News 25.02.2008, 15:05 Uhr

Trend: Bewerbungsgespräche im Internet

Jobanwärter werden gerne übers Internet überprüft, auch wird zunehmend Online-Ausschau nach potentiellen Kandidaten gehalten. Neu sind allerdings Bewerbungsgespräche im WWW.
Längst hat das Internet in der Arbeitswelt Einzug gehalten. Nach potentiellen Mitarbeitern wird im WWW Ausschau gehalten. Social Networks wie Xing können dabei ein Hilfe sein. Auf Jobportalen befinden sich mehr Jobanzeigen als dafür spezialisierte Zeitungen überhaupt Platz hätten. Auch Bewerbungen werden vielerorts ausschliesslich auf E-Mail verlangt, um Papierkrieg zu vermeiden.
Gerne werden potentielle Mitarbeiter vor ihrer Einstellung gegooglt oder anders im Internet aufgespürt, um zu prüfen ob peinliche Details zu Tage kämen.
Auch Jobmessen werden mittlerweile im Internet abgehalten. MUVE (Multi-User Virtual Environment) Second Life machte dabei den Anfang. Diese Möglichkeit wird gerne von Unternehmen der IT-Branche in Anspruch genommen – HP beispielsweise liess sich das nicht entgehen.
Neu allerdings sind Bewerbungsgespräche in virtuellen Welten. Dieser Trend soll in Amerika auf dem Vormarsch sein. Dabei soll es sich allerdings mehr um eine Ergänzung im Rekrutierungsverfahren handeln.
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Sie werden zum virtuellen Bewerbungsgespräch geladen. Wie würde Ihr Avatar aussehen und in welcher virtuellen Welt würden Sie sich treffen wollen? Als Superman an der Strandbar oder doch lieber wie gewohnt mit Krawatte im Büro? Verraten Sie Ihre Ideen im Forum.


Kommentare

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Dragonlord
25.02.2008
Virtuelle Welt Ich bin dem gegenüber sehr, sehr kritisch. Ein solches Gespräch, finde ich sehr oberflächlich, da ich zuwenig aus seinem Gesicht entnehmen kann. Ich kann nicht sehen, wie er auf eine Frage reagiert und was er fühlt. Stimmt das, was er erzählt mit der Mimik überein oder lügt er mich an. Und es führt weiter zu einer Welt, wo alles nur noch via Netz erledigt wird. Der Mensch verliert jeden Kontakt nach aussen und kann mit einer realen Person, ihm gegenüber, gar nicht mehr umgehen oder auf diese eingehen. Die Scheidungsrate wird weiter steigen, da Mann und Frau gar nicht mehr miteinander reden können. Benutzen wir doch MSN, da finden wir immer jemanden, der mit einem redet. Ich kenne die meisten ja, aber es kann meiner Meinung nach, ein reales Gespräch unter "vier Augen" nie und nimmer ersetzen. lg Roger

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abu
25.02.2008
Ich sehe das genauso wie Dragonlord. So ein "Gespräch" würde ich kategorisch ablehnen.

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Michel.Eichelberger
25.02.2008
Selbst für mich als Anwärter wäre das eher unpraktisch und total unangenehm... wie denken die über einen? lachen sie dich aus? oder wirst du gerade gnadenlos hinter deinem rücken fertig gemacht? Auch Erwachsene machen sich einen Spass aus anderen...

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mitroxx
26.02.2008
Dass Human Resouces Manager über Google, Yasni, 123people, usw. versuchen, Informationen über einen Stellenberwerber herauszufinden, ist mittlerweile eine Tatsache, der man sich als Bewerber wohl kaum erwehren kann. Dass aber quasi virtuelle Kandidatengespräche übers Web geführt werden sollen, grenzt meines Erachtens schon an eine gewisse Ueberheblichkeit und Unverfrorenheit - eine unpersönliche Art, die einiges (sprich negatives) über den Stellenanbieter aussagt. Ich würde mich hüten, mich einem derartigen Assessement zu stellen, sollte ich je in eine solche Situation kommen. Nachdenklich grüsst, Roland