Gutes kommt zurück 19.10.2021, 10:40 Uhr

Das sind die neuen MacBook Pro

Die neuen Modelle machen rückgängig, was in den letzten Jahren gewaltig schiefgelaufen ist.
Die neuen MacBook Pro gibt es mit 14-Zoll- und 16-Zoll-Display
(Quelle: Apple Inc.)
Die Katzen sind aus dem Sack: Apple stellte gestern Montag zwei neue Basismodelle des MacBook Pro vor – eines mit 14 Zoll und eines mit 16 Zoll. Neben einem neuen Design bringen die beiden Modelle vieles mit, was von unzähligen Anwendern schmerzlich vermisst wurde.

Weg mit den Altlasten

Vermutlich sind die neuen Geräte die ersten, bei denen der Einfluss des ehemaligen Chefdesigners Jony Ive endlich schwindet. Ives Leistungen sind unbestritten, aber er hat mit seinem übertriebenen Minimalismus und seinem Fetisch für Touch-Displays auch weit über das Ziel hinausgeschossen. Und so begeistert an den neuen Geräten auch, was uns weggenommen wurde und jetzt wiederkommt.
Touch Bar. Die Touch Bar über der Tastatur ist verschwunden und wurde durch die gewohnten Funktionstasten ersetzt.
Die physischen Funktionstasten sind zurück, die Touch Bar endlich weg
Quelle: Apple Inc.
SDXC-Kartenleser. Die Fotografen werden erfreut zur Kenntnis nehmen, dass sie ihre SDXC-Karten wieder direkt einlegen können.
HDMI. Das kommt hingegen überraschend: Auch ein HDMI-Anschluss ist wieder an Bord.
Anschlüsse für die SD-Karte und HDMI
Quelle: Apple Inc.
Thunderbolt 4. Drei Thunderbolt-4-Anschlüsse verbinden nahezu alles mit dem MacBook Pro. Sie übertragen bis zu 40 Gbit pro Sekunde und teilen sich den Formfaktor mit USB 4, das dieselbe Datenrate liefert.
MagSafe. Und was niemand vermutet hätte: MagSafe 3 ist zurück. Der Stecker für die Stromzufuhr wird magnetisch gehalten und löst sich sofort, falls jemand über das Kabel stolpert.

Neue SoC

Das war nichts mit dem kolportierten mit M1X: Apple schickt gleich zwei neue SoC (System on Chip) unter anderem Namen ins Rennen: den «M1 Pro» und den «M1 Max».
M1 Pro. Der M1 Pro besteht aus einer 10-Kern-CPU, einer 16-Kern-GPU und der Neural Engine mit ebenfalls 16 Kernen. Dieses SoC lässt sich mit 16 GB oder 32 GB RAM bestellen.
Alles auf einem Chip: der M1 Pro
Quelle: Apple Inc.
M1 Max. Der M1 Max kommt in zwei Grössen, die sich bei der Grafikeinheit vom M1 Pro abheben. Für 24 Grafikkerne will Apple einen Aufpreis von 220 Franken, für 32 Kerne 440 Franken. Der Chip liefert gemäss Apple aber auch die doppelte Speicherbandbreite im Vergleich zum M1 Pro. Die leistungsstärkere Media Engine kann ausserdem bis zu 7 Streams von 8K-Videos wiedergeben. Und schliesslich wird das SoC mit wahlweise 32 GB oder 64 GB RAM angeboten.
Und das ist der M1 Max
Quelle: Apple Inc.
Was Apple an Leistung verspricht, bricht mit der Vorstellung von Notebook-Chips, die oft wegen der Wärmeabgabe und dem Energieverbrauch als Kompromiss betrachtet werden. Die Kurven zeigen den Strombedarf (horizontal) und die Leistung des SoC (vertikal) im Vergleich. Der M1 verbraucht also weniger Strom bei deutlich höherer Leistung – und produziert damit auch weniger Wärme, weniger Lärm und die Batterie hält länger durch.
Weil das Kleingedruckte so klein gedruckt ist: Das 4-Kern-Notebook als Vergleichsgerät war ein MSI Prestige 14 EVO A11M-220, das 8-Kern-Notebook ein MSI GP66 Leopard 11UG-018
Quelle: Apple Inc.
Grafikleistung: Das Vergleichsgerät ist ein Razer Blade 15 Advanced (RZ09-0409CE53)
Quelle: Apple Inc.


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