Apple-Watch-Tipps
16.03.2026, 10:00 Uhr
Alles für die Gesundheit auf der Apple Watch
Die Apple Watch ist gespickt mit Funktionen, die sich der Überwachung der Gesundheit verschreiben. Damit wird die smarte Uhr zum Schutzengel aller Altersklassen, denn sie kann gesundheitliche Probleme erkennen, bevor sie problematisch werden.
(Quelle: Shutterstock/nestudio99)
Die Diskussion in unserer Familienrunde über die Gesundheit war in vollem Gange, als einem betagten Bekannten ein Stossseufzer entfuhr: «Ich glaube, ich bin reif für den roten Knopf». Spontan habe ich dabei gedacht: Den musst du aber auch drücken können. Der «Rote Knopf», der früher am Handgelenk getragen wurde, ist zum Symbol einer zunehmenden Abhängigkeit von fremder Hilfe geworden. Er konnte mit einem Drücken einen Notruf absetzen, falls die Situation für den Träger wirklich brenzlig wurde. Was ausserhalb seiner Möglichkeiten lag: Diesen Notruf auch dann auszulösen, wenn die Person nach einem schweren Sturz ohne Bewusstsein liegen bleibt.
Doch diesem düsteren Szenario sollte hier nicht zu viel Platz eingeräumt werden, auch wenn wir gleich darauf zurückkommen. Mindestens genauso interessant sind jene Gesundheitsfunktionen der Apple Watch, die wir (hoffentlich) nie zu Gesicht bekommen: Sie analysieren unsere Vitalwerte und können auf gesundheitliche Unregelmässigkeiten hinweisen, bevor sie zu waschechten Problemen heranwachsen – egal, in welcher Altersklasse.
Damit das verlässlich funktioniert, sollte die Apple Watch zum steten Begleiter werden, am besten rund um die Uhr. So bedingt zum Beispiel die Erkennung von Vorhofflimmern, dass die Apple Watch an mindestens 5 Tagen für 12 Stunden lang getragen wird, damit sie konsistente Schätzungen abgeben kann. Damit unterscheidet sie sich deutlich von einer Blutdruckmanschette oder einem Thermometer, die nach kurzem Einsatz wieder in der Schublade verschwinden.
Die Wichtigkeit der eSIM
Und schliesslich ist da noch der Kontakt zum Umfeld, wenn die Not am grössten ist. Damit die Apple Watch unabhängig vom iPhone einen Notruf absetzen kann, benötigt sie eine aktive eSIM-Karte für den Mobilfunk-Zugriff. Ausserdem kann sie dadurch auch telefonieren, Nachrichten absetzen oder empfangen und vieles mehr, um bei den besorgten Angehörigen Entwarnung zu geben.
Kurz gesagt: Die eSIM ist unerlässlich, wenn das iPhone auch einmal zu Hause gelassen wird und die Apple Watch trotzdem unabhängig vom Smartphone die volle Bandbreite an Funktionen bieten soll.
Modelle mit eSIM
Um die eSIM zu nutzen, wird ein Apple-Watch-Modell mit der Bezeichnung GPS + Cellular benötigt. Diese Ausführung kostet um die 50 bis 100 Franken mehr. Bei allen Titan-Modellen und der Apple Watch Ultra ist die eSIM immer dabei. Es kann sich also lohnen, zu einem edleren Watch-Modell mit standardmässiger eSIM zu greifen, weil der Preisunterschied zu den einfacheren Ausführungen deutlich kleiner ist.
Um die eSIM zu nutzen, wird ein Apple-Watch-Modell mit der Bezeichnung GPS + Cellular benötigt. Diese Ausführung kostet um die 50 bis 100 Franken mehr. Bei allen Titan-Modellen und der Apple Watch Ultra ist die eSIM immer dabei. Es kann sich also lohnen, zu einem edleren Watch-Modell mit standardmässiger eSIM zu greifen, weil der Preisunterschied zu den einfacheren Ausführungen deutlich kleiner ist.
Breite Kompatibilität
Die folgenden Funktionen und Möglichkeiten beziehen sich auf das neueste Betriebssystem, watchOS 26. Das wiederum läuft auf allen Modellen bis hinunter zur Apple Watch Series 6 von 2019 und der Apple Watch SE der 2. Generation (kurz: SE 2). Einige Funktionen bedingen jedoch spezielle Sensoren, die erst im Laufe der Zeit hinzugekommen sind.
