News 09.02.2009, 10:24 Uhr

Erstes kantonales E-Voting in der Westschweiz

Genf hat als erster Schweizer Kanton das E-Voting eingeführt. Die Stimmberechtigten des Westschweizer Standes haben gestern einer entsprechenden Verfassungsänderung mit überwältigender Mehrheit zugestimmt.
Über 70 Prozent der Genfer Stimmberechtigten votierten für eine Änderung der Kantonsverfassung zur Einführung der Stimmabgabe mittels Internet. Damit führt Genf als erster Schweizer Kanton das E-Voting ein. Stimmberechtigte des Westschweizer Kantons können somit zwischen der Abstimmung per Post, dem Gang zur Urne und E-Voting wählen.
Dem «Kleinreport» zufolge ist die Regierung nach elf E-Voting-Testläufen seit 2003 zum Schluss gekommen, dass die elektronische Stimmabgabe sicher ist und einem Bedürfnis entspricht. Der Kanton verspricht sich von der Stimmabgabe übers Web zudem eine höhere Stimmbeteiligung, heisst es.

Kommentare

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jonnyswiss
09.02.2009
also, mich erstaunt es gar nicht! Die Jugend ist bestimmt nicht so unpolitisch wie die aktuellen Politiker einem das glauben machen wollen! Wenn man sich jedoch ansieht, um welche Zeit die Abstimmungen sind, ein klein bisschen nachdenkt - oder sich selber an seine Jugendjahre zu erinnern vermag, dann weiss man ja auch, dass die Urnezeiten meistens dann angesetzt sind, wo die jungen "Besseres" zu tun haben: aktiv soziale Kontakte pflegen - und ich persönlich halte dies für dieses Alter als absolut verständlich! Ob die verkalkten Politiker dies jedoch verstehen können lasse ich einfach mal offen – die Genfer haben es offenbar bisher als einzige Kapiert! Dazu kommt, dass viele Hilfsbedürftige nicht abstimmen gehen können – Bussen aber trotzdem zahlen müssen – ich zum Beispiel bin zur Zeit auf fremde Hilfe angewiesen da ich seid über 3 Monaten eine offene Wunde am Bein habe die sich nicht schliesst und somit nicht einmal ein paar Meter gehen darf.

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Gaby Salvisberg
09.02.2009
Und es gibt immer noch keine briefliche Abstimmungsmöglichkeit in Schaffhausen? Da könnte man das Couvert ja immerhin jemandem mitgeben, der es dann in den Briefkasten wirft. Gruss Gaby PS: Stimme und wähle schon seit Jahren nur noch brieflich :)

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froeschli
09.02.2009
Doch briefliche Abstimmung gibts in SH. Stimme auch seit einiger Zeit nur noch brieflich, weil ich zu den hier üblichen Urnenzeiten entweder im Ausgang bin (Freitag Feierabendbier, Samstag sonst wo unterwegs) oder noch schlafe (Sonntag Morgen). Aber um brieflich abzustimmen muss man es entweder bis am Freitag vor Abstimmungssonntag bei der Post oder bis am Samstag direkt beim Stimmlokal eingeworfen haben. Und wenn man auf fremde Hilfe angewiesen ist, und diese nicht gerade zur Hand ist, kann es durchaus mal in Vergessenheit geraten. Gruss froeschli

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radarin
09.02.2009
Kantönligeist!!! Landesweit einführen, danke.

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jonnyswiss
09.02.2009
danke froeschli ;) Apropos: was hat z.B. der Abbau von Poststellen mit dem Kantönligkeist zu tun? Damit haben Leute in der ganzen Schweiz zu kämpfen - und viele alte Leute sind meistens auf die Poststellen angewiesen... Ich mache schon lange meine Geldgeschäfte online und bin wenigstens jetzt sehr froh darum, müsste ich doch Leuten denen ich nicht unbedingt vertraue meine Vollmachten geben! Aber eben: eigentlich schon ein richtiges Wunder bei dieser weltfremden Politik, dass wir nicht mehr per Handheben anbstimmen müssen.... PS: ähm, kann mir jemand sagen in welchem Jahrhundert PC-Tipp lebt? Offenbar haben einige hier eine Zeitreise gemacht, dieser NT habe ich am 09.02.2009, 23:26 gemacht...

