News 26.07.2013, 08:07 Uhr

Schweizer testen Drohnen-WLAN

Forscher an der ETH Lausanne wollen mit Drohnen temporäre WLAN aufbauen. Die Technik soll in Notfallgebieten eingesetzt werden. Das erste Experiment ist gelungen.
Der eBee der Schweizer Firma senseFly hat schon Katastrophengebiete in Haiti kartografiert
Forschern der ETH Lausanne ist es gelungen, auf experimentelle Weise ein grösseres Drohnen-Netzwerk aufzubauen: Die mit WLAN-Modulen bestückten Flugwespen bauen untereinander in den Lüften ein Ad-hoc-Netz von bis zu zehn Hot Spots auf, wobei die erste Drohne in ständigem Kontakt mit dem Access Point der Boden-Basisstation ist.
Zusammenbrechende Kommunikationsnetzwerke bei Katastrophen-Szenarien sind leider kein Seltenheitsphänomen. Aktuell werden bereits solche Katastropheneinsätze erprobt. Ausserdem arbeitet das Forscherteam zur Zeit mit dem Unternehmen Swarmix zusammen. Swarmix erprobt neuartige Szenarien mit Rettungshunden. Dabei werden den Hunden elektronische Halsbänder mit integrierten Lautsprechern angelegt. Den Rettungshunden kann so aus der Ferne Anweisungen erteilt werden. Die Kommunikation zwischen Hilfskräften und Rettungshunden soll über das Netz der Drohnen stattfinden. 
Rettungshunde mit Funklautsprechern an den Halsbändern
Ausserdem interessiert sich die Firma senseFly, ein Schweizer Startup-Unternehmen und Fluggeräte-Spezialist, für die Technik: Die Firma will die Drohne im Markt etablieren. Erfahrungen dürfte das Startup bereits darin haben. Ein senseFly-Modell namens eBee hat unter anderem Gebiete in Haiti aufgezeichnet, woraus sich komplexe 3D-Karten modellieren liessen. Die Vorabinspektion via Drohne ermöglicht es, Gefahrenzonen schneller zu erkennen. 

Autor(in) Simon Gröflin



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