Die folgenden Funktionen und Möglichkeiten beziehen sich auf das neueste Betriebssystem, watchOS 26. Das wiederum läuft auf allen Modellen bis hinunter zur Apple Watch Series 6 von 2019 und der Apple Watch SE der 2. Generation (kurz: SE 2). Einige Funktionen bedingen jedoch spezielle Sensoren, die erst im Laufe der Zeit hinzugekommen sind.
Sturzerkennung
Werfen wir einen letzten Blick auf die Sturzerkennung, die sich wahrhaftig zum Lebensretter mausern kann. Wer auf einer Wanderung oder einer Mountain-Bike-Tour schwer stürzt, ist vielleicht nicht mehr selbst in der Lage, den Notfalldienst zu kontaktieren. Selbiges gilt für ältere Personen, deren Angst vor einem schweren Sturz zum Schreckgespenst schlechthin wird. In solchen Fällen ergreifen zwei Funktionen der Apple Watch die Initiative: die Sturzerkennung und die folgende Alarmierung des Rettungsdienstes, Bild 1. Dabei weiss die Apple Watch aufgrund der Ortung, in welchem Land man sich befindet und wählt die passende Nummer.
Werfen wir einen letzten Blick auf die Sturzerkennung, die sich wahrhaftig zum Lebensretter mausern kann. Wer auf einer Wanderung oder einer Mountain-Bike-Tour schwer stürzt, ist vielleicht nicht mehr selbst in der Lage, den Notfalldienst zu kontaktieren. Selbiges gilt für ältere Personen, deren Angst vor einem schweren Sturz zum Schreckgespenst schlechthin wird. In solchen Fällen ergreifen zwei Funktionen der Apple Watch die Initiative: die Sturzerkennung und die folgende Alarmierung des Rettungsdienstes, Bild 1. Dabei weiss die Apple Watch aufgrund der Ortung, in welchem Land man sich befindet und wählt die passende Nummer.
Bild 1: Der Notruf wird im schlimmsten Fall automatisch abgesetzt und liefert alle wichtigen Infos gleich mit
Quelle: PCtipp.ch
Clevere Algorithmen
Ich habe noch nie erlebt, dass der Automatismus fälschlicherweise ausgelöst wurde, etwa weil die Apple Watch herunterfiel oder ich fast gestolpert bin. Denn der Computer am Handgelenk zieht bei der Erkennung alle Register. Um einen «harten Sturz» von einer anderen Bewegung zu unterscheiden, stützen sich die Algorithmen auf die Daten aus dem Beschleunigungssensor: Er erkennt Kräfte von bis zu 32 G, die typisch bei einem schweren Sturz sind. Das Gyroskop misst die Flugbahn und die Drehung des Handgelenks unmittelbar vor und nach dem Aufprall, denn ein echter Sturz weist ein ganz bestimmtes Bewegungsmuster auf. Und schliesslich misst das hochempfindliche Barometer den Abstand zwischen der Apple Watch und dem Boden: Ein plötzlicher, signifikanter Abfall des Luftdrucks, gefolgt von einem Aufprall, kann als Hinweis auf einen Sturz dienen.
Ich habe noch nie erlebt, dass der Automatismus fälschlicherweise ausgelöst wurde, etwa weil die Apple Watch herunterfiel oder ich fast gestolpert bin. Denn der Computer am Handgelenk zieht bei der Erkennung alle Register. Um einen «harten Sturz» von einer anderen Bewegung zu unterscheiden, stützen sich die Algorithmen auf die Daten aus dem Beschleunigungssensor: Er erkennt Kräfte von bis zu 32 G, die typisch bei einem schweren Sturz sind. Das Gyroskop misst die Flugbahn und die Drehung des Handgelenks unmittelbar vor und nach dem Aufprall, denn ein echter Sturz weist ein ganz bestimmtes Bewegungsmuster auf. Und schliesslich misst das hochempfindliche Barometer den Abstand zwischen der Apple Watch und dem Boden: Ein plötzlicher, signifikanter Abfall des Luftdrucks, gefolgt von einem Aufprall, kann als Hinweis auf einen Sturz dienen.
