News 24.11.2014, 09:04 Uhr

4K-Monitore für unter 500 Franken

Ultrahochauflösende Desktop-Monitore werden erschwinglich. Analysten glauben an rapiden Preiszerfall.
Die Preise der 4K-Desktop-Monitore fallen unter die Marke von 500 Franken. Damit werden die ultrahochauflösenden Displays so langsam interessant für all jene, die einen 4K-Bildschirm in Erwägung ziehen. 4K ermöglicht eine Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten: viermal so viel wie Full HD. Desktop-Anwender profitieren dadurch von einer viel grösseren Anzeigefläche.

Vorsicht bei Hertzraten und Anschlüssen

Schon Anfang Jahr sind die Preise der Modelle von Dell, Samsung, Asus, Acer und Sharp rapid gefallen. Dell verkauft gegenwärtig seinen 28-Zoll-UHD-Monitor P2815Q für 489 Franken, Anfang Jahr kostete das Gerät noch 678 Franken. Auch Monitore von AOC, beispielsweise der U2868PQU, ist mittlerweile für rund 500 Franken zu haben.
Genau hinsehen sollte der Anwender jedoch bei Günstigbildschirmen der hohen Auflösung, wenn es um Ausstattungsmerkmale wie Hertzraten und aktuelle Anschlüsse geht. So erreicht der P2815Q-Monitor von Dell nur eine maximale Bildwiederholfrequenz von 30 Hz über seinen DisplayPort-Anschluss. Für Spieler ein absolutes No-Go.

Spieler greifen im Moment noch tiefer in die Tasche

Spieler blättern für einen 28-Zoll-Monitor nach wie vor um die 600 bis 700 Franken hin. Nicht alle der Günstigbildschirme verfügen über einen aktuellen DisplayPort-1.2-Anschluss. Erst mit einer aktuellen Grafikkarte und DisplayPort 1.2 ist eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hz möglich.
Wer als Spielernatur eine potente Nvidia-Karte in Betrieb hat, sollte zudem auf die «G-Sync»-Kennzeichnung achten. Denn durch die gewaltige Auflösung kommt es ohne Synchronisierungstechnik zu sichtbaren horizontalen Rucklern, dem sogenannten «Tearing». Dies, weil die Bildanlieferung der Karte der Bildausgabe des Monitors hinterherhinken würde. Und von diesen G-Sync-fähigen Monitoren sind bisher kaum 28-Zoll-Modelle für unter 600 Franken anzutreffen.

Analysten glauben an rapiden Preiszerfall

Laut PCWorld ist Intel überzeugt davon, dass noch Ende Jahr erste 4K-Monitore für unter 400 Franken erhältlich sein werden. IDC-Analyst Jonathan Gaw prognostiziert für die nächsten Jahre einen drastischen Preissturz, zumal es sich mit den neuen Bildschirmen ähnlich wie mit PC-Hardware verhalte. Um so besser Spiele und Streaming-Dienste auf die 4K-Auflösung setzen, um so motivierter werden Käufer sein, einen 4K-Bildschirm zu kaufen, glaubt IDC. Gartner beruft sich auf die allgemeine Aussage, dass schlussendlich die Käufer als Verbraucher darüber entscheiden werden: Einige wollten nun mal immer das aktuellste Display und andere würden sich hauptsächlich von den tieferen Preisen angezogen fühlen, sagte Leslie Fiering, Research Vice Presdent von Gartner.

Autor(in) Simon Gröflin


Kommentare

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Nebuk
02.12.2014
Ich muss ganz ehrlich sagen, es reizt mich schon sehr einen hoch aufgelösten Monitor zu kaufen. Bei mir ist es nämlich so, dass ich aktiver am Umschauen bin, da eine Neuanschaffung geplant ist. Das Bedürfnis nach klaren Schriften, scharfen Formen und satten, kräftigen Farben (Farbe ist unabhängig von der Auflösung) ist nämlich schon da. Es ist aber so, dass solch hohe Auflösungen auch eigene Probleme mit sich bringen. Und diese Probleme sind es, welche mich noch davon abhalten eine solche Anschaffung zu tätigen. 1. Windows 8.1 unterstützt zwar das Skalieren von den Benutzeroberflächen, Fenstern und Schriften einigermassen gut, aber richtig sauber soll es trotzdem noch nicht funktionieren. Hier darf man auf die nächste Version hoffen, die es besser macht. 2. Ältere Anwendungen wie jene von Adobe haben die Skalierung noch nicht im Griff. Wenn Windows die Skalierung im grossen und ganzen meistert, haben andere Programme mehr mühe. Das heisst Windows wird dann hochgerechnet und lesbar angezeigt, bei den jeweiligen Programmen sieht man von diesen Anpassungen nicht immer etwas. Die Oberfläche bleibt dann klein und fast nicht lesbar. 3. Bei Spielen sieht es ähnlich aus wobei hier noch ein weiteres Problem auftaucht. Der für aktuelle Hardware unersättliche Leistungshunger. Um moderne Spiele mit hohen Details und der hohen Auflösung flüssig darstellen zu können braucht man richtig teure Hardware. Und selbst mit dieser ist es noch nicht garantiert, dass es jederzeit flüssig läuft. Im Prinzip muss man einen Kompromiss eingehen, entweder volle Einstellungen oder kleinere Auflösung. Beides geht heute nicht überall und jederzeit. Der Preis wäre in meinem Fall nebensächlich, natürlich in Relation zur Leistung :). Es ist trotzdem toll zu sehen, dass sich etwas im Monitorenmarkt tut. Eine zulange Zeit ist schon mit FullHD vergangen.... Jetzt müssen die Hardwarehersteller nachziehen.