm habe sich gelegt, schreiben die Marktforscher. Vielleicht haben die Menschen auch nur gemerkt, dass die Chance, mit dem Partner fürs Leben zusammenzustossen, verschwindend gering ist. Und dass der Zufall weitaus spannendere Beziehungen knüpft, als Online-Profile und -Fragebögen.


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