Mit diesem Wissen über die Vorgänge ignoriert die Apple Watch auch Stösse beim Mountainbiken, Skifahren oder anderen Sportarten, bei denen hohe G-Kräfte auftreten. Denn die Bewegungen davor und danach folgen ebenfalls einem typischen Muster, das nicht zu einem Sturz passt – und sei es nur, weil die Aktivität weiterhin fortgesetzt wird: Das lässt darauf schliessen, dass der Träger nicht im Strassengraben liegt.
Der automatische Notruf
Nachdem ein harter Sturz erkannt wurde, folgt ein präzises, zeitkritisches Protokoll. In den ersten fünf Sekunden vibriert die Apple Watch. Auf dem Display erscheint eine Benachrichtigung, die sich nach dem Zustand erkundigt. Wird Entwarnung gegeben, bricht die Rettungsfunktion ab. Wenn nicht, beginnt nach einer Minute ein 30-Sekunden-Countdown, während der Alarm lauter wird. Verstreicht auch diese Zeit ohne Entwarnung, werden der Notfallkontakt und/oder der Notfalldienst kontaktiert. Dabei spielt die Apple Watch eine automatisierte Audionachricht ab. Ausserdem werden die GPS-Koordinaten mit dem eigenen Standort übermittelt. Mit diesen Informationen wissen die Einsatzkräfte, wen sie wo suchen müssen.
Nachdem ein harter Sturz erkannt wurde, folgt ein präzises, zeitkritisches Protokoll. In den ersten fünf Sekunden vibriert die Apple Watch. Auf dem Display erscheint eine Benachrichtigung, die sich nach dem Zustand erkundigt. Wird Entwarnung gegeben, bricht die Rettungsfunktion ab. Wenn nicht, beginnt nach einer Minute ein 30-Sekunden-Countdown, während der Alarm lauter wird. Verstreicht auch diese Zeit ohne Entwarnung, werden der Notfallkontakt und/oder der Notfalldienst kontaktiert. Dabei spielt die Apple Watch eine automatisierte Audionachricht ab. Ausserdem werden die GPS-Koordinaten mit dem eigenen Standort übermittelt. Mit diesen Informationen wissen die Einsatzkräfte, wen sie wo suchen müssen.
Tipp: Um einen Notruf manuell abzusetzen, wird die Seitentaste der Apple Watch etwa zwei Sekunden lang gedrückt, bis der Schieberegler Notruf eingeblendet wird, Bild 2.
Kompatible Modelle: ab Series 4, Ultra und SE (1. Gen.).
Notfallkontakt einrichten
Das Stichwort ist bereits gefallen: Die «Notfallkontakte» umfassen jene Personen, die bei einem solchen Ereignis automatisch benachrichtigt werden. Zusätzlich sollten die Gesundheitsinfos so vollständig wie möglich ausgefüllt werden – etwa zu möglichen Unverträglichkeiten oder Allergien. Damit diese Informationen den Rettern zur Verfügung stehen, werden am iPhone die Lauter- und die Stand-by-Taste gleichzeitig gedrückt, um den Notfallpass einzublenden. Auf der Apple Watch wiederum wird die Seitentaste etwas länger gedrückt, so wie es beim manuellen Absetzen eines Notrufs der Fall ist.
Das Stichwort ist bereits gefallen: Die «Notfallkontakte» umfassen jene Personen, die bei einem solchen Ereignis automatisch benachrichtigt werden. Zusätzlich sollten die Gesundheitsinfos so vollständig wie möglich ausgefüllt werden – etwa zu möglichen Unverträglichkeiten oder Allergien. Damit diese Informationen den Rettern zur Verfügung stehen, werden am iPhone die Lauter- und die Stand-by-Taste gleichzeitig gedrückt, um den Notfallpass einzublenden. Auf der Apple Watch wiederum wird die Seitentaste etwas länger gedrückt, so wie es beim manuellen Absetzen eines Notrufs der Fall ist.
All diese Angaben werden nicht an der Apple Watch, sondern in der Health-App am iPhone erfasst. Tippen Sie ganz rechts oben auf das Profilbild. Im nächsten Fenster werden ganz oben die Bereiche Gesundheitsinfos und Notfallpass eingeblendet, Bild 3. In den Einstellungen zum Notfallpass müssen zudem oben die beiden Optionen Im Sperrzustand zeigen und Während des Notrufs teilen aktiviert sein, damit die Helfer schnell darauf zugreifen können.