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BlackIceDefender
10.02.2009
...Dazu kommt, dass viele Hilfsbedürftige nicht abstimmen gehen können – Bussen aber trotzdem zahlen müssen.. Das verstehe ich nicht. Bussen wegen Abstimmen?

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jonnyswiss
10.02.2009
Das verstehe ich nicht. Bussen wegen Abstimmen? Klar ist das so! In Schaffhausen bezahlt man sFr. 3.- und - und sofern es inzwischen nicht geändert wurde - in Arbon am Bodensee sFr. 20.- wenn man mal nicht abstimmt! Viele Gemeinde bereichern sich dann an denen, die nicht hingehen können!

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froeschli
10.02.2009
Das verstehe ich nicht. Bussen wegen Abstimmen? Ist von Kanton zu Kanton verschieden. In SH kostet es CHF 3.- pro versäumten Abstimmungstermin (Abstimmungssonntag). In anderen Kantonen (z.B. Bern meines Wissens) kostet es gar nichts... Gruss froeschli

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jonnyswiss
10.02.2009
Ist von Kanton zu Kanton verschieden. In SH kostet es CHF 3.- pro versäumten Abstimmungstermin (Abstimmungssonntag). In anderen Kantonen (z.B. Bern meines Wissens) kostet es gar nichts... Gruss froeschli ... nicht nur Kantonal, das ist sogar Gemeideweise unterschiedlich. Wie oben gesagt, Arbon hatte damals sFr. 20.- Busse, wobei Romanshorn damals keine Bussen drauf hatte, ebensowenig wie Kreuzlingen. Dies alleine im Thurgau! Die Stimmbeteiligung rechtfertige dies, obwohl "unser" Stimmbüro zu mir mal meinte, dass es bloss eine Unmenge von leeren Zetteln ergebe. :?: Fazit: die Politiker können behaupten, dass Schaffhausen immer die grösste Stimmbeteiligung habe - solange sie die enorme Anzahl von Leerzettel "unter den Tisch kehren" :cool: Resumée daraus: so funktioniert unsere, die schweizerische Politik!.. ;) Apropos Leerzettel: Ich selber und viele in meiner Umgebung haben oft Mühe, zu verstehen was die Politiker mit diesen superkomplizierten Beschreibungen überhaupt meinen - und ich nehme auch nicht ernsthaft an, dass die Politikerr dies auch nicht unbeding so schreiben dass es die Bevölkerung dann auch verstehen kann - doch ist dies ein sehr gutes Mittel um die Stimmbürger zu verarschen...! Apropos verarsche: das wäre doch etwas wo sich PC-Tipp endlich mal so richtig profillieren könnte: vollig unpolitisch die Vorlagen zu erklären - und wenn die Redaktion dazu (verständlicherweise) nicht fähig ist, könnten die ja doch auch locker mal in St. Gallen nachfragen... ;)

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froeschli
10.02.2009
Apropos verarsche: das wäre doch etwas wo sich PC-Tipp endlich mal so richtig profillieren könnte: vollig unpolitisch die Vorlagen zu erklären - und wenn die Redaktion dazu (verständlicherweise) nicht fähig ist, könnten die ja doch auch locker mal in St. Gallen nachfragen... ;) Nur hätte das vermutlich wenig mit PC, EDV oder Informatik im Allgemeinen zu tun. Und vermutlich dürfen sich die Mitarbeiter von PCtipp auch nicht offiziell (über das Magazin/die Webseite) zu politischen Themen äussern... Mal abgesehen vom Freitagsbit ;) Gruss froeschli