News 21.08.2019, 09:48 Uhr

Revolut: Schweizer wurde um 30'000 Franken erleichtert

Einem Schweizer Kunden der Digital-Bank Revolut wurde innert Minuten die Riesensumme von 30'000 Franken gestohlen. Wie konnte das passieren?
Wie der Tages-Anzeiger berichtet, hat ein Schweizer User der Bank Revolut, einer sogenannten Smartphone-Bank, einen Schaden von 30'000 Franken erlitten. Und zwar innerhalb weniger Minuten.
Offenbar gelang es Cyberkriminellen, Zugang zu seinem Revolut-Account zu erlangen und mittels der dort hinterlegten Visa-Karte erst den Revolut-Account sechsmal um jeweils 5'000 Franken aufzustocken. Diese Summe wurde dann mit der App-internen Währungswechsel-Funktion in Dirham umgewandelt (VAE-Währung) und auf ein ausländisches Konto überwiesen. Ausser dem Namen Anastasja Mihhailova, auf die das Konto angeblich läuft, sind keine Informationen bekannt.
Das Opfer, welches selbst in der IT-Sicherheitsbranche tätig ist, vermutet das Problem bei Revolut. Denn er sei keinem Phishing-Versuch aufgesessen und auch die SIM-Karte wurde nach Auskunft seines Providers Swisscom nicht kompromitiert – dort vermutete der Revolut-Support die Schwachstelle. Überhaupt zeigt sich der Kunde extrem enttäuscht vom Support des Fintech-Unternehmens. Am Telefon wurde ihm gar nicht geholfen, im App-internen Chat wurde er eher abgewimmelt, obwohl er Inhaber der Metal-Card von Revolut ist, die durch Gebühren unter anderem Zugang zu einem besseren Support bieten soll. Nachdem klar wurde, dass das Problem offenbar nicht beim Opfer lag, wurde ihm zu einer Anzeige bei der britischen Polizei geraten. Gegenüber dem Tages-Anzeiger antwortete das Unternehmen nur sehr generell nicht auf den konkreten Fall bezogen. Sicherheitslücken ihrerseits schliesst Revolut aus.
PCtipp rät, keine Kreditkarten mit sehr hohen Limiten bei solchen Instituten zu hinterlegen, sondern im Zweifelsfall lieber solche mit niedrigem Limit oder aber, das Revolutkonto bei Bedarf oder regelmässig mit Überweisungen aufzustocken.
So entfernen Sie eine hinterlegte Kreditkarte bei Revolut


Kommentare

Avatar
gucky62
21.08.2019
Nutze den Anbieter zum Glück nicht, aber es gibt in der Zwischenzeit doch einige ernüchternde Informationen zu solchen Anbietern. Wobei ich mich immer mehr frage, für was ich solche Angebote eigentlich benötige? Ich nerve mich schon, wenn ein Anbieter einem zu Paypal zwingt. Für eine Bank ist die Reaktion auf den Betrug jedoch indiskutabel. Auch die Empfehlung in GB zur Polizei zu gehen, ist wohl ein Witz. Egal ob dort der Hauptsitz der Bank ist. Die Geschäftet auch in CH und wenn schon wird der CH Kunde hier eine Anzeige machen. Aber dieser Markt ist derzeit heiss umkämpft und es scheint viel Geld damit zu verdienen sein. Gruss Daniel

Avatar
sichler
22.08.2019
Es war eine phishing Attacke Bei Inside Paradaplatz konte man nachlesen es war eine phishing Attacke https://insideparadeplatz.ch/2019/08/22/konto-hack-bei-revolut-alles-viel-schlimmer/ Irgendwie sollte man doch langsam wissen das man nicht auf Links klickt wo man sein Konto verifizieren muss.

Avatar
Markus69
22.08.2019
Gewisse lernen es nie Eigentlich sollte man es wirklich wissen die Banken und viele Institute warnen immer wieder davor und schreiben es auch immer wieder das sie nie nach Passwörter oder KK nummern fragen Ich erhalte auch gelegentlich wieder eine Nachricht angeblich von Paypal mein Konto sei gesperrt und ich soll es neu verifizieren der beigefügter Link geht gar nicht zur Paypal. Nie und niemals werde ich einen Link anklicken auch ein IT Spezialist und gerade so einer sollte es am besten wissen