Herzensangelegenheiten
Kaum ein Organ steht so sehr im Mittelpunkt der Gesundheitsvorsorge wie unser Herz. Im Verlauf von 80 Jahren schlägt es ungefähr drei Milliarden Mal. Wir spüren es fast nie – und wenn doch, bahnt sich oft Ungemach an. Die Apple Watch bietet jedoch einige hervorragende Funktionen für Prävention: sei es als Hintergrundüberwachung oder als aktives medizinisches Messinstrument.
Die richtige Einordnung
Die Massnahme nach einer verdächtigen Messung ist in jedem Fall ein persönliches Gespräch mit dem Arzt – und nicht etwa eine Auswertung, die von «Dr. Google» vorgenommen wird. So lässt sich zwar innerhalb einer Minute ein EKG anfertigen, doch die Interpretation der Ergebnisse sollte auf jeden Fall einem Mediziner überlassen werden. Und nein, die Apple Watch erkennt keine Herzinfarkte. Apple wird auch nicht müde, darauf hinzuweisen. Somit ist der Fall klar: Akut auftretende Symptome, egal welcher Art, sind immer ein Grund für einen Arztbesuch.
Die Massnahme nach einer verdächtigen Messung ist in jedem Fall ein persönliches Gespräch mit dem Arzt – und nicht etwa eine Auswertung, die von «Dr. Google» vorgenommen wird. So lässt sich zwar innerhalb einer Minute ein EKG anfertigen, doch die Interpretation der Ergebnisse sollte auf jeden Fall einem Mediziner überlassen werden. Und nein, die Apple Watch erkennt keine Herzinfarkte. Apple wird auch nicht müde, darauf hinzuweisen. Somit ist der Fall klar: Akut auftretende Symptome, egal welcher Art, sind immer ein Grund für einen Arztbesuch.
Aktivierung: Die Überwachungsfunktionen der Apple Watch werden zentral am iPhone aktiviert, und zwar in der Watch-App. Tippen Sie am unteren Rand auf den Bereich Meine Watch, Bild 4 A, und anschliessend auf den Eintrag Herz B.
Pulsmessung
Um die aktuelle Herzfrequenz selbst zu messen, öffnen Sie an der Apple Watch die App Herzfrequenz. Halten Sie ein paar Sekunden still, bis das Resultat verkündet wird, Bild 5. Doch darüber hinaus gehört die kontinuierliche Messung der Herzfrequenz im Hintergrund zu den wichtigsten Analysen der Apple Watch. Sie nutzt ihren optischen Herzsensor, um den Puls rund um die Uhr in unregelmässigen Abständen zu messen. Eine Warnung wird jedoch erst ausgelöst, wenn der Puls während 10 Minuten ausserordentlich hoch oder tief ist, ohne dass eine körperliche Aktivität verzeichnet wird.
Um die aktuelle Herzfrequenz selbst zu messen, öffnen Sie an der Apple Watch die App Herzfrequenz. Halten Sie ein paar Sekunden still, bis das Resultat verkündet wird, Bild 5. Doch darüber hinaus gehört die kontinuierliche Messung der Herzfrequenz im Hintergrund zu den wichtigsten Analysen der Apple Watch. Sie nutzt ihren optischen Herzsensor, um den Puls rund um die Uhr in unregelmässigen Abständen zu messen. Eine Warnung wird jedoch erst ausgelöst, wenn der Puls während 10 Minuten ausserordentlich hoch oder tief ist, ohne dass eine körperliche Aktivität verzeichnet wird.
Ein stark erhöhter Ruhepuls kann auf Zustände wie eine Infektion (Fieber), Dehydration, starken Stress oder eine Herzrhythmusstörung hinweisen. Eine ungewöhnlich niedrige Herzfrequenz kann bei Nicht-Sportlern ein Zeichen für eine langsame oder gestörte elektrische Aktivität des Herzens sein.
