News 10.12.2003, 14:45 Uhr

Elektronische Wahlen: Genf geht einen Schritt weiter

Der Kanton Genf wird am Weltgipfel über die Informationsgesellschaft ein neues elektronisches Wahlsystem vorstellen. Es ermöglicht Sehbehinderten, mit Hilfe eines Spracherkennungssystems ihre Stimme abzugeben.
Heute startet in Genf der UNO-Weltgipfel über die Informationsgesellschaft [1]. Zentrales Thema der Veranstaltung ist die Überwindung des digitalen Grabens zwischen geografischen Regionen, aber auch sozio-ökonomischen Gruppen. Viele Menschen haben heute noch keinen oder nur beschränkten Zugriff auf Kommunikationstechnologien wie das Internet.
Der Gastgeberkanton Genf plant, an der Veranstaltung ein neues Internet-Wahlsystem zu präsentieren. Genf nimmt schon länger eine Pionierrolle im Schweizer eGovernment ein. So machte die Gemeinde Anières weltweit von sich Reden, als sie Anfang Jahr erfolgreich eine Internetabstimmung durchführte [2]. Ende November wurde das Projekt in der Gemeinde Cologny wiederholt. Jetzt geht Genf mit einem von HP und WISeKey entwickelten Wahlsystem noch weiter. Dank eines integrierten Synthesizers können nun blinde und sehbehinderte Menschen ihre Stimme mit Sprachbefehlen abgeben. Auch die Menüführung erfolgt per Audio. Um die Identität der Wähler eindeutig festzustellen, verfügt das System zusätzlich über ein biometrisches Fingerabdruckgerät.


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