Wichtig ist jedoch: Die Mitteilung der Apple Watch ist eine Warnung, aber keine Diagnose; es liegt nicht in deren Absicht, damit Hypochonder heranzuzüchten. Wenn die Apple Watch also eine Warnung von sich gibt, ist das meistens ein Grund, um mit dem Arzt darüber zu sprechen – und nicht gleich in den Notfall zu stürmen.
Tipp: Was immer die Apple Watch auch aufzeichnet, wird in der App Health auf dem iPhone gespeichert und aufbereitet. Zeigen Sie Ihrem Arzt diese Daten, da sie oft eine wertvolle Ergänzung zu seinen eigenen Messungen in der Praxis sein können.
Einstellung: Wählen Sie unter Hohe Herzfrequenz und Niedrige Herzfrequenz die gewünschten Werte – oder belassen Sie es im Zweifelsfall bei den Standardeinstellungen.
Kompatible Modelle: ab Series 6, SE (2. Gen.) und Ultra 1.
Vorhofflimmern
Das Vorhofflimmern wird mit dem Alter zunehmend wahrscheinlicher, vor allem ab 60 Jahren. Es ist zwar nicht unmittelbar lebensbedrohlich, doch es erhöht das Risiko eines Schlaganfalls deutlich – und darum ist die Früherkennung so wichtig. Denn das Tückische daran ist, dass zu Beginn meistens keine Symptome spürbar sind. Die Apple Watch kann jedoch die Muster eines unregelmässigen Herzrhythmus im Hintergrund erkennen und auf eine mögliche Komplikation hinweisen.
Das Vorhofflimmern wird mit dem Alter zunehmend wahrscheinlicher, vor allem ab 60 Jahren. Es ist zwar nicht unmittelbar lebensbedrohlich, doch es erhöht das Risiko eines Schlaganfalls deutlich – und darum ist die Früherkennung so wichtig. Denn das Tückische daran ist, dass zu Beginn meistens keine Symptome spürbar sind. Die Apple Watch kann jedoch die Muster eines unregelmässigen Herzrhythmus im Hintergrund erkennen und auf eine mögliche Komplikation hinweisen.
Einstellung: Markieren Sie die Option Unreg. Rhythmus. Und das ist soweit schon alles. Wird jedoch irgendwann das Vorhofflimmern von einem Arzt diagnostiziert, sollte der Verlauf protokolliert werden. Öffnen Sie dazu auf dem iPhone die Health-App. Tippen Sie unten rechts auf die Lupe und danach auf den Bereich Herz. Wischen Sie nach unten und tippen Sie bei Vorhofflimmern-Protokoll auf die Schaltfläche Einrichten, um einige Fragen zu beantworten.
Kompatible Modelle: ab Series 6, SE (2. Gen.) und Ultra 1.
Bluthochdruck
Die neue Überprüfung auf möglichen Bluthochdruck wurde mit watchOS 26 eingeführt. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein klassisches Blutdruckmessgerät mit Manschette und Pumpe. Stattdessen erkennt die Apple Watch Muster, die auf chronischen Bluthochdruck hindeuten können. Die Funktion ist für Erwachsene ab 22 Jahren gedacht, die nicht schwanger sind und bei denen bisher kein Bluthochdruck diagnostiziert wurde. Die Funktion dient primär zur Früherkennung bei Personen, an denen das Thema bislang vorbeigezogen ist.
Die neue Überprüfung auf möglichen Bluthochdruck wurde mit watchOS 26 eingeführt. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein klassisches Blutdruckmessgerät mit Manschette und Pumpe. Stattdessen erkennt die Apple Watch Muster, die auf chronischen Bluthochdruck hindeuten können. Die Funktion ist für Erwachsene ab 22 Jahren gedacht, die nicht schwanger sind und bei denen bisher kein Bluthochdruck diagnostiziert wurde. Die Funktion dient primär zur Früherkennung bei Personen, an denen das Thema bislang vorbeigezogen ist.
Dabei analysiert die Apple Watch während 30 Tagen, wie die Blutgefässe auf jeden einzelnen Herzschlag reagieren. Chronischer Bluthochdruck führt dazu, dass die Blutgefässe im Ruhezustand weniger elastisch sind. Der Algorithmus sucht nach subtilen Abweichungen im Verhalten des Herzens und der Gefässe, die konsistent auf eine Hypertonie hindeuten, also auf Bluthochdruck. Wenn ein verdächtiges Muster erkannt wird, ist das ein Zeichen dafür, dass dieses Thema mit dem Arzt besprochen werden sollte.
Kompatible Modelle: ab Series 9 und Ultra 2 mit watchOS 26. Die Funktion wird am iPhone in der App Watch am selben Ort wie die Pulsmessung aktiviert.
EKG erstellen
Die EKG-Funktion der Apple Watch ist eine medizinisch zertifizierte Funktion, um schnell ein einkanaliges EKG anzufertigen. Sie dient allerdings nicht der Überwachung im Hintergrund, sondern wird aktiv durch den Träger durchgeführt. Die Messung ist vor allem dann sinnvoll, wenn einem das Gefühl beschleicht, «dass etwas nicht in Ordnung ist»: etwa bei Herzrasen, Stolpern oder Schwindel. Die Funktion sollte aber auch genutzt werden, wenn Sie die Apple Watch vor einem unregelmässigen Rhythmus warnt.
Die Erstellung ist denkbar einfach. Setzen Sie sich entspannt hin und starten Sie auf der Apple Watch die App EKG. Legen Sie den Finger auf die Krone, damit die 30-sekündige Messung beginnt, Bild 6.
Jedes angefertigte EKG wird in der Health-App auf dem iPhone gespeichert. Diese Aufzeichnungen sind besonders wertvoll, um episodische Rhythmusstörungen zu dokumentieren, die beim Arztbesuch möglicherweise nicht auftreten. Um die Messergebnisse anzuzeigen oder sie als PDF-Dokument an den Arzt weiterzuleiten, öffnen Sie am iPhone die Health-App. Tippen Sie unten rechts auf die Lupe, Bild 7 A, und geben Sie den Begriff EKG ins Suchfeld ein, um die letzten Messungen anzuzeigen. Tippen Sie anschliessend auf einen Eintrag und danach auf den Befehl PDF exportieren B, um ein PDF anzufertigen.
Kompatible Modelle: ab Series 4 (ohne Apple Watch SE).
… und noch viel mehr
Das waren die Funktionen, die essenziell für die Überwachung der eigenen Befindlichkeit sind und im Zweifelsfall Leben retten können. Doch darüber hinaus warten unzählige weitere Hilfen auf ihre Entdeckung. Dazu zählt etwa ein ausgefuchstes System, das an die Einnahme der Medikamente erinnert (ab Series 4, SE und Ultra 1): Es protokolliert die Einnahme und hilft bei der visuellen Orientierung bei mehreren Medikamenten. Medikamente werden automatisch auf kritische Wechselwirkungen überprüft und im Zweifelsfall wird auf potenzielle Risiken hingewiesen. Damit eignet sich die Funktion, um betagteren Menschen aus dem eigenen Umfeld mit einer Apple Watch das Leben und die Sicherheit zu verbessern, Bild 8.
Die Schlafüberwachung, Bild 9, bis hin zur Erkennung von Schlafapnoe ist ein Thema für sich und erlaubt umfangreiche Analysen der Vitalzeichen (ab Series 6, SE 2 und Ultra 1). Zusammen mit der Temperaturmessung am Handgelenk und der Vitalzeichen-App
entsteht ein gesundheitliches Gesamtbild, bis hin zum Zyklusprotokoll, also zur Schätzung des Ovulationszeitpunkts etc.
Bild 9: Die Präzision, mit der die Apple Watch den Schlaf erfasst, ist einfach nur eindrücklich
Quelle: PCtipp.ch
Andere Funktionen werden erst auf den zweiten Blick zu einer wertvollen Hilfe, etwa die Ortung von Personen und Gegenständen via Wo ist?, Bild 10. Vor allem Familienmitglieder, die Anzeichen einer Demenz zeigen, lassen sich jederzeit lokalisieren, damit bei ungewöhnlichen «Ausflügen» passende Massnahmen eingeleitet werden können.
Kurzum, Apples Uhr bietet viele Möglichkeiten, um die Gesundheit im Auge zu behalten. Vor allem aber bietet sie dabei Messungen und Erkenntnisse, die man unspürbar über sich ergehen lassen kann – und die ein gutes Gefühl erzeugen, wenn man die Resultate nie zu Gesicht bekommt.
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